Fabrinet-Aktie rutscht trotz gutem Quartal um 11% ab

Fabrinet-Aktie rutscht trotz gutem Quartal um 11% ab
Ananthu C U
19. Aug. 2025, 16:10 PM
  • Der Umsatz von Fabrinet im 4. Quartal erreicht 909,7 Mio. $, was einem Anstieg von 21% gegenüber dem Vorjahr entspricht, wobei der Gewinn je Aktie von 2,65 $ die Schätzungen übertrifft.
  • Aktien fallen trotz Rekordergebnissen um 11%, da Gegenwind bei den Margen die Vorsicht der Anleger auslöst.
  • Analysten behalten "Moderate Buy" für Fabrinet bei; Die Cloud- und HPC-Nachfrage treibt langfristiges Wachstum voran.

Der Aktienkurs von Fabrinet fiel am Dienstag stark, nachdem das optische und elektromechanische Fertigungsunternehmen seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht hatte.

Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 2,65 $ und übertraf damit die Prognose der Wall Street von 2,64 $ und einen Anstieg von 9,96% im Vergleich zu 2,41 $ pro Aktie im Vorjahr.

Auch der Umsatz übertraf mit einem Rekordwert von 909,7 Mio. $ die Erwartungen und übertraf damit die Analystenschätzungen von 883,06 Mio. $.

Dies entspricht einem Anstieg von 20,76 % gegenüber dem Vorjahr von 753,3 Mio. $.

CEO Seamus Grady führte die Leistung auf die "wachsende Nachfrage in allen Bereichen unseres Geschäfts" zurück.

Trotz der Gewinn- und Umsatzeinbrüche fielen die Aktien von Fabrinet am Dienstag um 11,86%, nachdem sie am Vortag um 0,81% gefallen waren.

Trotz des Ausverkaufs ist die Aktie seit Jahresbeginn um 30,83% und in den letzten zwölf Monaten um 24,52% gestiegen.

Prognose und Margendruck

Mit Blick auf die Zukunft gab Fabrinet eine Prognose für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 ab.

Das Management erwartet einen bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 2,75 und 2,90 US-Dollar und einen Umsatz zwischen 910 und 950 Millionen US-Dollar.

Die Mittelpunkte der Spannen – 2,82 US-Dollar pro Aktie und 930 Millionen US-Dollar Umsatz – stimmen eng mit den Erwartungen der Wall Street von 2,81 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 929,9 Millionen US-Dollar überein.

Chief Financial Officer Csaba Sverha warnte die Anleger vor kurzfristigen Herausforderungen und wies auf den "Druck auf die kurzfristige Bruttomarge" hin.

Nichtsdestotrotz bezeichnete er die Rekordleistung des Unternehmens im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2025 als positiven Indikator.

Das Unternehmen erwartet ein anhaltendes Wachstum in seinen Segmenten Telekommunikation, Datenkommunikation und High-Performance-Computing, bleibt jedoch vorsichtig in Bezug auf mögliche Margenbelastungen im Zusammenhang mit neuen Programmstarts und steigenden Kosten durch Leistungserhöhungen.

Mit einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate von 13 % über fünf Jahre und einer weitgehend positiven Haltung der Analysten zeigt Fabrinet ein starkes langfristiges Wachstumspotenzial.

Die starken Ergebnisse wurden durch die anhaltende Nachfrage im Cloud-Computing-Bereich unterstützt.

Fabrinet, das fortschrittliche Elektronik für Technologieunternehmen liefert, hält laut Grady derzeit rund 50 % des ausgelagerten Marktes für die Herstellung optischer Kommunikation.

Analystenmeinungen und Marktausblick

Die Analysten der Wall Street behalten eine allgemein positive Haltung gegenüber Fabrinet bei.

Das Konsensrating liegt bei "Moderate Buy", basierend auf vier Kaufempfehlungen und zwei Hold-Ratings in den letzten drei Monaten.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 334,80 $, was auf ein potenzielles Aufwärtspotenzial von 2,35% gegenüber dem aktuellen Niveau hindeutet.

Die Maklertätigkeit nach den Ergebnissen spiegelte sowohl Optimismus als auch Vorsicht wider.

Barclays hob sein Kursziel von 234 $ auf 329 $ an und stufte die Aktie mit "Equal Weight" ein.

Das Unternehmen kommentierte, dass "die optische Nachfrage weiterhin stark ist, da das High-Performance-Computing-Geschäft bis ins Geschäftsjahr 2026 hinein hochgefahren wird, selbst wenn die Datenkommunikation im ersten Quartal langsamer wird", so The Fly.

Unterdessen hatte ein Analyst von Rosenblatt zuvor hervorgehoben, dass Vertragsgewinne aus Amazon.com als Wachstumskatalysatoren im laufenden Geschäftsjahr, das im Juli begann, dienen könnten.

Die Kombination aus Rekordgewinnen, vorsichtigen Prognosen und Gewinnmitnahmen scheint die Anlegerstimmung kurzfristig belastet zu haben.

Die starke Marktposition von Fabrinet und die Abhängigkeit von langfristigen Wachstumstrends in den Bereichen Cloud Computing und optische Hochleistungskommunikation untermauern jedoch weiterhin einen konstruktiven langfristigen Ausblick.