Wie lange würde es dauern, bis der S&P 500 die Marke von 10.000 Punkten überschreitet?

Wie lange würde es dauern, bis der S&P 500 die Marke von 10.000 Punkten überschreitet?
Wajeeh Khan
06. Aug. 2025, 16:46 PM
  • Adam Parker plädiert dafür, dass der S&P 100-Index die Marke von 10.000 Punkten überschreiten wird.
  • Hier ist der Grund, warum Parkers Prognose für 10.000 nicht besonders aggressiv ist.
  • US-Aktien haben in den letzten Monaten bereits um mehr als 25% zugelegt.

US-Aktien, wie sie durch den Benchmark-Index S&P 500 repräsentiert werden, haben sich seit Anfang April stark erholt – aber Adam Parker von Trivector glaubt, dass sich dieser Bullenmarkt bis zum Ende dieses Jahrzehnts erstrecken könnte.

Parker sieht eine anhaltende Dynamik im Leitindex, der in den nächsten fünf Jahren über die Marke von 10.000 Punkten steigen könnte, wie aus seinem jüngsten Forschungsbericht hervorgeht.

Während einige Anleger angesichts geopolitischer Bedrohungen, zollbezogener Risiken und Bewertungsbedenken vorsichtig bleiben, argumentiert Parker, dass das langfristige Setup tatsächlich ein anhaltendes Aufwärtspotenzial bei US-Aktien begünstigt.

Seine optimistische Einschätzung ist signifikant, wenn man bedenkt, dass sich der S&P 500-Index seit Ende 2020 bereits fast verdoppelt hat.

Was den S&P 500 bis 2030 auf 10.000 Punkte treiben könnte

Adam Parker bleibt langfristig optimistisch in Bezug auf US-Aktien , was vor allem auf eine Kombination aus struktureller Margenausweitung, KI-gesteuerten Produktivitätssteigerungen und robustem Gewinnwachstum zurückzuführen ist.

Ihm zufolge haben sich die 50 größten Unternehmen im S&P 500-Index, die für fast die Hälfte des Bruttogewinns verantwortlich sind, als widerstandsfähig gegenüber Inflation und Schocks in der Lieferkette erwiesen. Ein schwächerer Dollar, niedrigere Inputkosten und geringere Ausgaben im Zusammenhang mit der Logistik könnten die Erträge in naher Zukunft weiter stützen.

Mit Blick auf die Zukunft wird allgemein erwartet, dass künstliche Intelligenz sowohl Kosteneffizienzen als auch neue Einnahmequellen erschließen wird, insbesondere in den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen und Industrie.

Dieser Rückenwind, schrieb Parker, wird ein zweistelliges EPS-Wachstum aufrechterhalten und in Zukunft erhöhte Bewertungsmultiplikatoren rechtfertigen.

Kurz gesagt, die These des erfahrenen Investors dreht sich um die Ausweitung der Gewinnmargen und die Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Steigerung der Produktivität in allen Sektoren.

Annahmen zur Prognose des Niveaus von 10.000 Punkten im S&P 500

Interessanterweise hat Parker in seinem Forschungsbericht keine superaggressiven Annahmen getroffen.

Er modellierte lediglich ein Szenario, in dem der S&P 500 seine Gewinne mit einer annualisierten Rate von 10 % steigert und mit einem 22-fachen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gehandelt wird.

Parkers Forschung zeigt, dass eine Margenausweitung oft zu einer mehrfachen Expansion führt, insbesondere wenn die Produktivitätssteigerungen auf breiter Basis erfolgen. In einer Matrix von Ergebnissen hob er hervor, dass der Index selbst bei konservativeren Annahmen, einem EPS-Wachstum von 7 % und einem 20-fachen Multiplikator immer noch die Marke von 9.000 erreichen könnte.

Die Prognose von Trivector auf 10.000 hing von der anhaltenden Ertragsdynamik und der Bereitschaft der Anleger ab, einen Aufpreis für Qualität und Wachstum zu zahlen. Es ist ein bullischer Fall, der auf historischen Beziehungen zwischen Margen und Bewertung basiert.

Warum Parkers 10.000er-Ziel nicht besonders aggressiv ist

Auch wenn Parkers Prognose oberflächlich betrachtet aggressiv erscheinen mag, ist sie nicht ohne Präzedenzfall.

Der Leitindex hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdreifacht, und strukturelle Veränderungen in den Bereichen Technologie und Unternehmenseffizienz könnten einen weiteren Aufwärtstrend befeuern.

Es bestehen jedoch nach wie vor Risiken – Zinssätze, geopolitische Spannungen, Zölle und Bewertungsmüdigkeit –, aber die zugrunde liegenden Treiber des Gewinnwachstums scheinen intakt zu sein.

Für langfristige Anleger ist der Weg zum 10.000er weniger eine Frage des Timings als vielmehr eine Frage des Investierens in einen Markt, der sich ständig weiterentwickelt. Wenn Parkers Annahmen zutreffen, könnten sich die nächsten fünf Jahre als entscheidendes Kapitel in der Geschichte der US-Aktien erweisen.