Indiens Goldnachfrage steigt vor den Feiertagen, auch wenn sich die Preise erholen

  • Die indische Goldnachfrage stieg aufgrund der Bevorratung der Juweliere für bevorstehende Festivals.
  • Die Händler zahlen jetzt Prämien für Gold, eine Abkehr von früheren Abschlägen, was auf ein knapperes Angebot hindeutet.
  • Die chinesische Goldnachfrage ist stabil mit niedrigeren Prämien, während andere asiatische Märkte unterschiedliche Preise aufweisen.

In Indien stieg die Nachfrage nach physischem Gold in dieser Woche leicht an, obwohl sich die Preise erholten.

Dieser Nachfrageanstieg wurde in erster Linie dadurch angetrieben, dass die Juweliere ihre Lagerbestände im Vorfeld der bevorstehenden Weihnachtszeit auffüllten, so Reuters in einem Bericht.

Dies steht im Gegensatz zu der allgemein gedämpften Aktivität, die auf anderen Märkten zu beobachten ist, was einen einzigartigen saisonalen Anstieg auf dem indischen Goldmarkt hervorhebt.

Auf dem indischen Markt sahen sich die Goldhändler in jüngster Zeit mit einer deutlichen Verschiebung der Preisdynamik konfrontiert.

Ihnen wurde ein Aufschlag von bis zu 4 Dollar pro Unze über den offiziellen Inlandspreisen berechnet.

Diese Prämie enthielt eine Einfuhrabgabe von 6 % und eine zusätzliche Umsatzsteuer von 3 %, wodurch sich die Gesamtmehrkosten auf 9 % beliefen.

Diese aktuelle Preisgestaltung steht in krassem Gegensatz zu den Angeboten der Vorwoche, bei denen eine viel größere Bandbreite von einem Rabatt von 2 US-Dollar bis zu einer Prämie von 3 US-Dollar aufwies.

Steigende Festivalnachfrage

Der Übergang von einem potenziellen Abschlag zu einer konstanten Prämie deutet auf ein knapperes Angebot oder eine erhöhte Nachfrage auf dem indischen Goldmarkt hin.

Dieser Aufwärtsdruck auf die Preise für die Händler könnte sich letztendlich in höheren Kosten für die Verbraucher niederschlagen, was sich auf den gesamten Goldverbrauch in der Region auswirken würde.

Ein in Chennai ansässiger Edelmetallhändler wurde in dem Bericht zitiert:

Die bevorstehenden Dussehra- und Diwali-Feste, beides sehr bedeutende kulturelle Veranstaltungen in Indien, sind für Oktober dieses Jahres geplant.

Diese Feste gelten traditionell als außergewöhnlich günstige Zeiten für den Kauf von Gold, eine Praxis, die tief in der hinduistischen Mythologie und im kulturellen Glauben verwurzelt ist.

Es wird angenommen, dass der Kauf von Gold in diesen Zeiten Wohlstand und Glück bringt und negative Energien abwehrt, was ihn zu einem kraftvollen Ritual für viele Haushalte im ganzen Land macht.

Am Freitag bewegten sich die inländischen Goldpreise um 102.000 Rupien pro 10 Gramm und lagen damit leicht unter dem Rekordhoch von 102.250 Rupien, das Anfang des Monats erreicht wurde.

"Gold steckt seit drei Monaten bei rund 100.000 Rupien fest, und die Käufer gewöhnen sich endlich daran - sie kommen langsam wieder auf den Markt", sagte ein in Mumbai ansässiger Edelmetallhändler einer Privatbank gegenüber Reuters.

Asiatische Märkte

Auf dem chinesischen Festland, einem wichtigen Verbrauchermarkt für Gold, wurde beobachtet, dass Edelmetalle auf einem Preisniveau gehandelt wurden, das dem globalen Benchmark-Spotpreis entsprach oder leicht darüber lag.

Konkret reichte die Prämie dem Bericht zufolge von einem Nennwert (keine Prämie) bis zu einem Maximum von 5 US-Dollar pro Unze über dem internationalen Spotpreis.

Diese Preisdynamik deutet auf ein relativ stabiles Nachfrageumfeld im Vergleich zur Vorwoche hin, in der die Händler deutlich höhere Prämien verlangten, in der Regel zwischen 3 und 8 US-Dollar pro Unze.

Die Senkung der Prämie deutet auf eine mögliche Abschwächung des unmittelbaren Nachfragedrucks oder eine Erhöhung des verfügbaren Angebots auf dem chinesischen Markt hin.

"Das Volumen an der Shanghai Gold Exchange war glanzlos, mit nur geringer Beteiligung von Spekulanten und Kleinanlegern", wurde Bernard Sin, Regionaldirektor für Großchina bei MKS PAMP, in dem Bericht zitiert.

"Das Volumen an der Shanghai Gold Exchange war glanzlos, mit nur geringer Beteiligung von Spekulanten und Kleinanlegern", wurde Bernard Sin, Regionaldirektor für Großchina bei MKS PAMP, in dem Bericht zitiert.

In der Zwischenzeit wurde Gold in Hongkong und Japan zum Nennwert verkauft, wobei ein in Tokio ansässiger Händler feststellte, dass japanische Goldbarren auf dem Niveau der Spotpreise gehandelt wurden. In Singapur wurde Gold mit einem Aufschlag von 2,50 $ verkauft.