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Der Rückgang des Technologiesektors belastet die Märkte, da sich die Anleger absichern

Der Rückgang des Technologiesektors belastet die Märkte, da sich die Anleger absichern
Ananthu C U
20. Aug. 2025, 17:14 PM
  • Der Nasdaq fiel um 1,8 % und verzeichnete damit den schlechtesten Tag seit dem 1. August, da Nvidia, Meta und Amazon die Märkte belasten.
  • Die Anleger kaufen QQQ-Put-Optionen, was auf eine steigende Nachfrage nach Abwärtsschutz im Technologiesektor hindeutet.
  • UBS bleibt optimistisch in Bezug auf KI auf lange Sicht und drängt trotz kurzfristiger Marktvorsicht auf ein ausgewogenes Engagement.

Technologieaktien zogen am Mittwoch die US-Aktien-Benchmarks nach unten, wobei starke Rückgänge bei mehreren der größten Namen des Sektors dazu führten, dass der Nasdaq Composite den stärksten Tagesrückgang seit fast drei Wochen verzeichnete.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die wichtigsten Durchschnitte in der Nähe von Rekordhochs bewegen, was darauf hindeutet, dass einige Anleger Gewinne von den größten Gewinnern dieses Jahres mitnehmen und gleichzeitig Schutz vor weiteren Abwärtsbewegungen suchen.

Technologieführer treiben den Niedergang voran

Die Aktien von Nvidia, Meta Platforms und Amazon gehörten zu den bemerkenswerten Nachzüglern und zogen den breiteren Markt nach unten.

Am Dienstag beendete der S&P 500 die Sitzung im Minus, während der Nasdaq Composite um 1,5% fiel. Der Nasdaq fiel am Mittwoch um 1,8% und verzeichnete damit die schlechteste Performance seit dem 1. August.

Auch nach dem Rückgang bleiben Nvidia und Meta mit einem Plus von 25 % bzw. 22 % im Jahresverlauf deutlich höher.

Der Technology Select Sector SPDR Fund (XLK), der Large-Cap-Tech-Aktien abbildet, fiel am Dienstag um 1,8 % und verzeichnete am Mittwoch einen Gewinn von 2,2 %, weist aber für 2025 bis heute immer noch einen Gewinn von 10,5 % auf.

Der Rückgang unterstreicht, wie schnell sich die Dynamik im wachstumsstarken Sektor drehen kann, insbesondere nach einem Jahr mit starken Anstiegen.

Für viele Anleger könnte die aktuelle Marktentwicklung den Wunsch widerspiegeln, Gewinne zu sichern und gleichzeitig das Engagement in einem Sektor neu zu bewerten, der einen Großteil der Gewinne des breiteren Marktes ausgetrieben hat.

Steigende Nachfrage nach Schutz vor Verlusten

Abgesehen von den unmittelbaren Rückgängen ist ein besorgniserregenderes Signal für einige Marktbeobachter der Anstieg der Nachfrage nach Absicherungen.

Jeff Jacobson, Head of Derivative Strategy bei 22V Research, wies auf eine signifikante Bewegung auf dem Optionsmarkt im Vorfeld des Ausverkaufs hin.

Der Put-Skew – ein Maß dafür, wie viel teurer Put-Optionen im Vergleich zu Call-Optionen sind – beim Invesco QQQ Trust, der den Nasdaq-100-Index abbildet, ist auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen.

Ein erhöhter Put-Skew spiegelt in der Regel die gestiegene Nachfrage nach Abwärtsschutz wider, was darauf hindeutet, dass sich die Anleger auf die Möglichkeit einer weiteren Schwäche bei Technologieaktien einstellen.

Jacobson merkte an, dass, wenn der Pullback über einen kurzfristigen Einbruch hinausgeht, der gleitende 200-Tage-Durchschnitt als wichtiges technisches Unterstützungsniveau für den QQQ dienen könnte.

Der Fonds schloss am Dienstag bei 569,28 $, während sein 200-Tage-Durchschnitt bei 515,93 $ liegt – ein Rückgang von etwa 9,4% gegenüber dem aktuellen Niveau.

UBS bleibt langfristig konstruktiv in Bezug auf KI

Trotz kurzfristiger Vorsicht bleibt UBS in Bezug auf den Technologiesektor, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI), weitgehend optimistisch.

In einer Mitteilung an die Kunden empfahlen die Strategen der Bank einen ausgewogenen Ansatz für das Engagement und nannten das starke Gewinnwachstum und das Fehlen von Anzeichen von Anlegereuphorie als Gründe für ihre konstruktive langfristige Haltung.

UBS betonte, dass die KI-Wertschöpfungskette – die Infrastruktur, Halbleiter und Anwendungen umfasst – weiterhin Chancen bietet.

Das Unternehmen schlug den Anlegern auch vor, Nachzügler innerhalb des Sektors in Betracht zu ziehen, die ein attraktiveres Risiko-Ertrags-Profil bieten könnten.

Für diejenigen, die sich Sorgen über eine erhöhte Volatilität machen, empfahl UBS strukturierte Anlagestrategien wie Kapitalerhalt und Put-Writing.

Diese Ansätze, so argumentierten sie, ermöglichen es den Anlegern, ihr Engagement in diesem Sektor aufrechtzuerhalten und gleichzeitig von kurzfristigen Marktschwankungen zu profitieren.