Trump bekräftigt seine Unterstützung für Robert Kennedy inmitten der Turbulenzen in der Impfpolitik

Trump bekräftigt seine Unterstützung für Robert Kennedy inmitten der Turbulenzen in der Impfpolitik
Utkarsh Roshan
06. Sept. 2025, 15:49 PM
  • Trump unterstützt Kennedy trotz Gegenreaktionen auf die Impfpolitik und Gesundheitsrisiken.
  • Experten für öffentliche Gesundheit warnen, dass eine reduzierte Impfung zu größeren Ausbrüchen führen könnte.
  • Überparteiliche Abgeordnete kritisieren Kennedys Führung während der angespannten Anhörung im Kongress.

Präsident Donald Trump hält an seiner Unterstützung für Robert F. Kennedy Jr. fest, den US-Gesundheitsminister, dessen Politik die Herangehensweise des Landes an Impfstoffe neu gestaltet, trotz des wachsenden Drucks des Kongresses und der Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit.

Seit er die Leitung des Gesundheitsministeriums übernommen hat, hat Kennedy die Mittel für die Impfstoffforschung gekürzt, den Zugang zu COVID-19-Impfungen eingeschränkt und den Leiter der Centers for Disease Control and Prevention abgesetzt.

Experten des öffentlichen Gesundheitswesens sagen, dass diese Entscheidungen weitreichende Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Nation haben könnten.

Sie warnen auch davor, dass ein Ausbruch von Infektionskrankheiten, der mit reduzierten Impfraten verbunden ist, Trump politisch schaden könnte.

Das Weiße Haus bleibt standhaft

Trump hat Kennedy weiterhin öffentlich unterstützt.

In einem Gespräch mit Reportern im Weißen Haus am Donnerstag, nachdem Abgeordnete Kennedy bei einer Kongressanhörung befragt hatten, beschrieb Trump den Minister als jemanden mit unkonventionellen, aber wertvollen Ansichten.

Der Präsident sagte, Kennedy sei "anders" in der Art und Weise, wie er Gesundheitsfragen angehe, und betonte, dass er diese Perspektive zu schätzen wisse.

Ein Beamter des Weißen Hauses sagte, Trump und Kennedy stünden in regelmäßigem Kontakt, wenn auch nicht so häufig wie der Präsident mit anderen Kabinettsmitgliedern.

Der Beamte merkte an, dass Trump zwar Kennedys starke Ansichten zu bestimmten Themen nicht teile, aber dem Urteil des Gesundheitsministers vertraue und ihn stets unterstützt habe.

Politische Bindungen und Ernennungen

Trump ernannte Kennedy zum Leiter des Gesundheitsministeriums, nachdem er die Unterstützung der von Kennedy inspirierten Bewegung "Make America Healthy Again" erhalten hatte.

Bevor er in die Trump-Regierung eintrat, strebte Kennedy kurzzeitig sowohl als Demokrat als auch als Unabhängiger die Präsidentschaft an, bevor er seinen Wahlkampf aussetzte und Trump unterstützte.

Im Dezember versuchte Trump, die Bedenken über Kennedys langjährige Kritik an Impfstoffen herunterzuspielen.

Damals sagte der designierte Präsident, Kennedy werde im Amt wahrscheinlich weniger radikal sein als erwartet und beschrieb ihn als "aufgeschlossen".

Das Narrativ über den Impfstoff

Kennedys Ansatz fiel bereits mit bedeutenden politischen Schritten auf der Ebene der Bundesstaaten zusammen.

Die Staats- und Regierungschefs Floridas kündigten diese Woche Pläne an, alle staatlichen Impfvorschriften abzuschaffen, auch die für Schulkinder.

Trump schien sich vorsichtig zu zeigen, als er nach dem Schritt gefragt wurde, und verwies auf den Erfolg historischer Impfstoffe wie der Polio-Impfung und betonte die Notwendigkeit sorgfältiger Entscheidungen über Ausnahmen.

Umfragen zeigen, dass die parteipolitische Kluft in Bezug auf das Vertrauen in Impfstoffe zunimmt.

Eine Umfrage von Reuters/Ipsos ergab, dass 75 % der Demokraten im Mai sagten, dass Impfstoffe gegen Krankheiten wie Masern, Mumps und Röteln für Kinder "sehr sicher" seien, gegenüber 64 % im Jahr 2020.

Im Gegensatz dazu sank der Anteil der Republikaner, die Impfstoffe als "sehr sicher" einstuften, von 57 Prozent vor fünf Jahren auf 41 Prozent in diesem Jahr.

Kennedys Führung wurde während einer umstrittenen Anhörung im Kongress am Donnerstag sowohl von Demokraten als auch von Republikanern scharf kritisiert.

Abgeordnete beider Parteien äußerten sich besorgt über seinen Umgang mit der Impfpolitik, was das Unbehagen widerspiegelt, das seine Amtszeit im gesamten politischen Spektrum hervorgerufen hat.