Thailands Exporte schwächeln, da Zölle und Währungsdruck den Handel belasten

Thailands Exporte schwächeln, da Zölle und Währungsdruck den Handel belasten
Diya Poddar
24. Sept. 2025, 08:57 AM
  • Thailands Exporte stiegen im August nur um 5,8 % und verfehlten damit die prognostizierten 7 % aufgrund der US-Zölle und des starken Baht.
  • Die Importe stiegen um 15,8 %, was die Handelsbilanz auf ein Defizit von 1,96 Mrd. $ drückte, das erste seit April.
  • Die vorgezogene Abgabe von US-Zöllen und die Stärke der Währung belasten die Agrar- und Industrieexporte.

Thailands Exportwachstum verlangsamte sich im August stark, da die US-Zölle und ein stärkerer Baht die Nachfrage nach wichtigen Produkten zu belasten begannen. Das Handelsministerium meldete einen Anstieg der Exporte um 5,8 %, das schwächste Tempo seit fast einem Jahr und unter den von Bloomberg prognostizierten 7 %.

Gleichzeitig stiegen die Importe um 15,8 %, was die Handelsbilanz in diesem Monat auf ein Defizit von 1,96 Mrd. $ drückte, das erste Defizit seit April.

Die Beamten warnen nun, dass die Dynamik weiter nachlassen könnte, da die vorgezogenen Aufträge nachlassen und die weltweite Nachfrage unter Druck bleibt.

Exporte verlieren unter Zolldruck an Schwung

Zwischen Januar und August stiegen die thailändischen Exporte um 13,3 % auf 223 Milliarden US-Dollar, da sich die US-Käufer eindeckten, bevor die von Präsident Donald Trump im Juli verhängten neuen Zölle in Kraft traten.

Diese Vorabausstattung hob frühere Zahlen an, aber der Aufschwung lässt nach, und das Büro für Handelspolitik und -strategie des Handelsministeriums warnte, dass die Lieferungen in den kommenden Monaten sogar schrumpfen könnten.

Die Senkung der US-Zölle von ursprünglich angedrohten 36 % auf 19 % hat zwar eine gewisse Erleichterung gebracht, aber die Auswirkungen sind in den Handelsströmen immer noch spürbar.

Die US-Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten wie Reis, Gummi und Tapioka schwächt sich, während Elektronik und Elektrogeräte eine der wenigen Kategorien mit stetigem Wachstum bleiben.

Währungsstärke birgt neue Risiken

Neben den Zöllen hat sich die Aufwertung des thailändischen Baht zu einem kritischen Faktor für die Exporteure entwickelt. Der Baht ist auf den höchsten Stand seit 2021 geklettert, wodurch thailändische Waren auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig sind.

Lokale Wirtschaftsverbände haben Bedenken geäußert und drängen die Behörden, Maßnahmen zur Stabilisierung der Währung in Betracht zu ziehen.

Der stärkere Baht fällt mit der zunehmenden Konkurrenz aus anderen Märkten zusammen. Indiens ausgeweitete Reisexportpolitik zum Beispiel übt Abwärtsdruck auf die thailändischen Agrartransporte aus.

Die Unterbrechungen des Grenzhandels in der Region belasten auch die Exporte, während die Verlangsamung der US-Wirtschaft die Besorgnis über eine schwächere Nachfrage verstärkt.

Importanstieg verschiebt Handelsbilanz

Thailands Importrechnung stieg im August um 15,8 % und lag damit weit über den von Analysten erwarteten 8,2 %, was auf eine anhaltende Nachfrage nach ausländischen Gütern und Vorleistungen hindeutet.

Der Anstieg drückte die Handelsbilanz in ein Defizit von 1,96 Mrd. $ und kehrte damit den seit April zu beobachtenden Überschusstrend um.

Diese Verschiebung verdeutlicht die doppelte Herausforderung eines schwächeren Exportwachstums und steigender Importkosten, die die politischen Reaktionen in den kommenden Monaten erschweren könnten.

Staatliche Maßnahmen zur Sicherung des Handels

Die thailändische Regierung hat Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Exporte skizziert, indem sie Handelsabkommen beschleunigt, Lieferungen auf unerschlossene Märkte ausweitet und mit dem Privatsektor zusammenarbeitet, um das Risiko einer Handelsumlenkung zu mindern.

Das Büro für Handelspolitik und -strategie wies auch auf anhaltende Grenzunterbrechungen und einen gedämpften weltweiten Konsum als anhaltende Bedrohungen hin, die koordinierte Reaktionen erfordern.

Während der US-Zollstreit die Schlagzeilen beherrschte, zeigen die Daten nun, dass die kombinierte Wirkung von Zöllen, Währungsaufwertung und regionalem Wettbewerb die Handelsaussichten Thailands für den Rest des Jahres neu gestalten könnte.

Die politischen Entscheidungsträger stehen vor der Herausforderung, die Exporte in einem schwierigen globalen Umfeld aufrecht zu erhalten, in dem sich die Dynamik bereits verlangsamt.