SoftBank zielt mit OpenAI-Beteiligung und Chipkäufen im Wert von 32,7 Mrd. $ auf KI-Dominanz ab

SoftBank zielt mit OpenAI-Beteiligung und Chipkäufen im Wert von 32,7 Mrd. $ auf KI-Dominanz ab
Diya Poddar
11. Aug. 2025, 11:25 AM
  • Übernahme von Ampere Computing im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar geplant.
  • Der Wert von Arm steigt von 32 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 auf 145 Milliarden US-Dollar.
  • Investitionen in die Robotik gehen auf die Einführung von Pepper im Jahr 2014 zurück.

Masayoshi Son positioniert SoftBank im Zentrum des globalen Wettlaufs um künstliche Intelligenz und baut ein Portfolio auf, das Chipdesign, Infrastruktur, Software, Robotik und KI-Anwendungen umfasst.

Der japanische Investmentriese hat rund 4,8 Billionen Yen (32,7 Milliarden US-Dollar) in OpenAI investiert und kürzlich den Chipdesigner Ampere Computing für 6,5 Milliarden US-Dollar übernommen.

Diese Wetten bauen auf dem früheren Kauf von Arm im Jahr 2016 für 32 Milliarden US-Dollar auf, der jetzt mit über 145 Milliarden US-Dollar bewertet wird, da das Unternehmen darauf abzielt, die Hardware und das Ökosystem zu liefern, die das KI-Wachstum vorantreiben.

Die Strategie spiegelt eine langjährige Vision wider, die mehr als ein Jahrzehnt zurückreicht, um bei der maschinellen Intelligenz der nächsten Generation führend zu sein.

Ausbau der KI-Infrastruktur durch Chipdesign

Die Übernahme von Arm durch SoftBank im Jahr 2016 war der erste große Schritt in Richtung KI-Infrastruktur. Arm-basierte Designs treiben die meisten Smartphones an und werden zunehmend in KI-fokussierten Rechenzentren eingesetzt, einschließlich Systemen von Nvidia.

Der geplante Kauf von Ampere Computing erweitert die Präsenz von SoftBank im Bereich des kundenspezifischen Chipdesigns, einem kritischen Segment, da KI-Workloads spezialisierte Prozessoren erfordern.

Die derzeitige Marktkapitalisierung von 145 Milliarden US-Dollar unterstreicht die wachsende Rolle von Arm in der KI-Infrastruktur, während Ampere Chip-Funktionen in Serverqualität hinzufügen wird.

Aufbau eines diversifizierten KI-Portfolios

Über Halbleiter hinaus hat SoftBank stark in den gesamten KI-Stack investiert, unter anderem in Cloud-Dienste, Robotik, autonome Systeme und Unternehmenslösungen.

Die KI-Strategie des Unternehmens umfasst grundlegende Chips, Software und sektorspezifische Anwendungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Unternehmensdienstleistungen.

Der Vision Fund, der 2017 mit 100 Milliarden US-Dollar aufgelegt wurde, hat Unternehmen in den Bereichen Ride-Hailing, fahrerlose Autos und KI-gestützte Dienstleistungen unterstützt, mit Beteiligungen wie dem britischen selbstfahrenden Start-up Wayve.

Während einige Investitionen – darunter Uber und Didi – mit der Rentabilität zu kämpfen hatten, stimmten sie mit der frühen Erwartung von Son überein, dass KI zunächst die Mobilität verändern würde.

Von der Robotik bis zu großen Sprachmodellen

Sons Interesse an KI-Anwendungen geht auf die "Next 30-Year Vision" von SoftBank im Jahr 2010 zurück, als er über selbstlernende "Gehirncomputer" sprach. Im Jahr 2012 übernahm SoftBank die Kontrolle über Aldebaran und brachte 2014 den humanoiden Roboter Pepper auf den Markt.

Obwohl die Produktion im Jahr 2020 eingestellt wurde, sah Son in der Robotik einen langfristigen Wachstumstreiber. Sein derzeitiger Fokus hat sich auf generative KI und Denkmodelle verlagert.

Bereits 2019 wollte SoftBank in OpenAI investieren, doch Microsoft wurde zum wichtigsten Geldgeber. Bis 2025 umfasst das KI-lastige Portfolio des Vision Fund OpenAI und andere Unternehmen, die künstliche Superintelligenz bereitstellen wollen – eine Technologie, die laut Son innerhalb eines Jahrzehnts 10.000-mal intelligenter sein könnte als der Mensch.

Risiken in einem sich rasant wandelnden Markt

Der KI-Sektor bewegt sich in rasantem Tempo, und der Wettbewerb zwischen US-amerikanischen und chinesischen Tech-Giganten verschärft sich.

Jüngste Entwicklungen, wie z. B. das Argumentationsmodell des chinesischen Unternehmens DeepSeek, das trotz Exportbeschränkungen kostengünstiger als die US-Konkurrenten entwickelt wurde, zeigen, wie unerwartete Durchbrüche Marktführer ins Wanken bringen können.

Die Herausforderung für SoftBank besteht darin, Technologien zu unterstützen, die dominant bleiben werden, während sich die KI von ihren derzeitigen Anfängen hin zu künstlicher allgemeiner Intelligenz entwickelt.

Das Unternehmen behauptet, dass es sich noch in einem frühen Stadium des KI-Investitionszyklus befindet und darauf abzielt, die Führungsrolle im Bereich KI in seine langfristige Unternehmens-DNA einzubetten, um die Widerstandsfähigkeit in den nächsten 300 Jahren zu erreichen.