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Die Inflation in Mexiko beschleunigt sich Anfang September und nähert sich dem Zielbereich der Zentralbank

Die Inflation in Mexiko beschleunigt sich Anfang September und nähert sich dem Zielbereich der Zentralbank
Noris Soto
24. Sept. 2025, 16:32 PM
  • Mexikos Inflation erreicht Mitte September 3,74% im Jahresvergleich und nähert sich damit dem oberen Ziel von Banxico.
  • Die Kerninflation beschleunigt sich auf 0,22 % monatlich, was auf einen anhaltenden Preisdruck hindeutet.
  • Die steigende Inflation könnte die Zinssenkungen der Banxico verzögern, obwohl sie im Zielbereich bleiben.

Die Gesamtinflation in Mexiko beschleunigte sich in der ersten Septemberhälfte und näherte sich dem oberen Ende des Zielbereichs der Zentralbank und entsprach weitgehend den Marktprognosen.

Die Verbraucherpreise stiegen bis Mitte September im Jahresvergleich um 3,74 %, wie aus den am Mittwoch von der nationalen Statistikbehörde INEGI veröffentlichten Daten hervorgeht, gegenüber 3,49 % in den vorherigen Ergebnissen.

Die jüngste Zahl liegt knapp unter der Zinsprognose von 3,77 %, die von den von Reuters befragten Analysten prognostiziert wurde, während die Inflationsdynamik in der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas weiterhin genau beobachtet wird.

Das Ergebnis ist jedoch ein langsamer, aber stetiger Aufwärtstrend, der die Geldpolitik in den kommenden Monaten beeinflussen könnte.

Markt- und Zentralbankausblick

Ökonomen prognostizieren, dass die Inflation zum Jahresende bei 3,9 % liegen wird, was über dem Mittelwert der Bank von Mexiko von 3 % liegt.

Das Mandat der Bank lässt Schwankungen von plus oder minus einem Prozentpunkt zu, was darauf hindeutet, dass sich das aktuelle Tempo der oberen Grenze nähert.

Dieser Weg zeigt ein heikles Gleichgewicht für die politischen Entscheidungsträger. Während die Inflation innerhalb der offiziellen Bandbreite bleibt, könnte der Aufwärtstrend die Aussichten auf weitere Zinssenkungen dämpfen.

Die Banxico hat ihren Leitzins in den letzten Quartalen auf einem hohen Niveau gehalten und dies mit der Notwendigkeit begründet, disinflationäre Fortschritte zu zementieren und gleichzeitig das Vertrauen zu wahren.

Monats- und Kerndynamik

In der ersten Septemberhälfte stiegen die Verbraucherpreise im Monatsvergleich um 0,18 %.

Dies ist ein Anstieg gegenüber einem Rückgang von 0,02% in der Vorperiode und entspricht fast der Erwartung eines Aufwärtstrends von 0,19%.

Die Beschleunigung deutet darauf hin, dass der Preisdruck zurückgekehrt ist, wenn auch nicht in der erwarteten Weise.

Gleichzeitig betrug der monatliche Anstieg des Kernverbraucherpreisindex, der die Kategorien Nahrungsmittel und Energie ausschließt, 0,22 %.

Das war ein Anstieg gegenüber 0,09% im vorherigen Wert, was auf eine zugrunde liegende Persistenz hindeutet.

Die Kerninflation gilt für Banxico als wichtiger Indikator in Bezug auf den Kurs der Geldpolitik und stellt eher strukturelle Aspekte der Preisdynamik dar.

Implikationen für die Politik

Das anhaltende Preiswachstum in der Nähe der oberen Toleranzzone der Zentralbank könnte die Prognosen nähren, dass die politischen Entscheidungsträger vorsichtig bleiben werden.

Während die Gesamtinflation im Vergleich zu den jüngsten Höchstständen überschaubar bleibt, unterstreicht die Beschleunigung sowohl bei den Gesamt- als auch bei den Kernindikatoren die Herausforderungen, die mit der Aufrechterhaltung eines Abwärtstrends verbunden sind.

Die Marktteilnehmer suchen nach Indikatoren dafür, wie Banxico seine Haltung angesichts dieser Entwicklungen anpassen würde.

Die Prognose, dass die Inflation zum Jahresende bei 3,9 % liegen wird, deutet auf einen anhaltenden Druck hin, der eine nennenswerte geldpolitische Lockerung verzögern könnte.

Regionaler Kontext

Die Inflationsentwicklung in Mexiko steht im Einklang mit breiteren regionalen Mustern, da sich die großen lateinamerikanischen Länder derzeit in der späten Phase der Disinflation befinden.

Trotz hoher Preissteigerungen infolge der Epidemie und der globalen Rohstoffschocks ist es den Zentralbanken in der Region vor allem gelungen, die Inflation näher an ihre Ziele zu bringen.

Der ungleiche Fortschritt bleibt jedoch ein Unterscheidungsmerkmal.

In Mexiko ist es wichtig, die Glaubwürdigkeit zu wahren und die Erwartungen zu verankern, um wirtschaftlich stabil zu sein.

Den jüngsten Daten zufolge hat sich die Inflation zwar deutlich verlangsamt, nachdem sie in anderen lateinamerikanischen Ländern im zweistelligen Bereich zu beobachten war, aber immer noch nicht völlig risikofrei ist.

Blick in die Zukunft

Angesichts der schleichenden Inflation und des impliziten Marktzinses von fast 4 % zum Jahresende wird die Banxico-Rhetorik weiterhin im Rampenlicht stehen.

Die Instabilität in der Nähe des 2%-Ziels, wo es vorerst bleibt, tut denjenigen keinen Gefallen, die ein Ende des aktuellen Straffungszyklus der Zentralbanken anstreben, da letztere immer noch von der Notwendigkeit sprechen, eine gewisse Disinflation zu verhindern.

Wie die Daten des INEGI zeigen, signalisieren sowohl die Gesamt- als auch die Kernkomponenten Anfang September erste Signale relativer Festigkeit in Bezug auf einen anhaltenden Aufwärtstrend.

Dies unterstreicht in der Tat das Argument für Vorsicht, auch wenn die Märkte nach wie vor in einer hitzigen Debatte darüber führen, wann und in welchem Umfang die Zinsen geändert werden sollten.

Es könnte sehr gut sein, dass sich die Inflation in den nächsten Monaten in der Komfortzone von Banxico stabilisiert oder nicht, eher dazu neigt, in Richtung der oberen Grenze zu driften, und daher die Politik und die Stimmung zu Beginn des Jahresendes beeinflussen könnte.