Der Aktienkurs von Whirlpool fällt um 12%, nachdem er die Erwartungen für das 2. Quartal verfehlt und die Dividende gekürzt hat

Der Aktienkurs von Whirlpool fällt um 12%, nachdem er die Erwartungen für das 2. Quartal verfehlt und die Dividende gekürzt hat
Ananthu C U
29. Juli 2025, 16:10 PM
  • Der Aktienkurs von Whirlpool fiel um 12%, nachdem er die Gewinn- und Umsatzerwartungen für das 2. Quartal verfehlt hatte.
  • Die Bank of America stufte Whirlpool auf "Underperform" herab und begründete dies mit der schwachen Nachfrage und den steigenden Werbeaktionen.
  • Der Umsatz im 2. Quartal belief sich auf 3,77 Mrd. $ (5,4% Rückgang gegenüber dem Vorjahr), wobei der Gewinn je Aktie von 1,17$ die Schätzungen um fast 26% verfehlte.

Der Aktienkurs der Whirlpool Corporation (NYSE: WHR) fiel am Dienstag um 12%, nachdem der Haushaltsgerätehersteller enttäuschende Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt und seine jährliche Dividende fast halbiert hatte.

Die Aktie war im bisherigen Jahresverlauf bereits um über 24% gefallen.

Das Verpassen im 2. Quartal veranlasste die Bank of America, die Aktie von "Neutral" auf "Underperform" herabzustufen, und begründete dies mit der schwachen diskretionären Nachfrage, vermehrten Werbeaktionen und einem schwierigen globalen Umfeld.

Analyst Rafe Jadrosich senkte ebenfalls sein Kursziel um 30 $ auf 70 $ pro Aktie, was auf einen weiteren Rückgang von fast 28,5% gegenüber dem aktuellen Niveau hindeutet.

Gewinnverfehlung und schwache Prognose treiben Ausverkauf an

Whirlpool meldete für das 2. Quartal des Jahres 2025 einen Umsatz von 3,77 Mrd. $, was einem Rückgang von 5,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und unter den Analystenschätzungen von 3,89 Mrd. $ liegt, was einer Verfehlung von etwa 3 % entspricht.

Der Gewinn pro Aktie (GAAP) lag bei 1,17 $ und damit um 25,8% unter der Konsensschätzung von 1,58 $.

Das bereinigte EBITDA lag bei 284 Mio. $ und verfehlte damit ebenfalls die Prognose der Wall Street von 312,1 Mio. $.

Obwohl das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 15,8 Mrd. $ (0,9% über den Analystenerwartungen) bestätigte, konzentrierte sich die Wall Street auf die enttäuschenden Quartalsergebnisse und die enttäuschenden Zukunftsaussichten.

Die Verkäufe von Haushaltsgroßgeräten gingen im Vergleich zum Vorjahr in allen wichtigen Regionen zurück: Nordamerika, Lateinamerika und Asien.

Die operative Marge für das Quartal lag bei 5,4 %, eine Verbesserung gegenüber 3,3 % im Vorjahr.

Der freie Cashflow des Unternehmens drehte jedoch mit -63 Mio. $ in den negativen Bereich, eine deutliche Umkehrung gegenüber den 275 Mio. $ im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Dividende unter finanziellem Druck gekürzt

Um die Bedenken der Anleger zu verstärken, schlug das Management von Whirlpool vor, die jährliche Dividende von 7,00 $ auf 3,60 $ pro Aktie zu senken.

Der Schritt spiegelt den zunehmenden Druck auf die Cashflows und die erhöhte Verschuldung nach einem schwachen Quartal wider.

Laut Jadrosich ist die Dividendenkürzung ein Signal dafür, dass das Management angesichts des anhaltenden Gegenwinds der Bilanzstabilität Priorität einräumt.

"Whirlpool hat trotz seiner günstigen Produktionspräsenz in den USA noch nicht von den Zöllen auf Geräteimporte profitiert", so Jadrosich.

Er nannte zwei Hauptgründe: Einzelhändler und Hersteller haben sich mit Lagerbeständen eingedeckt, bevor die Zölle in Kraft traten, und ausländische Konkurrenten scheinen bereit zu sein, kurzfristige Margenverluste zu absorbieren, um Marktanteile zu halten.

Der Analyst warnte, dass, wenn die Zölle zu weiteren branchenweiten Preiserhöhungen führen, Whirlpool in einem nach wie vor fragilen Verbraucherumfeld mit zusätzlichem Volumendruck konfrontiert sein könnte.

Herabstufung durch Analysten spiegelt mittelfristige Sorgen wider

Die Herabstufung der Bank of America spiegelt die Besorgnis über die kurzfristigen Wachstumsaussichten von Whirlpool wider.

Jadrosich geht davon aus, dass die Verlangsamung der diskretionären Ausgaben, die verstärkte Werbeaktivität und die Volatilität auf den internationalen Märkten den Bewertungsmultiplikator des Unternehmens bis 2025 weiter belasten werden.

Trotz seiner beträchtlichen Produktionsbasis in Nordamerika hat Whirlpool noch keinen nennenswerten Nutzen aus den Änderungen der Handelspolitik gesehen.

Die Kombination aus schwächerer Nachfrage und begrenzter Preissetzungsmacht belastet die Rentabilität und das Vertrauen der Anleger.

Mit einer Marktkapitalisierung von 5,55 Milliarden US-Dollar ist Whirlpool nach wie vor ein wichtiger Akteur in der globalen Haushaltsgeräteindustrie.

Der Ausverkauf am Dienstag unterstreicht jedoch die Herausforderungen, vor denen das Unternehmen steht, da makroökonomischer Gegenwind, Wettbewerbsdruck und ein verändertes Verbraucherverhalten zusammenkommen, um das Aufwärtspotenzial kurzfristig zu begrenzen.