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Dow fällt um 454 Punkte – Quartalszahlen und Hormuz‑Spannungen belasten die Wall Street

Dow fällt um 454 Punkte – Quartalszahlen und Hormuz‑Spannungen belasten die Wall Street
Ananthu C U
06. Aug. 2026, 22:20 PM

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Western Digital (WDC)

Buy WDC. Es übertraf die Erwartungen, fiel aber um rund 12 %, weil es die bereits zu hohen Erwartungen nach der starken Rallye nicht erfüllte. Das ist typisches Verhalten einer Korrektur überzogener Erwartungen: Sobald der Markt nicht mehr Perfektion verlangt, kann sich die Aktie wieder gemäß den Fundamentaldaten neu bewerten.

Kernrisiko: Die Prognose oder die Nachfrage schwächt sich so sehr ab, dass die Outperformance ein einmaliges Ereignis war und kein neues Basisniveau darstellt.

AppLovin (APP)

Sell APP. Die Aktie fiel um rund 20 % nach gemischten Ergebnissen – ein typischer Ausverkauf, der oft auf nachhaltige Wachstumsbedenken hindeutet und zu einer Kompression der Multiples führt, zumal Datadog ebenfalls vor einem verlangsamten Wachstum gewarnt hat. Die Negativdynamik kann anhalten, selbst wenn das Unternehmen später „solide“ Quartale meldet.

Kernrisiko: Das Management stellt das Vertrauen schnell mit einer überzeugenden Prognose wieder her, die beweist, dass die Verlangsamung nur vorübergehend ist.

  • Dow fällt um 454 Punkte, da Quartalszahlen und Ölpreise Druck auf Aktien ausüben.
  • Technologiewerte ziehen trotz starker Gewinnüberraschungen im S&P 500 nach.
  • Hormuz‑Spannungen und Arbeitsmarktdaten rücken den Fed‑Ausblick in den Mittelpunkt.

Die Wall Street schloss am Donnerstag niedriger, da Anleger nach der diese Woche rekordverdächtigen Rallye eine Pause einlegten und neue Quartalsberichte sowie erneute Unsicherheit über Entwicklungen im Nahen Osten abwogen.

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 454 Punkte bzw. 0,83 %, während der S&P 500 um 0,18 % nachgab.

Der Nasdaq Composite gab 0,04 % nach, da Schwäche bei Technologiewerten die breitere Zuversicht ausglich, die die Märkte zu Wochenbeginn auf Rekordstände getrieben hatte.

Anleger verfolgten zudem geopolitische Entwicklungen rund um die Straße von Hormus und blickten auf den am Freitag erwarteten, genau beobachteten US‑Bericht zu den Nonfarm‑Payrolls, um weitere Hinweise auf den Zinskurs der Federal Reserve zu erhalten.

Technologie‑Quartalszahlen enttäuschen trotz solider Ergebnisse

Technologiewerte gehörten zu den größten Belastungsfaktoren, als Anleger negativ auf mehrere Quartalsberichte und die dazugehörige Prognoseausrichtung reagierten.

Western Digital und Sandisk gaben nach, obwohl beide Quartalsergebnisse die Erwartungen an der Wall Street übertrafen, konnten sie die erhöhten Anlegererwartungen nach den starken Kursgewinnen in diesem Jahr nicht erfüllen.

Western Digital fiel um rund 12 %, während Sandisk etwa 5 % verlor.

Auch Softwarewerte gerieten unter Druck. AppLovin brach nach gemischten Quartalszahlen um rund 20 % ein, während Datadog einen der stärksten Tagesverluste verzeichnete, nachdem das Unternehmen gewarnt hatte, dass das Umsatzwachstum im dritten Quartal voraussichtlich nachlassen wird.

Auch Salesforce belastete den Dow, nachdem die Aktie nach einer Führungsumbesetzung um etwa 3 % nachgab.

Trotz der Schwäche einzelner Technologiewerte blieb die breit angelegte Berichtssaison unterstützend.

Nach LSEG‑Daten übertrafen 84,8 % der 382 S&P‑500‑Unternehmen, die bis Mittwochmorgen berichtet hatten, die Analystenerwartungen – deutlich über dem langfristigen Durchschnittswert von 68 %.

SpaceX erholte sich derweil von frühen Verlusten und schloss höher, obwohl seine nach dem Börsengang geltende Lock‑up‑Periode ausgelaufen war, die ursprünglich mit erhöhtem Verkaufsdruck gerechnet wurde, da Frühinvestoren dann zum Verkauf berechtigt wären.

Entwicklungen im Nahen Osten machen Anleger vorsichtig

Geopolitische Entwicklungen blieben ein zentraler Fokus für die Finanzmärkte.

Die Ölpreise stiegen nach Berichten, wonach ein parlamentarischer Ausschuss im Iran einen Gesetzentwurf prüft, der US‑, israelische und andere als feindlich eingestufte Schiffe daran hindern könnte, die Straße von Hormus zu durchqueren.

Brent‑Öl schloss bei $82,49 pro Barrel, ein Plus von 3,83 %, während US‑West Texas Intermediate um 2,75 % zulegte und bei $77,29 pro Barrel schloss.

Der vorgeschlagene Gesetzesentwurf erhöhte die Unsicherheit in den laufenden diplomatischen Bemühungen zwischen Iran und Oman, die an einer Einigung zur Wiedereröffnung der strategischen Schifffahrtsroute arbeiteten.

Berichte deuteten darauf hin, dass eine vorübergehende Regelung, die diskutiert wird, Schiffen erlauben würde, die Meerenge ohne Gebühren oder Zölle zu passieren.

Der Anstieg der Ölpreise dämpfte einen Teil der zuvor in dieser Woche beobachteten Zuversicht, als Hoffnungen auf Fortschritte in den Verhandlungen die Inflationssorgen gemildert und die Aktiengewinne gestützt hatten.

Arbeitsmarktdaten und Fed‑Ausblick im Fokus

Anleger beurteilten zudem neue Konjunkturdaten im Vorfeld des Arbeitsmarktberichts am Freitag.

Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten, dass die Zahl der Amerikaner, die Arbeitslosenleistungen beantragen, leicht gestiegen ist und damit einen weiteren Einblick in die Lage am Arbeitsmarkt vor der Veröffentlichung der Nonfarm‑Payrolls für Juli bot.

Die Beschäftigungsdaten dürften eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Erwartungen an die Politik der Federal Reserve spielen, nachdem Vorsitzender Kevin Warsh in den vergangenen Wochen nur begrenzte Vorwärtsprognosen gegeben hat.