Opendoor-Aktie stürzt nach schwacher Prognose um 21% ab: Könnte noch mehr Abwärtspotenzial bevorstehen?

Opendoor-Aktie stürzt nach schwacher Prognose um 21% ab: Könnte noch mehr Abwärtspotenzial bevorstehen?
Devesh Kumar
06. Aug. 2025, 19:56 PM
  • Die Aktien von Opendoor fallen nach einem enttäuschenden 2. Quartal und einer deutlichen Kürzung der Umsatzprognose für das 3. Quartal unter 2 $.
  • Der CEO weist auf ein "herausforderndes makroökonomisches Umfeld" hin und kürzt das Marketing, um Bargeld zu sparen.
  • Technische Daten lassen Warnsignale mit rückläufigem Momentum und hoher impliziter Volatilität aufblitzen.

Die Opendoor-Aktie (NASDAQ: OPEN) erlitt am Mittwoch einen schweren Rückschlag, als sie nach einem enttäuschenden Ergebnisbericht für das 2. Quartal und einer düsteren Prognose für das nächste Quartal um fast 21% einbrach.

Die Aktien fielen während der Sitzung unter 2 $ und gaben damit einen großen Teil der wilden Gewinne wieder ab, die sie während des Anstiegs der Meme-Aktien im letzten Monat erzielt hatten.

Der starke Ausverkauf zeigt, wie schnell sich die Stimmung ändern kann, wenn die Anleger ihren Fokus wieder auf die tatsächlichen Zahlen des Unternehmens richten.

Opendoor spürt die Hitze. Trotz eines Umsatzes von 1,6 Mrd. $ im zweiten Quartal, der leicht über dem Vorjahr lag, waren die Anleger nicht beeindruckt.

Das Unternehmen meldete auch einen Nettoverlust von 29 Mio. $, aber es war die Prognose für das dritte Quartal, die die Aktie wirklich abstürzen ließ. Opendoor rechnet mit einem starken Umsatzrückgang zwischen 800 und 875 Mio. $.

Das ist ein Rückgang von 36 % gegenüber dem Vorjahr und spricht Bände darüber, wie sehr der sich abkühlende Immobilienmarkt dem Geschäft schadet. Da die Hypothekenzinsen immer noch hoch sind und die Käufer an der Seitenlinie sitzen, bereitet sich das Unternehmen auf eine schwierige Phase vor.

Opendoor-Aktie: Margen runter, Zweifel rauf

Die Nerven der Anleger lagen während der Telefonkonferenz weiter blank, als CEO Carrie Wheeler das aktuelle Umfeld als "herausforderndes Makroumfeld" beschrieb und enthüllte, dass das Unternehmen seine Marketingausgaben kürzt, um die Liquidität zu schonen.

Sie sprach auch über den größeren Wandel von Opendoor von einer reinen Home-Flipping-Plattform zu einem "Product-to-Platform"-Modell, bei dem mehr mit Immobilienmaklern zusammengearbeitet wird, um seine Dienstleistungen zu erweitern.

Dieser Schwenk warf jedoch neue Bedenken auf, da große strategische Veränderungen wie diese oft mit Umsetzungsrisiken verbunden sind.

Auch die Zahlen trugen nicht viel dazu bei, die Ängste zu beruhigen. Opendoor meldete eine negative EBIT-Marge von 6,5 %, einen negativen operativen Cashflow von 279 Millionen US-Dollar und Verbindlichkeiten von über 1 Milliarde US-Dollar.

Darüber hinaus kämpft das Unternehmen darum, ein Delisting von der Nasdaq zu vermeiden. Eine Sonderabstimmung der Aktionäre über einen umgekehrten Aktiensplit, der darauf abzielte, den Aktienkurs über das Minimum der Nasdaq zu heben, wurde kürzlich auf den 27. August verschoben, was das Gefühl der Unsicherheit nur noch verstärkte.

Kurs nähert sich dem wichtigen Unterstützungsniveau

Auf der technischen Seite brachte der starke Rückgang von Opendoor auf rund 1,99 $ während der Sitzung das Unternehmen gefährlich nahe an ein wichtiges Unterstützungsniveau bei 1,87 $.

Momentum-Indikatoren bieten auch nicht viel Komfort, mit einem rückläufigen MACD und der Aktie, die sich an das untere Ende ihres Bollinger-Bandes schmiegt, deuten die Signale auf einen anhaltenden Abwärtsdruck hin.

In der Zwischenzeit deutet die himmelhohe implizite Volatilität am Optionsmarkt darauf hin, dass sich die Anleger auf weitere Turbulenzen einstellen. Im scharfen Gegensatz dazu gelang es anderen Immobilientechnologieunternehmen wie Zillow, sich stabil zu halten und an diesem Tag sogar bescheidene Gewinne zu erzielen.

Diese Spaltung zeigt, wie wackelig die jüngste Meme-getriebene Rallye von Opendoor war und wie viele Zweifel immer noch an seiner Fähigkeit bestehen, einen schwierigen Immobilienmarkt zu überstehen und gleichzeitig auf ein neues Geschäftsmodell umzuschwenken.