Trump verlängert China-Zollpause um 90 Tage: Bericht

Trump verlängert China-Zollpause um 90 Tage: Bericht
Ananthu C U
11. Aug. 2025, 21:40 PM
  • Trump verlängert Waffenstillstand zwischen den USA und China um 90 Tage, um die Angst vor einem Handelskrieg zu beruhigen und die Spannungen an den Märkten zu verringern.
  • Die Verlängerung gibt den USA und China Zeit, sich mit Seltenen Erden, dem Verkauf von KI-Chips und wichtigen Handelsstreitigkeiten zu befassen.
  • Die Märkte stabilisieren sich, da Trump Zollerhöhungen hinauszögert; Die Zuflüsse von Seltenerdmagneten aus China verbessern sich.

US-Präsident Donald Trump hat den Waffenstillstand der Vereinigten Staaten mit China um weitere 90 Tage verlängert, ein Schritt, der die Handelsbeziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt stabilisieren und die Ängste der Märkte vor einer erneuten Eskalation beruhigen soll.

Die Entscheidung, über die CNBC unter Berufung auf einen Beamten des Weißen Hauses berichtete, verschiebt das Auslaufen des bestehenden Waffenstillstands, der am Dienstag enden sollte.

Das im Mai erzielte Abkommen sah vor, dass beide Länder die Zollmaßnahmen zurückfahren und wichtige Exporte wieder aufnehmen, um die Spannungen abzubauen.

Im Rahmen des Abkommens wurden die US-Zölle auf chinesische Importe von einem Höchststand von 145 % auf 30 % gesenkt, während Peking die Zölle auf amerikanische Waren auf 10 % senkte und die Lieferungen von Seltenerdmagneten, die für US-Hersteller von entscheidender Bedeutung sind, wieder aufnahm.

Handelsgespräche und wirtschaftliche Auswirkungen

Die Verlängerung folgt auf eine vorläufige Einigung, die im vergangenen Monat in Schweden erzielt wurde, wo sich die Verhandlungsführer trafen, um die Bedingungen zu festigen.

US-Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vizepremier He Lifeng führten die Gespräche in Stockholm, die dritte Gesprächsrunde in weniger als drei Monaten.

Die Fortsetzung des Pakts bietet beiden Seiten Spielraum, um ungelöste Fragen anzugehen, darunter Zölle im Zusammenhang mit dem Fentanyl-Handel, chinesische Käufe von sanktioniertem Öl und US-Geschäftstätigkeiten in China.

Die Finanzmärkte haben in der Vergangenheit positiv auf Anzeichen von Fortschritten in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China reagiert.

Anfang des Jahres verunsicherten die verschärften Zollmaßnahmen beider Länder die globalen Investoren.

Die jüngste Entwicklung dürfte kurzfristig für Stabilität sorgen, auch wenn das Abkommen angesichts der geopolitischen Spannungen fragil bleibt.

Die Entscheidung könnte auch den Weg für ein mögliches Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Ende Oktober ebnen, das möglicherweise mit einer internationalen Veranstaltung in Südkorea zusammenfällt.

Streitigkeiten über Seltene Erden und Halbleiter

Ein Hauptaugenmerk der laufenden Gespräche lag auf dem Fluss von Seltenerdmagneten, die für Branchen von Elektrofahrzeugen bis hin zur Verteidigung unerlässlich sind.

Die Lieferungen aus China in die USA erholten sich im Juni auf 353 Tonnen, gegenüber nur 46 Tonnen im Mai, lagen aber immer noch unter dem Niveau vor der Kontrolle.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer äußerte sich vorsichtig optimistisch und wies darauf hin, dass Zusagen gemacht wurden, um die Lieferketten wieder auf ihre frühere Stabilität zu bringen.

Ein weiterer Brennpunkt bleibt der Halbleitersektor.

Nvidia Corp. und Advanced Micro Devices Inc. haben sich Exportlizenzen gesichert, indem sie sich bereit erklärt haben, 15 % bestimmter Umsatzerlöse aus dem Verkauf von KI-Chips aus China an die US-Regierung zu überweisen.

Trump hat auch gezeigt, dass er offen dafür ist, Nvidia den Verkauf eines abgespeckten KI-Chips an China zu erlauben, was ein Zeichen für potenzielle Flexibilität bei den Handelsbeschränkungen für High-Tech-Unternehmen ist.

Balance zwischen Handel und strategischem Wettbewerb

Während die Verlängerung die Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Handelsbereich signalisiert, bestehen unter den politischen Entscheidungsträgern in den USA nach wie vor Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit.

Kritiker warnen, dass die Lockerung der Beschränkungen für sensible Technologien die Bemühungen untergraben könnte, Chinas Fortschritte in kritischen Sektoren wie Verteidigung, Halbleitern und Batterietechnologie zu begrenzen.

Trotz dieser Bedenken scheinen sowohl Washington als auch Peking entschlossen zu sein, die Verhandlungen offen zu halten.

Die Aufrechterhaltung des Waffenstillstands unterstreicht die wirtschaftlichen Anreize auf beiden Seiten, ein gewisses Maß an Stabilität zu wahren und gleichzeitig einen breiteren strategischen Wettbewerb zu bewältigen.