Invezz

US-Arbeitslosenanträge steigen an, da der Arbeitsmarkt vor Jackson Hole Risse aufweist

US-Arbeitslosenanträge steigen an, da der Arbeitsmarkt vor Jackson Hole Risse aufweist
Devesh Kumar
21. Aug. 2025, 15:41 PM
  • Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen um 11.000 auf 235.000 und erreichten damit den höchsten Stand seit zwei Monaten.
  • Der Vier-Wochen-Durchschnitt steigt auf 226.500, was auf einen allmählichen Anstieg der Entlassungen hindeutet.
  • Der Markt bleibt im Vorfeld der Fed-Sitzung in Jackson Hole und möglicher politischer Veränderungen vorsichtig.

Das US-Arbeitsministerium hat am Donnerstag seine wöchentlichen Arbeitslosenzahlen veröffentlicht.

Die Neuanträge stiegen in der Woche bis zum 16. August um 11.000 auf 235.000, der höchste Stand seit etwa zwei Monaten und etwas mehr als von Ökonomen erwartet.

Der Vier-Wochen-Durchschnitt stieg auf 226.500, was zeigt, dass die Entlassungen nur langsam zunehmen. Auch die Zahl der Menschen, die bereits Leistungen beziehen, stieg um 30.000 auf fast zwei Millionen, den höchsten Stand seit Ende 2021.

Die Zahlen zeigen, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verlangsamt, aber er hält sich immer noch recht gut.

Die Tatsache, dass mehr Menschen Sozialleistungen beziehen, zeigt, dass die Neueinstellungen im Moment nicht besonders stark sind, was ein Zeichen dafür ist, dass sich der Markt mit all der wirtschaftlichen Unsicherheit im Wandel befindet.

Das Beschäftigungswachstum hat sich verlangsamt, was mit den jüngsten Anpassungen der Lohn- und Gehaltszahlen des Bureau of Labor Statistics übereinstimmt, aber insgesamt sind die Anträge im Vergleich zu historischen Niveaus immer noch niedrig.

Die Ansprüche der Bundesbediensteten, die die Menschen nach einigen kürzlichen Entlassungen in der Regierung beobachtet haben, sind etwas zurückgegangen, was ein gemischtes Bild davon vermittelt, was wirklich passiert.

Marktreaktion auf Daten zu den Arbeitslosenanträgen

Die Arbeitslosenanträge in den USA sind in dieser Woche gestiegen, und sowohl Investoren als auch politische Entscheidungsträger behalten dies genau im Auge.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt verlangsamen könnte, aber es gibt noch keinen großen Anstieg der Entlassungen. Ökonomen sind nach wie vor vorsichtig optimistisch, dass das Wachstum anhalten kann.

Die Fed wird dies nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn wenn die Forderungen weiter steigen, könnte dies ein Überdenken ihrer Zinspläne zur Eindämmung der Inflation erzwingen.

Die Anträge bewegen sich immer noch zwischen 200.000 und 250.000 pro Woche, eine Spanne, die seit der Erholung nach der Pandemie als ziemlich normal gilt.

Einige Analysten sehen dies als Teil einer breiteren, anhaltenden Verschiebung auf dem Arbeitsmarkt, wie z. B. veränderte Erwerbsquoten, sektorale Anpassungen und dergleichen.

Die Märkte schwankten nicht wild, aber die Stimmung tendierte vorsichtig. Die Anleger wägen ihre Sorgen über die Konsumausgaben, die Unternehmensgewinne und die Inflation ab und behalten gleichzeitig den globalen wirtschaftlichen Druck im Auge.

Da das Symposium in Jackson Hole vor der Tür steht, fügt der Zeitpunkt dieses Berichts eine weitere Ebene der Faszination hinzu, da alle Hinweise auf den Arbeitsmarkt die Erwartungen für das, was die Fed als nächstes tut, beeinflussen könnten.

Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass die Arbeitslosenanträge in der Nähe des aktuellen Niveaus schwanken werden. Einige Ökonomen gehen davon aus, dass sie bis 2026 auf etwa 210.000 sinken könnten, wenn sich der Arbeitsmarkt stabilisiert.

Aber die anhaltenden Schäden nehmen schleichend zu, was darauf hindeutet, dass der Markt etwas schwächer werden könnte, bevor eine echte Erholung einsetzt.

Alles in allem zeigen die Daten einen Markt, der sich behauptet, aber nicht ohne Stress.

Für politische Entscheidungsträger und Wirtschaftsführer ist es eine Erinnerung daran, wachsam zu bleiben, da sich die Dinge schnell ändern können und diese heikle Phase der Wirtschaft wenig Raum für Selbstzufriedenheit lässt.