Nvidia und OpenAI erwägen Investitionen in Rechenzentren in Großbritannien in Höhe von mehreren Milliarden Dollar: Bericht

Nvidia und OpenAI erwägen Investitionen in Rechenzentren in Großbritannien in Höhe von mehreren Milliarden Dollar: Bericht
Diya Poddar
12. Sept. 2025, 14:29 PM
  • Es wird erwartet, dass Nvidia-CEO Jensen Huang Trump während seines Besuchs in Großbritannien begleitet.
  • Regierungen auf der ganzen Welt konkurrieren darum, KI-Unternehmen anzuziehen, um die inländischen Kapazitäten zu erhöhen.
  • Großbritannien positioniert sich inmitten eines starken globalen Wettbewerbs als Drehscheibe für die KI-Entwicklung.

Nvidia und OpenAI befinden sich in Gesprächen, um ein großes Infrastrukturprojekt für künstliche Intelligenz in Großbritannien in Zusammenarbeit mit dem Cloud-Computing-Unternehmen Nscale zu unterstützen, wie aus einem CNBC-Bericht hervorgeht.

Die potenzielle Investition, die Milliarden von Dollar wert sein könnte, ist Teil eines wachsenden globalen Vorstoßes zur Entwicklung "souveräner" KI-Fähigkeiten.

Die Gespräche sind noch im Gange und es wurde noch kein Abkommen abgeschlossen, aber es wird erwartet, dass das Abkommen während des bevorstehenden Staatsbesuchs von US-Präsident Donald Trump in Großbritannien bekannt gegeben wird.

Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Länder zunehmend versuchen, die Abhängigkeit von ausländischer Dateninfrastruktur zu verringern und sichere inländische Kapazitäten für die KI-Entwicklung aufzubauen.

Großbritannien bereitet sich auf die Ankündigung von KI-Investitionen während Trumps Besuch vor

Die Diskussionen zwischen Nvidia, OpenAI und Nscale befinden sich nach wie vor in einer heiklen Phase.

In dem Bericht heißt es, dass die Gespräche zwar noch andauern, aber noch kein Vertrag unterzeichnet wurde.

Die Parteien bereiten sich jedoch auf eine mögliche Ankündigung bereits in der kommenden Woche vor, die mit dem Staatsbesuch von Präsident Trump in Großbritannien zusammenfällt.

Es wird erwartet, dass auch der Vorstandsvorsitzende von Nvidia, Jensen Huang, den Präsidenten bei diesem Besuch begleiten wird, was die Bedeutung des Projekts sowohl auf politischer als auch auf unternehmerischer Ebene signalisiert.

Anfang dieses Jahres beschrieb Huang Großbritannien als einen "unglaublichen Ort für Investitionen" und hob hervor, was er als "Goldlöckchen-Umstand" für die Entwicklung der Technologieinfrastruktur im Land bezeichnete.

Solche Äußerungen unterstreichen das anhaltende Interesse von Nvidia, Großbritannien als Zentrum für KI-Forschung und -Entwicklung zu positionieren.

Souveräne KI und globaler Wettbewerb um Infrastruktur

Die potenzielle Investition ist eng mit dem Konzept der "souveränen KI" verbunden, das weltweit zu einem zentralen politischen Schwerpunkt geworden ist.

Der Begriff bezieht sich auf die Strategie, inländische Datenverarbeitungskapazitäten aufzubauen, um sicherzustellen, dass die Nationen bei kritischen Technologien nicht von ausländischen Akteuren abhängig sind.

Regierungen in Europa, Asien und Nordamerika beschleunigen ähnliche Bemühungen, da KI zunehmend Wirtschaftswachstum, Sicherheit und Innovation unterstützt.

Die Fähigkeit Großbritanniens, Zusagen von Unternehmen wie Nvidia und OpenAI zu gewinnen, spiegelt den wachsenden Wettbewerb zwischen den Ländern um die Sicherung von Rechenzentren der nächsten Generation wider.

Diese Einrichtungen sind entscheidend für das Training und den Einsatz großer KI-Systeme, die eine enorme Rechenleistung erfordern.

Das Projekt mit Nscale würde zur Bereitschaft der britischen Infrastruktur beitragen und im Einklang mit dem Bestreben der Regierung stehen, Großbritannien als führend im Bereich KI zu etablieren.

Die Industrie konzentriert sich auf Großbritannien als KI-Hub

Nvidia, das mit Billionen von Dollar bewertet wird, hat seine internationalen Investitionen stetig ausgeweitet, und Großbritannien hat sich zu einem wichtigen Teil seiner globalen Strategie entwickelt.

Anfang dieses Jahres signalisierte Huang die Absicht von Nvidia, seine Präsenz in Großbritannien auszubauen, und betonte den starken Talentpool und das regulatorische Umfeld des Landes.

Die Gespräche verdeutlichen auch, wie das Vereinigte Königreich versucht, hochkarätige Partnerschaften zu nutzen, um seine Position im globalen KI-Rennen zu stärken.

Da andere Länder Anreize bieten, um KI-Führungskräfte anzuziehen, sieht sich Großbritannien der Konkurrenz aus Europa, Asien und Nordamerika ausgesetzt.