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Selenskyjs Gespräche im Weißen Haus mit Trump: Was steht auf dem Spiel?

Selenskyjs Gespräche im Weißen Haus mit Trump: Was steht auf dem Spiel?
Devesh Kumar
18. Aug. 2025, 14:51 PM
  • Trump signalisiert seine Bereitschaft, ein Abkommen durchzusetzen, das an territoriale Zugeständnisse geknüpft ist, eine Haltung, die Putins Forderungen näher kommt.
  • Kiew strebt Sicherheitsgarantien nach NATO-Vorbild als einzigen glaubwürdigen Schutz gegen eine künftige russische Aggression an.
  • Die europäischen Staats- und Regierungschefs stehen an der Seite der Ukraine und wollen verhindern, dass Selenskyj in schmerzhafte Kompromisse hineingezogen wird.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Montag zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in Washington sein.

Es wird erwartet, dass sich die Diskussion um die Frage drehen wird, wie ein mögliches Friedensabkommen ausgearbeitet werden könnte, um den Krieg in der Ukraine endlich zu beenden.

Selenskyj wird nicht allein kommen. Neben ihm werden die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der britische Premierminister Keir Starmer, der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz anwesend sein.

Der Sinn eines Zusammenschlusses ist ziemlich klar, um zu zeigen, dass Europa mit der Ukraine eins ist.

Die Gespräche finden direkt nach Trumps jüngstem Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska statt. Dieses Treffen führte nicht zu einem Waffenstillstand, aber es bereitete den Boden für umfassendere Verhandlungen über ein mögliches Friedensabkommen.

Trump scheint nun zu einer umfassenderen Lösung zu tendieren, die territoriale Fragen beinhalten könnte, anstatt die Kämpfe einfach dort zu beenden, wo sie stehen.

Dieser Ansatz stimmt eher mit dem überein, was Putin gefordert hat, und er markiert eine wichtige Wende in der breiteren diplomatischen Anstrengung rund um den Krieg.

Treffen zwischen Selenskyj und Trump: Was uns erwartet

Einer der Knackpunkte ist, ob die Ukraine eine Art Sicherheitsgarantie bekommen kann, die wie Artikel 5 der NATO funktioniert, die Idee, dass andere Länder gezwungen wären, einzugreifen, wenn Russland erneut zuschlägt.

Das wird in Kiew als der einzige Weg angesehen, Moskau davon abzuhalten, es in Zukunft noch einmal zu versuchen.

Auf der anderen Seite wird erwartet, dass Trump sich auf Selenskyj stützen wird, wenn es um die Aufgabe von Land geht, wobei der Donbass wahrscheinlich die Diskussion dominieren wird, da Russland ihn seit Jahren für sich beansprucht und die Kämpfe dort nie wirklich aufgehört haben.

Er hat bereits klargestellt, dass die Krim und die NATO-Mitgliedschaft nicht einmal auf dem Tisch liegen, was auf ein Abkommen hindeutet, das von der Ukraine schmerzhafte territoriale Kompromisse verlangen würde, wenn Frieden erreicht werden soll.

Selenskyj könnte den Krieg "sofort" beenden: Trump

Trump hat angedeutet, dass Selenskyj den Krieg "fast sofort" beenden könnte, wenn er bestimmte Bedingungen akzeptiert, und verwies auf sein Drängen auf ein ausgehandeltes Abkommen.

Selenskyj hat jedoch wiederholt die Idee zurückgewiesen, zur Aufgabe von Territorium gezwungen zu werden.

Hier kommen die europäischen Staats- und Regierungschefs ins Spiel, denn ihre Anwesenheit soll seine Position stärken und es ihm erschweren, in eine Lösung getrieben zu werden, die die Souveränität der Ukraine beschneidet.

Es wird erwartet, dass Selenskyj die Notwendigkeit eines dauerhaften Friedens betonen und deutlich machen wird, dass er sich vor kurzfristigen Vereinbarungen oder Waffenstillständen hütet, die die Unabhängigkeit und Sicherheit der Ukraine auf lange Sicht nicht wirklich sichern.

Das Treffen beleuchtet auch das transatlantische Gesamtbild, einerseits zeigt es die starke Unterstützung des Westens durch die Anwesenheit europäischer Staats- und Regierungschefs, aber es spiegelt auch die Spannungen wider, die das Bündnis durchzogen haben.

Und die Tatsache, dass dieses Treffen auf eine schwierige frühere Begegnung zwischen Selenskyj und Trump folgt, fügt eine weitere Ebene hinzu, die entweder auf eine Verschiebung ihrer Beziehung oder zumindest auf die Bereitschaft hindeutet, sich wieder über den Krieg zu streiten.