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USA suchen kritische Scandium-Versorgung von Rio Tinto für Verteidigungszwecke

  • Die US Defense Logistics Agency unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag über 40 Millionen US-Dollar mit einer Rio Tinto-Einheit für Scandiumoxid.
  • Dieses Abkommen zielt darauf ab, ein lebenswichtiges Seltenerdelement für die westliche Verteidigungs- und Technologieindustrie zu sichern.
  • Der Schritt erfolgt, nachdem China, der Hauptproduzent, Ende 2024 Exportkontrollen für Scandium eingeführt hat.

Das nationale US-Lager wird nach einer Vereinbarung mit der Defense Logistics Agency (DLA) des Landes Scandiumoxid-Lieferungen von einer Bergbaueinheit in Rio Tinto erhalten.

Dieser Fünfjahresvertrag hat einen Wert von bis zu 40 Millionen US-Dollar und zielt darauf ab, das kritische Material zu sichern, so ein Reuters-Bericht.

Scandium, ein Element der Seltenen Erden, hat aufgrund seiner entscheidenden Rolle in der westlichen Verteidigungs- und Technologieindustrie große Aufmerksamkeit erregt.

Dieser verstärkte Fokus ist darauf zurückzuführen, dass China Exportkontrollen für das Metall verhängt hat, da China der weltweit wichtigste Produzent ist.

Schwachstellen in der globalen Lieferkette

Dieser Schritt hat die Verwundbarkeit der globalen Lieferketten und die Notwendigkeit einer Diversifizierung verdeutlicht, um den Zugang zu dieser lebenswichtigen Ressource zu sichern.

Die einzigartigen Eigenschaften von Scandium machen es in verschiedenen High-Tech-Anwendungen unverzichtbar, darunter Luft- und Raumfahrtlegierungen, Festoxid-Brennstoffzellen und Speziallaser, und unterstreichen seine strategische Bedeutung für die fortschrittliche technologische Entwicklung und die nationale Sicherheit.

"Scandium wurde bis vor kurzem hauptsächlich aus China bezogen. Ende 2024 verhängte China Exportkontrollen für Skandium, was die Lieferkette einschränkte und diese Anschaffung für das Nationale Verteidigungslager veranlasste", wird DLA in dem Bericht in einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Dokument zitiert.

Innerhalb von fünf Jahren will das Unternehmen 6,4 Tonnen Scandiumoxid erwerben.

Im ersten Jahr plant das Unternehmen, fast 2 Tonnen zu beschaffen, was etwa 5 % der 40 Tonnen der weltweiten Scandiumoxid-Produktion entspricht, die im vergangenen Jahr vom US Geological Survey gemeldet wurde. Die bestehende weltweite Produktionskapazität liegt bei 80 Tonnen.

Um das inländische Angebot an Scandium zu stärken, gewährte die US-Regierung im August bis zu 10 Millionen US-Dollar an Elk Creek Resources, eine Tochtergesellschaft von NioCorp Developments.

Derzeit muss die US-Regierung dieses Produkt, das für zahlreiche Abwehrsysteme unerlässlich ist, aus dem Ausland beschaffen.

In dem Dokument heißt es:

Innovative Produktion und Ausblick

Während Rio Tinto es ablehnte, sich zu kommerziellen Einzelheiten zu äußern, erklärte das Unternehmen seine aktive Zusammenarbeit mit der US-Regierung.

Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Chancen zu identifizieren und verfügbare Unterstützung zu nutzen, um die heimische Produktion anzukurbeln und die Lieferketten für den amerikanischen Markt zu stärken.

In einem bedeutenden wissenschaftlichen Durchbruch gelang den Wissenschaftlern von Rio Tinto im Jahr 2020 eine Pionierleistung, indem sie ein innovatives Verfahren entwickelten.

Dieses Verfahren ermöglicht die Extraktion von hochreinem Scandiumoxid direkt aus den Abfallströmen, die bei der Titandioxidproduktion anfallen.

Entscheidend ist, dass diese fortschrittliche Technik die Notwendigkeit zusätzlicher Abbauaktivitäten überflüssig macht und einen nachhaltigen und umweltbewussten Ansatz zur Gewinnung dieses wertvollen Seltenerdelements darstellt.

Diese Entwicklung bietet nicht nur eine effizientere Möglichkeit, ein kritisches Material zu sichern, sondern berücksichtigt auch die Umweltauswirkungen, die traditionell mit dem Bergbau verbunden sind.

Vor drei Jahren begann das Werk von Rio Tinto in Quebec, Kanada, mit der Produktion von Scandiumoxid. Die Anlage verfügt derzeit über eine jährliche Produktionskapazität von 3 Tonnen.