Die europäischen Märkte eröffnen niedriger, da der FTSE 100 angesichts schwacher Daten abrutscht, so Powells Äußerungen

Die europäischen Märkte eröffnen niedriger, da der FTSE 100 angesichts schwacher Daten abrutscht, so Powells Äußerungen
Diya Poddar
24. Sept. 2025, 10:05 AM
  • Die europäischen Märkte eröffneten am Mittwoch niedriger, was auf schwache Wirtschaftsdaten und vorsichtige Kommentare der Fed zurückzuführen war.
  • Die Rüstungsaktien BAE Systems und Babcock legten zu und glichen damit breitere Rückgänge teilweise aus.
  • Die Anleger warteten angesichts der vorsichtigen globalen Stimmung auf die deutschen Ifo-Daten und die US-Immobilien-/Ölberichte.

Die europäischen Märkte eröffneten am Mittwoch niedriger, da schwache Wirtschaftsdaten und vorsichtige Kommentare des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, die Stimmung belasteten und die Verluste über Nacht an der Wall Street und in Asien ausweiteten.

Der Abwärtstrend markierte die Mitte der Woche, wobei die Märkte trotz selektiver Sektorgewinne wenig Appetit auf Dip-Käufe zeigten.

Der FTSE 100 rutschte im frühen Handel um 26 Punkte auf 9.197 Punkte ab, obwohl Rüstungsunternehmen und Versorgungsunternehmen etwas Unterstützung boten.

Die Londoner Benchmark hatte bereits am Dienstag leicht niedriger bei 9.223,32 geschlossen, und die Futures signalisierten vor der Sitzung einen Rückgang um 14 Punkte.

Die deutschen und französischen Indizes lagen ebenfalls im negativen Bereich, da regionale Anleger eine Kombination aus Wirtschaftszahlen und globalen Zentralbanksignalen verdauten.

FTSE trotz Unterstützung durch die Verteidigung unter Druck gesetzt

In London gewannen die Rüstungsunternehmen BAE Systems und Babcock an Boden, beflügelt durch die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump für die ukrainische Gegenoffensive gegen Russland.

Der Anstieg trug dazu bei, einen Teil des Rückgangs abzufedern, obwohl größere Verlierer wie Burberry, Barclays, Entain und IMI stark belasteten.

Zu den weiteren Gewinnern gehörten Versorger, Edelmetallminen und Lebensmittelhändler, Sektoren, die während des risikoscheuen Handels oft Zuflüsse anziehen. Dennoch blieb das Gesamtbild von Schwäche geprägt, da europäische Anleger den globalen Aktienrückgängen folgten.

Breitere europäische Märkte spiegeln Verluste wider

Die überregionalen STOXX 600-Futures gaben um 0,4 % auf 5.470 nach, während die deutschen DAX-Futures um 0,3 % und die FTSE-Futures ebenfalls um 0,3 % nachgaben.

Der Rückgang spiegelte das Fehlen einer starken Kaufunterstützung bei den US-Futures wider, die nach den Verlusten vom Dienstag flach gehandelt wurden.

Die Schwäche in Europa spiegelte die allgemeine globale Vorsicht wider. Während der asiatische MSCI Pacific ex-Japan Index bis zum Mittag 0,2% verlor, setzte Europa die Stimmung mit stärkeren Rückgängen in einzelnen Sektoren fort.

Der japanische Nikkei gab nach einem Rückgang der Produktionstätigkeit ebenfalls um 0,5 % nach, während australische Aktien nach einer Beschleunigung der Inflation um fast 1 % fielen.

Daten und Auktionen im Fokus

Deutsche Aktien werden im weiteren Verlauf des Tages vom Ifo-Geschäftsklimaindex für September beeinflusst, der die aktuellen Bedingungen und Erwartungen abdeckt.

Die allgemeine Stimmung könnte auch von den bevorstehenden Verkäufen von Staatsanleihen geprägt sein, da Deutschland siebenjährige Staatsanleihen versteigert und Großbritannien vierjährige Staatsanleihen anbietet.

Die Tagesdaten aus den USA, einschließlich der Verkäufe neuer Eigenheime für August und der wöchentlichen Rohölvorräte der EIA, könnten ebenfalls in die Marktrichtung einfließen, obwohl sich die europäischen Indizes weiterhin in erster Linie auf inländische Signale konzentrieren.

Marktumfeld, das von politischen Signalen geprägt ist

Powells zurückhaltende Äußerungen boten keinen starken Hinweis auf die nächsten Zinsschritte der Fed, so dass die Märkte keine klare Richtung hatten.

Die Anleger in Europa reagierten, indem sie sich aus zyklischen Sektoren zurückzogen und defensive Anlagen bevorzugten, was die Unsicherheit im nahenden Schlussquartal unterstreicht.

Außerhalb Europas ernannte Neuseeland Anna Breman zur ersten weiblichen Zentralbankgouverneurin, ein Führungswechsel, der von globalen Anlegern beobachtet wurde, jedoch ohne direkte Auswirkungen auf die europäischen Märkte.

Unterdessen sorgten die medialen und politischen Entwicklungen in den USA, wie z. B. die Wiedereinstellung des Talkshow-Moderators Jimmy Kimmel, für Aufsehen, hatten aber keinen nennenswerten Einfluss auf regionale Aktien.