Spotify-Aktie fällt um 4% nach verfehlter Prognose für das 2. Quartal und schwacher Prognose für das 3. Quartal

Spotify-Aktie fällt um 4% nach verfehlter Prognose für das 2. Quartal und schwacher Prognose für das 3. Quartal
Ananthu C U
29. Juli 2025, 14:42 PM
  • Spotify meldete für das 2. Quartal einen Nettoverlust von 86 Mio. € und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz.
  • Das Unternehmen prognostiziert für das 3. Quartal einen schwächer als erwarteten Umsatz und nennt den Gegenwind durch die Währung als Hauptfaktor.
  • Die monatlichen Nutzer erreichten 696 Millionen, und die Zahl der Premium-Abonnenten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12 %, was ein starkes Engagement der Plattform zeigt.

Der Aktienkurs von Spotify fiel am Dienstag um rund 4%, nachdem das in Schweden ansässige Musikstreaming-Unternehmen Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt hatte, die die Erwartungen der Analysten verfehlten, und eine schwächer als erwartete Prognose für das laufende Quartal abgab.

Im zweiten Quartal verzeichnete Spotify einen Nettoverlust von 86 Millionen Euro, was einem Verlust von 0,42 Euro pro Aktie entspricht.

Dies lag nach Schätzungen der LSEG unter den Analystenprognosen von 1,90 € Gewinn je Aktie.

Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 225 Millionen Euro oder 1,10 Euro je Aktie erzielt.

In Bezug auf den Umsatz meldete Spotify einen Umsatz von 4,19 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 10 % gegenüber 3,81 Milliarden Euro im Vorjahresquartal entspricht, aber immer noch unter den von Analysten erwarteten 4,26 Milliarden Euro.

Der Rückgang und ein vorsichtigerer Ausblick für das dritte Quartal belasteten die Stimmung der Anleger.

Mit Blick auf die Zukunft erwartet Spotify für das dritte Quartal einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro, was deutlich unter der Schätzung von StreetAccount von 4,47 Milliarden Euro liegt.

Das Unternehmen nannte einen Gegenwind von 490 Basispunkten aufgrund von Wechselkursschwankungen als einen Faktor, der sich auf die Prognose auswirkte.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels waren die Spotify-Aktien um 3,95% gefallen, nachdem sie einige Verluste wieder wettgemacht hatten.

Das Wachstum von Nutzern und Abonnenten bleibt stark

Trotz der fehlenden Ergebnisse verzeichnete Spotify weiterhin ein solides Nutzerwachstum.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer (MAUs) erreichte im Quartal 696 Millionen, was einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das Unternehmen gewann auch zahlende Abonnenten in einem gesunden Tempo hinzu, wobei die Premium-Mitgliedschaften im Vergleich zum Vorjahr um 12 % auf 276 Millionen stiegen.

Für das dritte Quartal prognostiziert Spotify weitere Zuwächse sowohl bei den MAUs als auch bei den Premium-Abonnenten.

Das Unternehmen strebt 710 Millionen monatlich aktive Nutzer an, darunter 14 Millionen Nettozugänge.

Auf der Abonnementseite erwartet Spotify 5 Millionen neue Premium-Abonnenten, was die Gesamtzahl auf 281 Millionen erhöht.

Die Nutzerwachstumszahlen spiegeln die anhaltende Nachfrage nach den Angeboten der Plattform wider, auch wenn der makroökonomische und währungsbedingte Gegenwind anhält.

Das Engagement bleibt ein wichtiger Schwerpunkt, insbesondere im Zusammenhang mit der DJ-Funktion von Spotify mit künstlicher Intelligenz.

Das Unternehmen stellte fest, dass sich die Nutzung des KI-DJs im vergangenen Jahr verdoppelt hat, wobei im Laufe des Quartals neue Funktionen wie eine Benutzeranforderungsfunktion eingeführt wurden, um die Personalisierung und Kundenbindung weiter zu verbessern.

Langfristige Rentabilitätstrends bieten einen Silberstreif am Horizont

Im Jahr 2024 meldete das Unternehmen sein erstes volles Jahr mit Rentabilität, ein Meilenstein, der zu Beginn des Jahres dazu beitrug, den Optimismus der Anleger zu schüren.

Der Aktienkurs von Spotify ist seit Jahresbeginn um 57% gestiegen, was das Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens widerspiegelt, Wachstum mit verbesserter Finanzdisziplin in Einklang zu bringen.

Die jüngsten Ergebnisse könnten jedoch zu einer Neubewertung der kurzfristigen Dynamik führen, insbesondere da das Unternehmen mit Währungsvolatilität und Margendruck zu kämpfen hat.

Dennoch bleibt Spotify mit einem robusten Nutzer- und Abonnentenwachstum sowie kontinuierlichen Innovationen bei personalisierten Inhalten und KI-gesteuerten Funktionen ein zentraler Akteur in der Streaming-Branche.

Ob es dieses Nutzerwachstum in konstante Gewinne umsetzen kann, wird ein Hauptaugenmerk der Anleger in Zukunft sein.