Fünf Sektoren, die Warren Buffett auch im Jahr 2025 meidet

Fünf Sektoren, die Warren Buffett auch im Jahr 2025 meidet
Wajeeh Khan
01. Sept. 2025, 22:05 PM
  • Buffett meidet Fluggesellschaften, Elektrofahrzeuge und Biotech-Unternehmen und begründet dies mit der schwachen Wirtschaftlichkeit und den Risiken.
  • Seine Strategie setzt auf dauerhafte Burggräben, Preissetzungsmacht und stetige Cashflows.
  • Kommodifizierte Sektoren sind nach wie vor tabu, was Berkshires frühe Lektionen widerspiegelt.

Die ikonische Warnung des legendären Investors Warren Buffett aus seinem Aktionärsbrief von 1983 – er verglich große Reinvestitionen in schwache Branchen mit dem "Kampf im Treibsand" – bleibt ein Eckpfeiler der Kapitaldisziplin von Berkshire Hathaway.

Im Jahr 2025, wenn der spekulative Eifer an die globalen Märkte zurückkehrt, bietet Buffetts Weigerung, strukturell fehlerhaften Sektoren hinterherzujagen, ein ernüchterndes Gegengewicht.

Sein Ansatz favorisiert dauerhafte Burggräben, konsistente Cash-Generierung und Branchenstrukturen, die Zurückhaltung ebenso belohnen wie Selektion. Hier sind fünf Sektoren, die er weiterhin meidet – und warum.

Fluggesellschaften: große Höhe, geringe Renditen

Buffetts kurzer Flirt mit Airline-Aktien in den späten 2010er Jahren endete abrupt während der COVID-19-Krise, und seine Skepsis hat nicht nachgelassen.

Die Aktien von Fluggesellschaften werden nach wie vor von Überkapazitäten, volatilen Treibstoffkosten und begrenzter Preissetzungsmacht geplagt.

Selbst im Jahr 2025, wenn sich der Reiseverkehr erholt und die Fluggesellschaften Effizienzsteigerungen anpreisen, sieht Buffett die Wirtschaftlichkeit der Branche als grundlegend zerrüttet.

Die Fixkosten sind hoch, der Wettbewerb ist hart und die Margen sind hauchdünn. "Das Problem ist nicht das Management", sagte er einmal. "Es ist die Branche." Für Berkshire ist der Himmel immer noch tabu.

Biotech und Pharma: Komplexität ohne Klarheit

Trotz ihres Innovationspotenzials erfüllen Biotech- und Pharmaaktien selten Buffetts Kriterien für Vorhersehbarkeit und dauerhaften Vorteil.

Medikamentenpipelines sind teuer und unsicher, regulatorische Hürden sind hoch und die Cashflows sind oft binär – sie hängen von Zulassungen oder Patentklippen ab.

Im Jahr 2025, wenn KI-gesteuerte Wirkstoffforschung und Gentherapien an Bedeutung gewinnen, ist das "Orakel von Omaha" immer noch nicht überzeugt.

Er bevorzugt Unternehmen mit klarer Ertragstransparenz und langfristiger Preissetzungsmacht – und keine Moonshots mit wissenschaftlichen Risiken und undurchsichtiger Wirtschaftlichkeit.

Elektrofahrzeuge: Hype um Burggraben

Buffetts Meidung von EV-Herstellern, einschließlich Tesla Inc., spiegelt sein Unbehagen gegenüber Sektoren wider, die eher von Innovationszyklen als von strukturellen Vorteilen angetrieben werden.

EV-Aktien sind einem brutalen Wettbewerb, hohen F&E-Kosten und ungewisser Rentabilität ausgesetzt. Während Berkshire über seine Energiebeteiligungen in der Batterietechnologie und Ladeinfrastruktur engagiert ist, hält es sich von den Autoherstellern selbst fern.

Aus Buffetts Sicht ähnelt der Wettlauf um die Skalierung von Elektrofahrzeugen einem kapitalintensiven Sprint ohne garantierten Sieger – ein klassisches Treibsand-Szenario.

Early-Stage-Tech: Wachstum ohne Leitplanken

Buffett hat sich lange dagegen gewehrt, in Tech-Startups in der Frühphase zu investieren, und begründet dies mit dem Mangel an dauerhaften Burggräben und unvorhersehbaren Geschäftsmodellen.

Im Jahr 2025, wenn Risikokapital in KI, Fintech und das Metaverse fließt, bleibt Berkshire an der Seitenlinie.

Apple bleibt zwar eine Kernbeteiligung, aber es ist die Ausnahme – nicht die Regel. Buffett bevorzugt Unternehmen mit einem fest verankerten Kundenstamm und Preissetzungsmacht, nicht solche, die Geld verbrennen, um zu skalieren. "Wir investieren nicht hoffnungsbasiert", sagte er.

Massenproduktion und Handel mit niedrigen Margen

Warren Buffetts ursprüngliche Investition in das Textilgeschäft von Berkshire Hathaway – und sein letztendlicher Ausstieg – lehrten ihn eine bleibende Lektion: Kommodifizierte Sektoren mit schwacher Preissetzungsmacht und ständigem Reinvestitionsbedarf vermehren das Kapital selten.

Im Jahr 2025 gilt diese Logik immer noch für den margenschwachen Einzelhandel und die Grundstoffproduktion. Diese Branchen sind mit unerbittlichem Wettbewerb, schrumpfenden Margen und wenig Raum für Differenzierung konfrontiert.

Buffetts Playbook bevorzugt Unternehmen, die die Preise erhöhen können, ohne Kunden zu verlieren – und nicht solche, die allein durch das Volumen ums Überleben kämpfen.