Fed-Sitzung im Fokus: Keine Zinssenkung, aber Powells Worte könnten signalisieren, was als nächstes kommt

Fed-Sitzung im Fokus: Keine Zinssenkung, aber Powells Worte könnten signalisieren, was als nächstes kommt
Devesh Kumar
29. Juli 2025, 18:49 PM
  • Powell erwartete, dass er an seinem Ansatz festhalten würde, bei dem die Daten an erster Stelle stehen, und die Forderungen der Politik und des Marktes nach Kürzungen ignorieren würde.
  • Das BIP-Wachstum in den USA verlangsamt sich auf 1,5 % im Jahr 2025; Arbeitsmarkt schwächt sich ab, vermeidet aber Krisengebiet.
  • Die Anleger beobachten Powells Tonfall, um Hinweise auf eine mögliche Zinssenkung im September zu erhalten.

Die Sitzung der US-Notenbank soll am Dienstag beginnen, und die Anleger sind sich sicher, dass die Zentralbank den Leitzins unverändert im Bereich von 4,25% bis 4,5% belassen wird.

Das Marktvertrauen beruht auf der Erkenntnis, dass sich die Fed angesichts eines düsteren Wirtschaftsbildes, das von hartnäckiger Inflation und neuem handelsbedingten Kostendruck geprägt ist, Zeit lässt.

Die jüngste Zollpolitik hat neue Variablen eingeführt, die zum Preisdruck bei Gütern wie Bekleidung und Haushaltsgeräten beitragen und die Inflationsaussichten noch unsicherer machen.

Fed-Sitzung: Keine Eile bei Zinssenkungen

Jerome Powell hat klargestellt: Die Fed wird keine überstürzten Zinssenkungen vornehmen. Trotz des zunehmenden Drucks der Märkte und wiederholter öffentlicher Aufrufe von Präsident Trump hält die Zentralbank an ihrem datenorientierten Ansatz fest.

Powell ist fest davon überzeugt, dass Entscheidungen von den Zahlen und nicht vom Lärm abhängen werden. Da die Zinssätze im Juli voraussichtlich unangetastet bleiben werden, richten sich nun alle Augen auf die nächsten Runden der Wirtschaftsdaten.

Die Inflation hat einige Anzeichen einer Entspannung gezeigt, und das Wachstum scheint sich abzukühlen, was die Händler dazu veranlasst, auf eine mögliche Zinssenkung bis September zu wetten.

Die Fed-Sitzung im Juli 2025 findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die US-Wirtschaft deutlich an Fahrt verliert. Nach einem soliden Lauf im Jahr 2024 beginnt sich das Wachstum abzuschwächen. Prognosen deuten nun darauf hin, dass das reale BIP in diesem Jahr nur um 1,5 % steigen wird, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den 2,8 % des Vorjahres darstellt.

Der Arbeitsmarkt hat keine Risse bekommen, aber er sieht schwächer aus. Die Neueinstellungen haben sich verlangsamt, die Lohnzuwächse haben sich abgekühlt und die Arbeitslosigkeit liegt bei rund 4,1 %. Das ist keine Krise, aber es ist eine Abkehr von der Dynamik des letzten Jahres.

Zusammengenommen ergibt sich ein ungleichmäßiges Bild. Die Menschen geben immer noch Geld aus, nur nicht mehr so freizügig. Die Arbeitgeber stellen immer noch ein, nur nicht mehr so aggressiv. Es ist eine langsamere, unsicherere Wirtschaft.

Das ist der Hintergrund für die jüngste geldpolitische Sitzung der US-Notenbank. Da die Inflation immer noch hoch ist und das Wachstum nachlässt, hat die Zentralbank wenig Spielraum.

Signale in der Stille

Die Anleger werden genau darauf hören, was Powell nach der jüngsten Entscheidung der Fed, die Zinsen stabil zu halten, sagt.

Da die Inflation immer noch über dem Zielwert liegt und das Beschäftigungswachstum Anzeichen einer Abkühlung zeigt, hat die Zentralbank keinen klaren Weg nach vorne, und Powell wird wahrscheinlich nicht so tun, als ob sie es täte.

Was er sagt, wird weniger für die Unmittelbarkeit als vielmehr für die Art und Weise sein, wie die Fed die kommenden Monate sieht.

Der Balanceakt zwischen der Abkühlung der Inflation und der Unterstützung des Arbeitsmarktes ist noch lange nicht vorbei, und Powells Äußerungen werden diese Spannung widerspiegeln.

Hinzu kommt die anhaltende Unsicherheit in Bezug auf den Welthandel und die Geopolitik, und die Fed wird sich wahrscheinlich weiterhin bedeckt halten. Die Märkte mögen sich Klarheit wünschen, aber im Moment werden sie sich wahrscheinlich mit Vorsicht zufrieden geben müssen.