Die US-H-1B-Visumgebühr gilt nur für neue Antragsteller und verringert den Druck auf die indische IT

Die US-H-1B-Visumgebühr gilt nur für neue Antragsteller und verringert den Druck auf die indische IT
Diya Poddar
22. Sept. 2025, 08:52 AM
  • Die Gebühr ist einmalig, nicht jährlich, was die Bedenken hinsichtlich der Kontinuität zerstreut.
  • Der indische IT-Sektor erwirtschaftet 57 % des Umsatzes mit US-Kunden.
  • Indische Unternehmen investieren über 1 Milliarde US-Dollar in die Einstellung und Ausbildung von lokalen US-Unternehmen.

Die Vereinigten Staaten haben bestätigt, dass eine neue Gebühr von 100.000 US-Dollar für H-1B-Visa nur für neue Anträge gilt, nicht für bestehende Inhaber oder Verlängerungen.

Die Klarstellung, die vom Weißen Haus angekündigt wurde, nachdem Präsident Donald Trump die Anklage vom Sonntag verhängt hatte, hat Indiens 283 Milliarden Dollar schweren IT-Sektor entlastet.

Die Branche hatte Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Gebühr auf die Geschäftskontinuität geäußert, da mehr als die Hälfte ihres Umsatzes an den US-Markt gebunden ist.

Indiens Top-Tech-Lobby Nasscom sagte, das Update trage dazu bei, die Unsicherheit zu verringern und den Unternehmen Zeit zur Vorbereitung zu geben.

Klarstellung des Weißen Hauses zur H-1B-Gebühr

Die neue H-1B-Visumgebühr in Höhe von 100.000 US-Dollar gilt nur für neue Anträge, die ab dem nächsten Zyklus im Jahr 2026 eingereicht werden. Das Weiße Haus bestätigte, dass bestehende Visuminhaber und diejenigen, die eine Verlängerung beantragen, nicht betroffen sein werden.

Es wurde auch klargestellt, dass es sich bei der Gebühr um eine einmalige Zahlung und nicht um eine jährliche Abgabe handelt. Mit dieser Detaillierung wurde die frühere Verwirrung darüber ausgeräumt, ob sich die Gebühr jedes Jahr wiederholen und den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen würde.

Die Ankündigung schränkte den Umfang der Zahlung der Gebühr ein und konzentrierte sich ausschließlich auf neue Bewerber.

Auswirkungen auf die indische IT-Industrie

Nasscom, Indiens Verband der Softwareindustrie, begrüßte die Klarstellung. Die Organisation sagte, die Entscheidung reduziere die Unsicherheit für Unternehmen mit bestehenden Visa-Mitarbeitern in den USA.

Nasscom stellte fest, dass indische und indienzentrierte Unternehmen ihre Abhängigkeit von H-1B-Visa bereits reduziert haben. Die Branche hat die Einstellung von Mitarbeitern vor Ort erhöht und stark in die Ausbildung von Personal in den USA investiert.

Nasscom schätzt, dass IT-Unternehmen über 1 Milliarde US-Dollar für Weiterbildung und Rekrutierung auf dem amerikanischen Markt ausgeben.

Sie wies auch darauf hin, dass der Anteil der H-1B-Beschäftigten an der Erwerbsbevölkerung in den USA nach wie vor sehr gering ist, und bezeichnete ihn als "bloße Dezimalstelle".

Umsatzabhängigkeit von US-Kunden

Indische IT-Unternehmen erzielen etwa 57 % ihres Gesamtumsatzes in den USA. Viele dieser Firmen entsenden Mitarbeiter ins Ausland, um direkt an Kundenprojekten zu arbeiten.

Analysten und Rechtsexperten stellten fest, dass selbst eine einmalige Gebühr von 100.000 US-Dollar für neue Visumanträge erheblich ist.

Obwohl die Branche ihre Abhängigkeit von dem Programm verringert hat, könnten die Kosten für kleinere Unternehmen oder für Projekte, die eine große Anzahl von Neueinstellungen erfordern, immer noch unerschwinglich sein.

Der Zeitplan gibt den Unternehmen jedoch mehrere Jahre Zeit, sich anzupassen, indem sie die lokale Rekrutierung und Ausbildung ausweiten, bevor die Regel im Jahr 2026 in Kraft tritt.

Vorbereitung auf Veränderungen im Jahr 2026

Es wird erwartet, dass die H-1B-Gebührenpolitik die Einstellungsstrategien neu gestalten wird. Nasscom sagte, dass die zusätzliche Zeit, bevor die Gebühr in Kraft tritt, den Unternehmen Raum gibt, ihre Aktivitäten in den USA zu erweitern und die Entwicklung der Belegschaft zu beschleunigen.

Indische IT-Exporteure haben bereits Fortschritte in diese Richtung gemacht, mit einem deutlichen Anstieg der lokalen Einstellungen in den amerikanischen Büros.

Es wird erwartet, dass sich der Fokus auf die Lokalisierung weiter vertiefen wird, da die Unternehmen versuchen, die höheren Kosten künftiger Visumanträge auszugleichen.

Die Gebühr führt zwar zu einem zusätzlichen Aufwand für Neueinstellungen, aber ihr begrenzter Geltungsbereich bietet dem Sektor einen Puffer zur Anpassung.