Invezz

Trump empfängt Netanjahu im Weißen Haus inmitten des Konflikts um das Friedensabkommen mit Gaza

Trump empfängt Netanjahu im Weißen Haus inmitten des Konflikts um das Friedensabkommen mit Gaza
Devesh Kumar
29. Sept. 2025, 17:03 PM
  • Trump stellt einen 21-Punkte-Friedensplan für Gaza vor, in dessen Mittelpunkt Geiseln, Hilfe und PA-Führung stehen.
  • Netanjahu lehnt einen palästinensischen Staat und die Kontrolle der PA über Gaza ab.
  • Der globale Druck nimmt zu, da sich die humanitäre Krise in Gaza verschärft.

US-Präsident Donald Trump tritt erneut ins Rampenlicht des Nahen Ostens, indem er Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im Weißen Haus empfängt.

Das Treffen findet inmitten großer Hoffnungen und großer Spannungen statt, da Trump einen neuen Friedensplan vorantreibt , der darauf abzielt, den anhaltenden Konflikt zwischen Israel und der Hamas in Gaza zu beenden.

Netanjahus Besuch, sein vierter in diesem Jahr, findet zu einer Zeit statt, in der die Lage in Gaza nach wie vor katastrophal ist, die humanitäre Besorgnis zunimmt und der internationale Druck zunimmt.

Doch zwischen den beiden Staatschefs gibt es Risse über wichtige Teile von Trumps Plan, so dass sich viele fragen, ob ein Durchbruch überhaupt möglich ist.

Der Gaza-Friedensplan: Wo Trump und Netanjahu aneinander geraten

Trumps neuer 21-Punkte-Friedensplan zielt darauf ab, die dringend benötigte Ruhe nach Gaza zu bringen, aber er ist nicht gerade ein glatter Pitch für Netanjahu.

Der Plan sieht vor, dass die Hamas alle Geiseln schnell freilässt, eine große Forderung, wenn man bedenkt, dass noch etwa 20 Geiseln am Leben sind.

Er legt auch Schritte fest, um die israelischen Truppen schrittweise aus dem Gazastreifen zurückzuziehen und gleichzeitig humanitäre Hilfe zu leisten, um das weit verbreitete Leid zu lindern.

Der Plan schlägt sogar vor, die Regierung des Gazastreifens an eine verbesserte Palästinensische Autonomiebehörde zu übergeben.

Aber Netanjahu ist nicht überzeugt. Seine Regierung lehnt die Idee eines palästinensischen Staates entschieden ab, und er ist vorsichtig, wenn es darum geht, der Palästinensischen Autonomiebehörde eine wirkliche Kontrolle über Gaza zu überlassen.

Außerdem hat er sich in die Fersen gegraben, wenn es darum geht, dass Israel seine Rechte über das Westjordanland behält, was Trump ablehnt. Auch in Netanjahus Lager gibt es starken Widerstand gegen jegliche Art von sicherem Geleit oder Amnestie für Hamas-Kämpfer.

Während Trumps Vision also auf Frieden abzielt, macht Netanjahus Haltung deutlich, dass noch viele Hindernisse vor ihm liegen.

Trumps Balanceakt inmitten globaler Sorgen

Trumps Bestreben, dieses Friedensabkommen voranzutreiben, kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt auf der Weltbühne. Viele Länder haben vor kurzem einen palästinensischen Staat anerkannt, aber Trump und Netanjahu sagen beide, dass dies nicht der Fall ist.

Trump sagt jedoch, er sei optimistisch und deutet an, dass er glaubt, dass Netanjahu bereit ist, einen Deal zu machen, und nennt die Chancen sogar "wirklich gut".

Dennoch hat die Hamas den US-Plan noch nicht einmal offiziell gesehen, und die Gruppe bleibt ein zentraler und harter Akteur in jedem Friedensabkommen.

Unterdessen sieht sich Israel wegen seiner Militärkampagne in Gaza wachsender globaler Kritik ausgesetzt, die von vielen des humanitären Fehltritts beschuldigt wird.

Trumps Regierung versucht, eine schmale Linie zu verfolgen: Sie unterstützt die Sicherheit Israels, beruhigt den internationalen Aufruhr und drängt auf einen Waffenstillstand.

Das heutige Treffen im Weißen Haus wird ein kritischer Moment sein, um zu sehen, ob Trump diese tiefen Gräben überbrücken und einen Weg zum Frieden vorantreiben kann.

Die Welt schaut zu und hofft verzweifelt auf einen Durchbruch, obwohl niemand erwartet, dass es einfach sein wird.