Warum es sich trotz Aufnahme in den SandP 500 nicht lohnt, Robinhood-Aktien zu kaufen

Warum es sich trotz Aufnahme in den SandP 500 nicht lohnt, Robinhood-Aktien zu kaufen
Wajeeh Khan
08. Sept. 2025, 04:58 AM
  • Robinhood-Aktien werden am 22. September Teil des SandP 500.
  • Die Aufnahme in einen Index führt oft zu einem massiven Anstieg der Nachfrage nach einer Aktie.
  • Aber HOOD-Aktien sind es immer noch nicht wert, in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 gekauft zu werden.

Robinhood Markets Inc (NASDAQ: HOOD) ist in den letzten Sitzungen gestiegen, nachdem bekannt wurde, dass es am 22. September Caesars Entertainment im Benchmark-Index SandP 500 ersetzen wird.

Die Anleger jubeln der HOOD-Aktie vor allem deshalb zu, weil die Aufnahme in den Index automatische Käufe von passiven Fonds auslöst – was zu einem bemerkenswerten Anstieg der Nachfrage führt, der oft zu Kursgewinnen führt.

Offensichtlich markiert die Aufnahme in den Index einen wichtigen Meilenstein für das Retail-Brokerage, das einst den Handelswahn der Pandemie-Ära symbolisierte.

Dennoch wird Anlegern aus mehreren Gründen empfohlen, bei Robinhood-Aktien vorsichtig zu sein. Einige von ihnen werden im Folgenden besprochen.

Die Robinhood-Aktie ist bereits perfekt bewertet

Die HOOD-Aktie https://invezz.com/de/erfahrungen/robinhood/ trotz der Indexaufnahme unattraktiv bleiben, vor allem aufgrund von Bewertungsbedenken. Die Fintech-Aktie strebt derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 66 an – was deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt.

Tatsächlich übertrumpft es sogar den Multiplikator einiger der Top-KI-Aktien, einschließlich Nvidia, der zum Zeitpunkt des Schreibens nur bei 41 liegt. Dies deutet darauf hin, dass die Robinhood-Aktie in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 nahezu perfekt bewertet sein wird.

Die Premium-Bewertung spiegelt aggressive Annahmen über zukünftiges Wachstum, Margenausweitung und Krypto-Wiederaufleben wider.

Während sich die Aufnahme in den Index oft als bedeutender Katalysator für eine Aktie erweist, sollten Anleger beachten, dass die HOOD-Aktie bereits um rund 150% gegenüber ihrem April-Tief gestiegen ist, was darauf hindeutet, dass ein Großteil des Optimismus auf dem aktuellen Niveau bereits in sie eingebrannt ist.

Passive Fondszuflüsse aus der Aufnahme in den SandP 500 mögen kurzfristige Unterstützung bieten, aber sie ändern nichts an der zugrunde liegenden Mathematik. Auf dem aktuellen Niveau lässt Robinhood wenig Spielraum für Fehler – und noch weniger für positive Überraschungen.

Warum es sich sonst nicht lohnt, HOOD-Aktien zu besitzen?

Anleger sollten Vorsicht walten lassen, wenn sie sich mit Robinhood-Aktien auf dem aktuellen Niveau eindecken, auch weil das Geschäftsmodell des Finanztechnologieunternehmens nach wie vor anfällig für behördliche Kontrollen und Produktkonzentrationen ist.

Die jüngste Klage gegen die Regulierungsbehörden von Nevada und New Jersey wegen Veranstaltungsverträgen unterstreicht die anhaltenden Spannungen mit den staatlichen Behörden.

In der Zwischenzeit macht der Kryptohandel trotz Expansion und schnellem Wachstum immer noch nur ein Fünftel des Gesamtgeschäfts von HOOD aus. In der Zwischenzeit sieht sich das Optionshandelsgeschäft mit regulatorischem Gegenwind und zyklischen Risiken konfrontiert.

Im Gegensatz zu diversifizierten Brokern ist Robinhood aufgrund seiner Abhängigkeit von einer engen Produktpalette und einer privatkundenorientierten Nutzerbasis anfällig für plötzliche Stimmungs- oder Politikwechsel. Die Aufnahme in den SandP 500 schützt ihn nicht vor diesen strukturellen Fragilitäten.

Darüber hinaus ist die Finanzdienstleistungsbranche weithin für ihre gesunden Dividendenrenditen bekannt, aber auch in der zweiten Jahreshälfte fehlt der HOOD-Aktie diese Attraktivität.

Die Meinung der Wall Street zur Robinhood-Aktie

Anleger sollten auch beachten, dass die Wall-Street-Unternehmen auch bei der HOOD-Aktie kein signifikantes Aufwärtspotenzial mehr sehen.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bleibt das Konsensrating für Robinhood-Aktien bei "moderater Kauf", aber das mittlere Ziel von etwa 115 $ deutet laut Barchart auf ein Aufwärtspotenzial von nur 6,0% hin.

Kurz gesagt, während passive Fondszuflüsse nach der Aufnahme in den SandP 500 oft Rückenwind bringen, sollten langfristige Anleger vorsichtig sein, dem Momentum hinterherzujagen.