Asiatische Märkte eröffnen: Nikkei erreicht Rekordhoch mit einem Plus von 2,5%, Sensex baut auf den Gewinnen vom Montag auf

Asiatische Märkte eröffnen: Nikkei erreicht Rekordhoch mit einem Plus von 2,5%, Sensex baut auf den Gewinnen vom Montag auf
Deepali Singh
12. Aug. 2025, 05:39 AM
  • Die asiatischen Märkte erholen sich, da die USA einen Waffenstillstand im Technologiekrieg mit China signalisieren.
  • Der japanische Nikkei 225 Index stieg um 2,5 % und erreichte damit ein neues Rekordhoch.
  • Präsident Trump verlängerte einen Zollstopp auf chinesische Waren bis zum 10. November.

Eine Welle der Erleichterung schwappte am Dienstag über die asiatischen Märkte und löste eine kräftige Rallye aus, die von Technologieaktien angeführt wurde, nachdem Präsident Donald Trump eine entscheidende Abschwächung des US-Technologiekriegs mit China signalisiert und einen wichtigen Waffenstillstand im Handel verlängert hatte.

Die Nachricht ließ die Anleger wieder in Scharen in Risikoanlagen strömen, in der Hoffnung, dass die beiden größten Volkswirtschaften der Welt sich von einer kostspieligen Konfrontation zurückziehen würden.

Am deutlichsten war der Optimismus in Japan, wo der Nikkei-225-Index mit einem Anstieg von unglaublichen 2,5 % auf ein neues Rekordhoch der herausragende Performer des Tages war.

In der gesamten Region kletterte der MSCI Asia Pacific Index um 0,5 %, da Chip-Aktien wie Advantest Corp. in die Höhe schossen. Die positive Stimmung wurde durch einen rosigen Ausblick von Micron Technology Inc. und die nachlassenden Spannungen bei Intel Corp. gestützt, was einen perfekten Sturm guter Nachrichten für den Halbleitersektor darstellte.

Ein Waffenstillstand im Tech-Krieg

Der Hauptauslöser der Rallye war die unerwartete Andeutung von Präsident Trump, dass er offen dafür wäre, der Nvidia Corp. zu erlauben, eine abgespeckte Version ihres fortschrittlichsten KI-Chips nach China zu verkaufen.

Dieser Olivenzweig trug dazu bei, die wachsende Angst vor eskalierenden Technologiesanktionen und den damit verbundenen schwerwiegenden Unterbrechungen der Lieferkette zu zerstreuen.

Der Schritt war mit einer formellen Verlängerung einer Pause bei den himmelhohen Zöllen auf chinesische Waren bis zum 10. November verbunden, um eine für Dienstag geplante Erhöhung abzuwenden. Diese doppelte Dosis Deeskalation sorgte für die dringend benötigte Stabilität in den Märkten.

Die Börsen in Mumbai sind bereit, sich der Rallye anzuschließen

Es wird erwartet, dass sich diese Welle des Optimismus auch auf indische Aktien auswirken wird. Die Benchmark-Indizes Nifty und Sensex werden am Dienstag positiv starten und auf dem starken Schwung eines starken Wochenauftakts aufbauen.

Gegen 8 Uhr morgens wurde GIFT Nifty um 26 Punkte oder 0,1 Prozent höher bei 24.597 gehandelt und signalisierte damit eine stetige Eröffnung der Inlandsmärkte.

Der positive Ausblick folgt auf eine Sitzung, in der die Bullen ein entscheidendes Comeback feierten. Am 11. August kletterten sowohl der Sensex als auch der Nifty jeweils um fast ein Prozent, angetrieben von robusten Käufen bei PSU-Bank-, Immobilien- und Autoaktien.

Diese Erholung führte dazu, dass die Anleger endlich die zollinduzierte Volatilität der Vorwoche abschüttelten, die den Nifty auf ein Dreimonatstief gezogen und dem Index die längste wöchentliche Verlustserie seit fünf Jahren beschert hatte.

Ein zerbrechlicher Frieden auf geliehener Zeit

Trotz der Feierlichkeiten schlummerte unter der Oberfläche ein Hauch von Vorsicht. Erfahrene Beobachter warnten, dass der Waffenstillstand zwar begrüßenswert, aber alles andere als dauerhaft sei. Die tiefsitzenden Konflikte zwischen den USA und China sind nicht gelöst, sondern nur aufgeschoben worden.

Da die unmittelbare Androhung von Zöllen aufgeschoben wurde, richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes nun stark auf den nächsten großen Test: die wichtigen US-Inflationsdaten, die am Dienstag anstehen.

Der Bericht wird voraussichtlich zeigen, dass der Kernverbraucherpreisindex, der die volatilen Lebensmittel- und Energiekosten ausklammert, im Juli um 0,3 % gestiegen ist. Dieser einzelne Datenpunkt hat ein immenses Gewicht, da er den Zinspfad der Federal Reserve stark beeinflussen wird.

"Die Reaktion des Marktes auf Überraschungen bei den Zahlen könnte übertrieben sein - vor allem, wenn ein deutlich höher als erwarteter VPI-Wert die Händler glauben lässt, dass die Fed die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung nicht senken wird", sagte Chris Larkin von ETrade von Morgan Stanley gegenüber Bloomberg.

Derzeit zeigen die Geldmärkte, dass die Händler zuversichtlich mehr als zwei Zinssenkungen bis Dezember eingepreist haben, mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 90 % für eine Senkung um einen Viertelpunkt im nächsten Monat.

Diese Überzeugung könnte erschüttert werden, wenn sich die Inflation als hartnäckiger als erwartet erweist und die Voraussetzungen für eine volatile Sitzung geschaffen werden.

Während der Markt die Inflationszahlen verdaut, wird er auch ein Auge auf Washington werfen, wo die Beamten bereits die stellvertretenden Fed-Vorsitzenden Michelle Bowman und Philip Jefferson sowie die Präsidentin der Dallas Fed, Lorie Logan, als mögliche Nachfolger für den Spitzenjob der Zentralbank im nächsten Jahr in Betracht ziehen.