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Gold fällt trotz Kriegsrisiken: Hat 100-Dollar-Öl das Zufluchtsverhalten neu geschrieben?

Gold fällt trotz Kriegsrisiken: Hat 100-Dollar-Öl das Zufluchtsverhalten neu geschrieben?
Devesh Kumar
24. Juli 2026, 08:16 AM

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Gold verkaufen (XAU/USD)

Gold wird verkauft, weil der Öl‑Schock über $100 die Inflation wiederbelebt und die Zinserwartungen nach oben treibt, wodurch die Nachfrage als sicherer Hafen kurzfristig begrenzt wird. Taktisch bleiben: XAU/USD verkaufen/shorten, solange es unter $4,100 liegt; Ziel ist ein erneuter Test von $3,980 und anschließend das untere Ende der Spanne $3,980–$4,170. Der Artikel nennt $4,000 als Anker, doch wiederholte Misserfolge, Ausbrüche zu halten, deuten darauf hin, dass Rallys zurückgenommen werden.

Kernrisiko: Öl kühlt schnell ab und die Märkte preisen eine Verschiebung hin zu Zinssenkungen ein, wodurch Gold $4,100 zurückerobern und darüber halten könnte.

Platin & Palladium verkaufen (PLD/USD, PALL/USD)

Platin und Palladium hinken bereits hinterher, und der Energieschock belastet das gesamte Edelmetallsegment. Auf die relative Schwäche setzen: PLD/USD und PALL/USD bei Stärke verkaufen, mit Ziel Wochenverluste, da Anleger aus Metallen abwandern, die stärker auf Wachstums‑/industrielle Nachfragesorgen in Verbindung mit höheren Energiekosten reagieren.

Kernrisiko: Eine breite Risk‑off‑Bewegung (oder ein starker Rückgang der Renditen) kehrt das Bild um und löst defensive Käufe aus, die Platin und Palladium schneller steigen lassen könnten als Gold.

  • Gold hält sich bei rund $4,030, da Käufer die entscheidende Unterstützungszone bei $4,000 verteidigen.
  • Brent nahe $100 belebt Inflationsrisiken vor dem Fed-Treffen nächste Woche.
  • Silber legt diese Woche zu, während Platin und Palladium weiterhin unter Druck stehen.

Gold setzte am Freitag seinen Rückgang fort, nachdem Brent-Öl über $100 pro Barrel gestiegen war, was die Inflationssorgen wieder aufleben ließ und den Ausblick für die Zinspolitik vor dem Federal Reserve-Treffen in der kommenden Woche verkomplizierte.

Spotgold rutschte bis 0333 GMT um 0,4% auf $4,030.09 je Unze und liegt damit mehr als $130 unter dem zweiwöchigen Höchststand vom Mittwoch.

Die August-Futures fielen um den gleichen Betrag auf $4,033.20.

Gold steuerte weiterhin auf einen moderaten Wochengewinn von 0,4% zu, doch die scharfe Kehrtwende zeigte, dass Anleger nicht bereit sind, dem Metall hinterherzujagen, solange Öl, Anleiherenditen und geldpolitische Erwartungen steigen.

Die $4,000-Marke zieht weiterhin Käufer an

Die wiederholten Erholungen um $4,000 deuten darauf hin, dass dieses Niveau zu einem wichtigen kurzfristigen Anker geworden ist.

Brian Lan, Geschäftsführer von GoldSilver Central, sieht größere Käufer zurückkehren, wann immer die Preise sich dieser Schwelle nähern oder kurz darunter fallen, wodurch das Metall in einer breiten Spanne von etwa $3,980 bis $4,170 gefangen bleibt.

Diese Spanne fängt auch die Spannung am Markt ein.

Geopolitische Unsicherheit stützt weiterhin die Nachfrage nach defensiven Anlagen, doch das Edelmetall hat Schwierigkeiten, Ausbrüche zu halten, da höhere Energiekosten das Argument für eine straffere Geldpolitik stärken.

Ein anhaltender Rückgang unter $3,980 würde die jüngste Erholung schwächen, während eine Rückkehr über $4,100 erforderlich wäre, um stärkere Aufwärtsdynamik wiederherzustellen.

Brents Ausbruch ändert die Inflationsabwägung

Brent schloss am Donnerstag bei $100.69, nachdem er um rund 7% gestiegen war, sein stärkster Schlusskurs seit zwei Monaten und die erste Notierung über $100 seit Mai.

Die Rally folgte auf Angriffe der Huthi auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer und Präsident Donald Trumps Warnung vor weiteren militärischen Vergeltungsmaßnahmen gegen den Iran und seine Verbündeten.

Die Eskalation erhöht das Risiko von Störungen sowohl bei Bab el‑Mandeb als auch in der Straße von Hormus, zwei Routen, die für den globalen Energiefluss zentral sind.

Selbst ohne eine vollständige Sperrung können längere Fahrten, höhere Versicherungsprämien und eine eingeschränktere Tankerverfügbarkeit in Treibstoff‑ und Frachkosten durchschlagen.

Das ist ein ungünstiger Hintergrund für Gold. Das Edelmetall kann über längere Zeiträume gegen Inflation absichern, hat aber kurzfristig oft Probleme, wenn Anleger erwarten, dass Zentralbanken mit höheren Zinsen reagieren.

Geldpolitisches Risiko begrenzt den Wochengewinn

Die Fed tagt am 28.–29. Juli und es wird allgemein erwartet, dass die Zinsen unverändert bleiben.

Die Märkte sehen jedoch etwa eine ein Drittel Chance für eine unmittelbare Anhebung, während bis September bereits mindestens eine weitere Anhebung erwartet wird, da Öl die Inflationserwartungen nach oben treibt.

Die Europäische Zentralbank beließ ihren Einlagenzins am Donnerstag bei 2,25% und behielt einen datenabhängigen, Sitzung‑für‑Sitzung‑Ansatz bei, wodurch den Politikern Raum bleibt, erneut zu straffen, falls die Energiekosten die Inflation hoch halten.

Silber fiel um 0,7% auf $57.29, blieb jedoch auf Kurs für einen Wochengewinn von 2,5%.

Platin und Palladium gaben nach und steuerten auf Wochenverluste zu, was unterstreicht, wie der Energieschock das breitere Edelmetallsegment unter Druck setzt.