Aktienkurs von Scholastic stürzt nach schwachen Ergebnissen des ersten Quartals um 13% ab

Aktienkurs von Scholastic stürzt nach schwachen Ergebnissen des ersten Quartals um 13% ab
Ananthu C U
19. Sept. 2025, 20:34 PM
  • Der Aktienkurs von Scholastic sinkt um 13,6%, nachdem die Gewinne und der Umsatz im 1. Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt haben.
  • Der Umsatz sank um 4,9 % auf 225,6 Mio. $, während der Umsatz mit Education Solutions um 28 % zurückging.
  • Trotz der Verfehlungen bestätigt Scholastic die Prognose für das GJ26 und strebt eine Erholung im Frühjahr an.

Die Aktien des Bildungsverlags- und Medienunternehmens Scholastic (NASDAQ: SCHL) fielen am Freitag stark und fielen um 13,6%, nachdem das Unternehmen schwächer als erwartete Ergebnisse für das erste Quartal gemeldet hatte.

Die Leistung verfehlte die Schätzungen der Wall Street sowohl für den Umsatz als auch für den Gewinn und überschattete in einigen Bereichen die ansonsten stabile Prognose und das Segmentwachstum.

Umsatz- und Gewinnverfehlen belasten Stimmung

Scholastic erzielte im Quartal einen Umsatz von 225,6 Mio. $, was einem Rückgang von 4,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen der Analysten zurück und spiegelte die allgemeine Schwäche in einigen der Kerngeschäftsbereiche des Unternehmens wider.

Der bereinigte Verlust pro Aktie weitete sich auf 2,52 $ aus und verfehlte damit sowohl die Konsensprognosen als auch die Leistung des Vorjahres.

Auch die Rentabilität des Unternehmens verschlechterte sich, da die operativen Margen schrumpften und der Cash-Burn im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich anstieg.

Scholastic übertraf zwar die Erwartungen für das bereinigte EBITDA und gab eine Prognose für das Gesamtjahr ab, die leicht über den Marktprognosen lag, aber diese positiven Aspekte reichten nicht aus, um die Enttäuschung über die Umsatz- und Gewinnentwicklung auszugleichen.

Entwicklung der Geschäftsfelder

Der Rückgang des Gesamtumsatzes war in erster Linie auf die Schwäche des Geschäftsbereichs Education Solutions von Scholastic zurückzuführen, der um 28 % auf 40,1 Mio. $ zurückging.

Das Management führte den Rückgang auf die geringere Nachfrage nach ergänzenden Lehrplanmaterialien und den Zeitpunkt der Einnahmen aus staatlichen Programmen zurück.

Die Schwäche unterstreicht die allgemeine Unsicherheit bei der Finanzierung der Schulbezirke, da die Distrikte wichtige Anschaffungen aus Sorge um die zukünftige Budgetverfügbarkeit priorisieren.

Entertainment Solutions schnitt ebenfalls unterdurchschnittlich ab und der Umsatz sank um 18 % auf 13,6 Mio. $.

Im Gegensatz dazu verzeichnete der Geschäftsbereich Kinderbuchverlag und -vertrieb von Scholastic einen Anstieg von 4 % gegenüber dem Vorjahr auf 109,4 Millionen US-Dollar, der von der anhaltenden Verbrauchernachfrage getragen wurde.

Das Segment International verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 4 % auf 59,4 Mio. US-Dollar.

Trotz kurzfristiger Herausforderungen bestätigte Scholastic seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 und prognostiziert ein Umsatzwachstum von 2 % bis 4 % und ein bereinigtes EBITDA zwischen 160 und 170 Mio. $.

Das Management betonte die Bedeutung der Frühjahrssaison, in der stärkere Ergebnisse erwartet werden, was die zweite Hälfte des Geschäftsjahres zu einer entscheidenden Zeit für das Unternehmen macht.

Marktreaktion und allgemeiner Ausblick

Das schwache Quartal löste eine ausgeprägte Marktreaktion aus, wobei die Aktien um 13,6% auf 23,80 $ fielen.

Die negative Reaktion folgt auf einen optimistischeren Marktton Anfang des Monats, als Scholastic um 5% zulegte, nachdem es von den Analysten der Wall Street ein positives Konsensrating erhalten hatte.

Das Unternehmen hält derzeit ein "Buy"-Konsensrating von drei Finanzanalysten, was Vertrauen in sein längerfristiges Wachstumspotenzial trotz kurzfristiger Volatilität signalisiert.

Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs von Scholastic um 15,3% gestiegen, obwohl die Aktie derzeit 25,7% unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 32,04 $ liegt, das im September 2024 erreicht wurde.

Die Herausforderungen, vor denen Scholastic steht, spiegeln den breiteren Gegenwind für bildungsorientierte Anbieter wie Wiley John and Sons (NYSE: WLY) und Pearson (NYSE: PSO) wider, die beide auch auf dem Markt für ergänzende Lehrpläne tätig sind.

Da die Schulbudgets unter Druck stehen, sehen sich die Unternehmen in diesem Sektor mit anhaltender Unsicherheit konfrontiert.

Für Scholastic deutet die bestätigte Prognose darauf hin, dass das Management weiterhin zuversichtlich ist, sich im Frühjahr zu erholen, aber die Anleger werden genau beobachten, ob diese Erwartungen erfüllt werden.