Hormuz öffnet wieder – warum rasen die Ölpreise trotzdem auf 100 $ zu?

KI-Sentiment: 78/100 Bullisch
Diese Bewertung wird durch eine KI-gestützte Analyse des Artikelinhalts erzeugt.
Unterstützt von
Kauf von Brent‑Rohöl‑Futures (oder Brent‑CFD/ETN). Selbst mit der Wiederöffnung des Hormuz zeigt der Artikel, dass der Markt weiterhin eine geopolitische Prämie einpreist: US‑Eskorten verhindern ein Zusammenbrechen der Durchsätze, sind jedoch fragil, und iranische Angriffe auf US‑Stützpunkte könnten den Verkehr schnell wieder stören. Da Brent >$96 notiert und auf die stärksten Wochengewinne seit Mitte Juli zusteuert, stützen Momentum und Bestandssituation (Bestände rückläufig) einen Schub in Richtung ~$100.
Kernrisiko: Ein anhaltender, messbarer Anstieg des Durchsatzes in Hormuz (nahe Vorkriegsniveau) kombiniert mit dem Ausbleiben weiterer Angriffe auf Energieinfrastruktur, wodurch die Prämie verschwindet und Brent in Richtung der $70s zurückfällt.
Kauf von US‑Diesel‑Exposures (NYMEX ULSD‑Futures). Diesel ist die schwächste Stelle: Die Preise erreichten ein Rekordhoch von ~$5.82/gal, die Destillatbestände sind niedrig, und der Markt ist angesichts von Erntezeit und Winterheizung verwundbar. Selbst wenn sich Rohöl stabilisiert, kann Diesel gefragt bleiben, da Störungen bei Raffinerien/Produkten (Ukraine/Russland und Belastungen der Routen im Nahen Osten) den Produktmarkt verknappen.
Kernrisiko: Ein schneller Wiederaufbau der Destillatbestände oder ein rasches Nachlassen der Raffinerie‑/Produktstörungen, das die Dieselknappheit aufhebt und die Preise nach unten drückt.
- Brent bleibt über $96, da US‑Iran‑Spannungen die globalen Angebotsrisiken hoch halten.
- WTI bleibt über $92, da US‑Eskorten im Hormuz die akute Furcht vor Störungen mindern.
- US‑Diesel erreicht Rekord $5.82, da Raffinerieausfälle das Kraftstoffangebotsrisiko verschärfen.
Die Ölpreise stiegen am Freitag: Brent blieb über $96 pro Barrel und WTI über $92, da erneute Kämpfe zwischen den USA und Iran die Hinweise übertrafen, dass Washington mehr Rohöl durch die Straße von Hormus passieren lassen konnte.
Brent gewann 0.6% auf $96.06 je Barrel im asiatischen Handel, während West Texas Intermediate um 0.9% auf $92.10 zulegte.
Beide Benchmarks steuerten auf ihre stärksten Wochengewinne seit Mitte Juli zu, Brent mit einem Plus von 7.6% und WTI mit 10.4%. Die Rallye zeigt wie schnell das geopolitische Risiko zurückgekehrt ist, trotz Bemühungen, den Schiffsverkehr im Golf zu stabilisieren.
Hormuz‑Eskorten mildern die unmittelbare Versorgungsangst
Die größte Beruhigung kam aus der Straße von Hormus, wo das US‑Militär am Dienstag 40 Handelsschiffe mit etwa 18 Millionen Barrel Öl durch das Fahrwasser eskortierte.
Das war das höchste Tagesvolumen, das seit Beginn des Konflikts durch die Meerenge bewegt wurde.
US‑Streitkräfte griffen während der Operation außerdem Raketen und Drohnen ab. Die Eskorte deutet darauf hin, dass Washington zumindest Teile der Route auch bei intensiven militärischen Aktivitäten funktionsfähig halten kann, wodurch das Risiko eines plötzlichen Einbruchs der Golf‑Exporte reduziert wird.
Doch die Verbesserung ist fragil. Vor dem Konflikt flossen etwa 20 Millionen Barrel pro Tag durch die Straße von Hormus, während die US Energy Information Administration schätzte, dass die Durchsätze im zweiten Quartal wegen der Störung des Schiffsverkehrs im Schnitt nur 4.9 Millionen Barrel pro Tag betrugen.
ANZ Research‑Analysten, zitiert vom Wall Street Journal, erklärten, erneute iranische Angriffe auf US‑Stützpunkte in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten könnten die Erholung des Hormuz‑Verkehrs untergraben.
Das lässt in Brent und WTI eine beträchtliche geopolitische Prämie verbleiben.
Kriegsrisiko stützt Brent in der Nähe von $100
Neue US‑Schläge gegen den Iran in dieser Woche stellten die schärfste Eskalation seit Juli dar, während israelische Drohungen gegen iranische Infrastruktur Händler wachsam gegenüber der Möglichkeit von Schäden an Energieanlagen hielten.
Capital Economics, zitiert vom Wall Street Journal, erwartet, dass Brent bis zum Jahresende $100 je Barrel erreicht, bevor es bis Ende 2027 auf etwa $70 zurückgeht.
Die Prognose spiegelt erhöhte kurzfristige Angebotsrisiken wider, selbst wenn sich der Markt schließlich normalisiert.
Auch die US‑Bestände stützen den Markt. Laut EIA sanken die kommerziellen Rohölbestände in der Woche zum 28. August auf 424.5 Millionen Barrel, rund 4.5 Millionen Barrel weniger als in der Vorwoche.
Einige Analysten sehen weiterhin Spielraum für einen Preisrückgang, falls sich die Schiffsflüsse weiter verbessern.
Der Stratege von Julius Baer, Norbert Rücker, sagte gegenüber Barron’s, dass stärker als befürchtete globale Bestände und ein besserer Hormuz‑Verkehr das Öl im Laufe von 2026 zurück in die $70er bringen könnten.
Dieselknappheit erhöht den Druck zusätzlich
Der Rohölmarkt ist nur ein Teil der Angebotsgeschichte. US‑Dieselpreise erreichten am Donnerstag mit $5.820 pro Gallone ein Rekordhoch und übertrafen damit den bisherigen Höchststand vom Juni 2022.
Der Anstieg spiegelt eine Verknappung des globalen Produktemarkts wider, da ukrainische Angriffe russische Raffinerien stören und die Instabilität im Nahen Osten die Versorgungswege belastet.
Niedrige Destillatbestände haben den Markt verwundbar gemacht, während die Erntezeit und die Heizsaison auf der Nordhalbkugel bevorstehen.
Das hält die Inflationsrisiken erhöht, selbst wenn die Rohölpreise nicht weiter steigen.

Kann Gold über 4.500 $ steigen, wenn US-Arbeitsdaten September-Zinserwartungen auslöschen?

Warum liegt Gold wieder über $4,400 – und könnten die Payrolls es weiter antreiben?

Rohölpreis-Prognose: Iran verschärft Angriffe auf Kuwait

Öl nähert sich 100 $ nach US‑Iran‑Schlägen: Was treibt den Preis weiter?

Warum Gold trotz neuer US‑Iran‑Angriffe fällt: Kommt nun $4.000?
Keine Ergebnisse gefunden
Artikel werden geladen...
Failed to load articles. Please try again.