Trump und Starmer enthüllen US-Investitionen in Höhe von 150 Milliarden Pfund in Großbritannien

Trump und Starmer enthüllen US-Investitionen in Höhe von 150 Milliarden Pfund in Großbritannien
Diya Poddar
18. Sept. 2025, 13:52 PM
  • Trump und Starmer enthüllen US-Investitionen in Höhe von 150 Milliarden Pfund in britische Technologie-, Energie- und Biowissenschaften.
  • Großbritannien sichert sich große US-Unternehmensgeschäfte, erhält aber keine Erleichterung bei den Stahl- und Aluminiumzöllen.
  • Die Staats- und Regierungschefs betonen die Zusammenarbeit zwischen KI und sauberer Energie und vermeiden gleichzeitig Streitigkeiten über Gaza und Handel.

Donald Trumps zweiter Staatsbesuch in Großbritannien ging am Donnerstag in die hochrangige Diplomatie über, als er gemeinsam mit Premierminister Keir Starmer in Chequers ein US-Investitionspaket im Wert von 150 Milliarden Pfund vorstellte.

Die Verpflichtungen, die sich auf Technologie, Energie und Biowissenschaften erstrecken, werden als Erneuerung der besonderen Beziehung zwischen den beiden Nationen dargestellt.

Der Besuch, der von zeremoniellen Veranstaltungen mit König Charles auf Schloss Windsor und einem Staatsbankett geprägt ist, wird genutzt, um die globale Zusammenarbeit hervorzuheben, während innenpolitische Kontroversen im Hintergrund bleiben.

USA und Großbritannien sichern Technologie-, Energie- und Life-Sciences-Deals

Reuter's berichtet, dass im Mittelpunkt der Investitionszusagen ein Technologiepakt steht, an dem führende amerikanische Unternehmen wie Microsoft, Nvidia, Google und OpenAI beteiligt sind.

Es wird erwartet, dass diese Unternehmen in den nächsten Jahren zusammen 31 Mrd. £ in Bereichen wie künstliche Intelligenz, Quantencomputing und zivile Kernenergie beitragen werden.

Neben der Technologie erstrecken sich weitere Abkommen über den Energie- und den Life-Sciences-Sektor, was Beamte als strategischen Impuls für Großbritannien als Ziel für US-Kapital bezeichnen.

Trotz der groß angelegten Deals haben Beamte signalisiert, dass es unwahrscheinlich ist, dass Großbritannien weitere Erleichterungen bei den Zöllen auf Stahl und Aluminium erhalten wird.

Starmer betont stattdessen den breiteren wirtschaftlichen Wert dieser Abkommen und stellt Großbritannien als mit amerikanischen Interessen in kritischen Industrien verbunden dar.

Balance zwischen Anlagegewinnen und heiklen Themen

Starmers unmittelbare Herausforderung besteht darin, die Aufmerksamkeit auf die gesicherten Investitionsgeschäfte zu lenken und nicht auf umstrittene Themen wie die britischen Online-Sicherheitsgesetze oder ihre Position zu Israel.

Für Trump bietet der Besuch eine Gelegenheit, den Wert enger Beziehungen zu Starmer zu unterstreichen und gleichzeitig seine Regierung als Unterstützer globaler Partnerschaften darzustellen.

Nur wenige Stunden vor dem Treffen am Donnerstag äußerte sich Trump zu Problemen im US-Fernsehen und unterstützte die Suspendierung des Late-Night-Moderators Jimmy Kimmel nach Äußerungen über den konservativen Aktivisten Charlie Kirk.

Starmer nutzt den Besuch, um in einer Zeit innenpolitischer Herausforderungen eine starke internationale Haltung zu zeigen.

Der britische Premierminister sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt, die anhaltende israelische Offensive in Gaza während der Gespräche mit Donald Trump anzusprechen.

Während der US-Präsident seine Frustration über Israels Luftangriffe auf Hamas-Führer in Katar zum Ausdruck gebracht hat, hat er im Großen und Ganzen seine Unterstützung für Premierminister Benjamin Netanjahu aufrechterhalten.

Trump hat auch die europäischen Regierungen für die Anerkennung eines palästinensischen Staates kritisiert und argumentiert, dass der Schritt effektiv "die Hamas belohnt", obwohl er hinzufügte, dass er nichts dagegen habe, dass Premierminister Starmer seine eigene Haltung darlege.

Analysten stellen fest, dass beide Staatsoberhäupter greifbare Gewinne aus der Partnerschaft anstreben – Trump, indem er die Vorteile der bilateralen Beziehungen präsentiert, und Starmer, indem er Großbritannien als wichtiges Ziel für amerikanisches Investitionskapital positioniert.

Fokus auf zukünftige Zusammenarbeit

Die Chequers-Gespräche schließen eine Reihe von Ereignissen ab, die die historische Bindung zwischen den USA und Großbritannien stärken und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf moderne Prioritäten wie KI und saubere Energie lenken sollen.

Während seit langem bestehende Handelsprobleme wie Metallzölle ungelöst bleiben, wurde der Schwerpunkt auf sektorübergreifende Investitionen und Zusammenarbeit gelegt.

Durch die Kanalisierung amerikanischer Unternehmensgelder in den britischen Technologie-, Energie- und Life-Sciences-Sektor signalisieren beide Regierungschefs die praktischen Schritte, die unternommen werden, um die besondere Beziehung mit dem heutigen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld in Einklang zu bringen.