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Saudi-Arabien unterzeichnet strategischen Verteidigungspakt mit Pakistan

Saudi-Arabien unterzeichnet strategischen Verteidigungspakt mit Pakistan
Ananthu C U
17. Sept. 2025, 21:35 PM
  • Saudi-Arabien und Pakistan unterzeichnen einen gegenseitigen Verteidigungspakt, um die regionale Abschreckung zu stärken.
  • Golfstaaten stellen die Zuverlässigkeit der USA in Frage, nachdem Israel Hamas-Führer in Katar angegriffen hat.
  • Riad diversifiziert die Sicherheitsbeziehungen und balanciert gleichzeitig die Beziehungen zu Indien und den USA aus.

Saudi-Arabien hat mit Pakistan einen neuen Pakt zur "strategischen gegenseitigen Verteidigung" geschlossen, der Riads Absicht signalisiert, seine Sicherheitsbündnisse zu diversifizieren und die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu verringern.

Das Abkommen kommt zu einer Zeit erhöhter Instabilität am Golf nach Israels Raketenangriffen auf Hamas-Führer in Katar, eine Entwicklung, die die Golfstaaten verunsichert hat, die traditionell auf Washingtons Sicherheitsgarantien angewiesen sind.

Eine Verschiebung der Sicherheitsausrichtung am Golf

Ein hochrangiger saudischer Beamter bestätigte gegenüber der Financial Times, dass der Pakt mit Pakistan das Bekenntnis zur kollektiven Abschreckung unterstreiche, und erklärte: "Aggression gegen den einen ist Aggression gegen den anderen."

Der Beamte beschrieb das Abkommen als ein umfassendes Verteidigungsabkommen, das den Einsatz aller defensiven und militärischen Mittel ermöglicht, die je nach Bedrohung als notwendig erachtet werden.

Riad informierte Washington über das Abkommen, nachdem es unterzeichnet worden war, aber der Schritt unterstreicht das wachsende Unbehagen der Golfstaaten über die Unberechenbarkeit der US-Politik und die Besorgnis über Israels zunehmend durchsetzungsfähige Militäraktionen in der Region.

Israels Angriffe auf Doha – einen der wichtigsten Nicht-Nato-Verbündeten Washingtons und Heimat einer US-Militärbasis – haben die Befürchtungen sowohl über das amerikanische Engagement als auch über Israels Verhalten in der Region verstärkt.

Langjährige Beziehungen zu Pakistan, ausgewogene Beziehungen zu Indien

Die Entscheidung Saudi-Arabiens, die Sicherheitsbeziehungen mit Pakistan zu formalisieren, baut auf einer langjährigen Beziehung auf, die sowohl militärische Zusammenarbeit als auch finanzielle Unterstützung umfasst.

Die Golfstaaten, darunter Riad, haben eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der pakistanischen Wirtschaft in Krisenzeiten gespielt.

Gleichzeitig unterhält Saudi-Arabien bedeutende wirtschaftliche Beziehungen zu Pakistans Rivalen Indien.

Riad ist einer der größten Öllieferanten Indiens und hat in den letzten Jahren engere bilaterale Beziehungen gepflegt.

Die Balance zwischen diesen beiden Beziehungen unterstreicht die Komplexität der saudi-arabischen Außenpolitik, insbesondere da das Land bestrebt ist, seinen regionalen Einfluss zu stärken und gleichzeitig globale Partnerschaften aufrechtzuerhalten.

Saudische Beamte betonten, dass das Königreich weiterhin der Nichtverbreitung von Atomwaffen verpflichtet sei, ein Punkt, der im Zusammenhang mit den nuklearen Fähigkeiten Pakistans als wesentlich angesehen wird.

Der Beamte wies darauf hin, dass das Abkommen seit über einem Jahr vorbereitet werde und auf "zwei bis drei Jahren" Gesprächen aufbaue.

Auswirkungen des Gaza-Konflikts auf die Regionalstrategie

Saudi-Arabien hatte zuvor ein breiteres strategisches Abkommen mit Washington angestrebt, in der Hoffnung, einen formellen Verteidigungspakt und eine nukleare Zusammenarbeit zu sichern.

Es wurde erwartet, dass ein solches Abkommen dem Königreich den Weg zur Normalisierung der diplomatischen Beziehungen mit Israel ebnen würde.

Diese Pläne scheiterten jedoch nach dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023, der den anhaltenden Krieg in Gaza auslöste.

Seitdem hat sich Riads Haltung gegenüber der Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verhärtet, wobei Kronprinz Mohammed bin Salman Israel des Völkermords beschuldigte und eine Normalisierung bis zur Gründung eines palästinensischen Staates ausschloss.

Der Kronprinz verurteilte Israels Angriff auf Doha als "brutale Aggression", die eine koordinierte arabische, islamische und internationale Reaktion erfordere.

Analysten weisen darauf hin, dass die Golfstaaten zwar weiterhin von den USA als wichtigstem Verteidigungspartner abhängig sind, der jüngste Pakt mit Pakistan jedoch die Bereitschaft Riads unterstreicht, eine Diversifizierung seiner Sicherheitsvorkehrungen zu prüfen.

Das Abkommen könnte auch als Signal an Washington und Tel Aviv dienen, dass Saudi-Arabien bereit ist, seine Optionen in einer zunehmend unsicheren regionalen Landschaft zu erweitern.