FTSE 100 erreicht Rekordhoch, da Finanzaktien die Gewinne anführen

FTSE 100 erreicht Rekordhoch, da Finanzaktien die Gewinne anführen
Utkarsh Roshan
03. Okt. 2025, 13:40 PM
  • Der FTSE 100 stieg am Mittag um 59,75 Punkte oder 0,6 % auf 9.487,45 Punkte.
  • Zu Beginn des Tages erreichte der Index mit 9.494,6 einen neuen Intraday-Höchststand.
  • Finanzaktien schnitten an diesem Tag am besten ab und halfen sowohl den Large- als auch den Mid-Cap-Indizes, ihre Wochengewinne auszubauen.

Die Londoner Aktien legten am Freitag zu, wobei der FTSE 100 inmitten einer breiten Rallye an den europäischen Märkten neue Rekordhochs erreichte, obwohl die inländischen Daten zeigten, dass sich das Wachstum des britischen Dienstleistungssektors auf das schwächste Tempo seit fünf Monaten verlangsamte.

Der FTSE 100 stieg am Mittag um 59,75 Punkte oder 0,6% auf 9.487,45, nachdem er mit 9.494,64 ein neues Intraday-Hoch erreicht hatte.

Der FTSE 250 legte um 155,19 Punkte oder 0,7% auf 22.202,49 zu, während der AIM All-Share um 0,6% auf 793,73 zulegte.

Der Cboe UK 100 stieg um 0,6% auf 949,08, der Cboe UK 250 kletterte um 0,7% auf 19.437,02 und der Cboe Small Companies Index stieg um 0,5% auf 17.801,43.

Anderswo in Europa stieg der CAC 40 in Paris um 0,3 %, während der DAX 40 in Frankfurt um 0,1 % zulegte und damit die regionale Rallye trotz schwacher britischer Wirtschaftsdaten und anhaltender Unsicherheit über den verspäteten US-Arbeitsmarktbericht fortsetzte.

Finanzwerte und Bergbauunternehmen unterstützen Rallye

Finanzaktien schnitten an diesem Tag am besten ab und halfen sowohl den Large- als auch den Mid-Cap-Indizes, ihre Wochengewinne auszubauen.

Der Bankensektor kletterte um 1,4 %, während die Aktien des Investmentbankings um 1,3 % zulegten.

Die Edelmetallminenunternehmen Fresnillo und Endeavour Mining legten ebenfalls um jeweils mehr als 2% zu und folgten damit den Gewinnen der Goldpreise.

Die Aufwärtsbewegung des FTSE 100 kam, nachdem die Benchmark am späten Donnerstag ins Wanken geraten war und frühere Zuwächse trotz eines starken Starts wieder wettgemacht hatte.

Marktbeobachter stellten fest, dass das relativ begrenzte Technologieengagement des Index ihn davon abhielt, in vollem Umfang von einem von den USA angeführten Technologieschub zu profitieren, der die Wall Street in der vorangegangenen Sitzung auf Rekordhöhen getrieben hatte.

Unter den Einzeltiteln fiel J D Wetherspoon um 4,7 % und war damit der schlechteste Performer im Midcap-Index, nachdem er vor höheren Kosten im Zusammenhang mit möglichen Steuererhöhungen und Sozialversicherungsbeiträgen gewarnt hatte.

Im Gegensatz dazu stieg Diploma um 2,6%, nachdem RBC die Aktie von "underperform" auf "Outperform" hochgestuft hatte.

Wirtschaftsdaten wiegen

Die positive Aktienperformance stand im Kontrast zu schwächeren Konjunktursignalen.

Umfragedaten von SandP Global zeigten, dass sich das Wachstum im britischen Dienstleistungssektor im September auf ein Fünfmonatstief abschwächte.

Der PMI für den Dienstleistungssektor fiel von 54,2 im August auf 50,8 und verfehlte damit eine Schnellschätzung von 51,9.

Der Wert blieb knapp über der neutralen Schwelle von 50 Punkten, was auf eine nur moderate Expansion hindeutet.

Schwache Vertriebspipelines und steigende Personalkosten wurden als Hauptbelastungen genannt.

Der britische Composite-PMI rutschte ebenfalls von 53,5 auf 50,1 ab, den niedrigsten Stand seit fünf Monaten und unter einer Schnellschätzung von 51,0.

Ökonomen sagten, dass die Daten die Erwartungen an eine gedämpfte Dynamik bis zum Jahresende verstärken.

Unternehmen und Verbraucher haben angesichts der Unsicherheit über mögliche Steuererhöhungen im November-Haushalt Ausgabenentscheidungen verschoben.

Es wird allgemein erwartet, dass Finanzministerin Rachel Reeves entweder die Steuern erhöhen oder die Ausgaben kürzen wird, um die Haushaltspläne auszugleichen.