Trump schielt auf 200 Jahre altes Gesetz zur Stationierung von Truppen in Bundesstaaten: Das sagt das Gesetz

Trump schielt auf 200 Jahre altes Gesetz zur Stationierung von Truppen in Bundesstaaten: Das sagt das Gesetz
Devesh Kumar
07. Okt. 2025, 17:33 PM
  • Trump deutet an, ein 200 Jahre altes Gesetz zu nutzen, um Truppen in US-Städten zu stationieren.
  • Gouverneure und Bürgerrechtsgruppen bezeichnen den Schritt als verfassungswidrig und gefährlich.
  • Staaten wie Illinois und Oregon klagen, um jegliche Truppenentsendung zu blockieren.

US-Präsident Donald Trump deutet an, dass er den Insurrection Act entstauben könnte, ein Gesetz, das es seit 1807 gibt, um US-Militärtruppen in Städte wie Chicago und Portland zu schicken.

Er nennt es eine Reaktion auf die Unruhen und den Aufstand, die mit Protesten und Zusammenstößen gegen seine harte Einwanderungspolitik verbunden sind.

Diese Idee kommt nicht aus dem Nichts, denn Trump sah sich mit einer Reihe von rechtlichen Anfechtungen konfrontiert, die den Einsatz von Truppen in einigen Bundesstaaten verlangsamt oder blockiert haben.

Dennoch legt er noch einmal nach und beharrt darauf, dass die Situation in bestimmten Städten außer Kontrolle geraten sei, auch wenn sich die lokalen Beamten vehement dagegen wehren.

Wenn er das tatsächlich durchzieht, wäre das eine große Eskalation, ein dramatischer Schritt beim Einsatz militärischer Macht des Bundes auf amerikanischem Boden.

Es vertieft auch die bereits angespannte Pattsituation zwischen Trumps Regierung und den von den Demokraten geführten Bundesstaaten und Städten darüber, wer das Sagen hat, wenn es um die öffentliche Sicherheit und die Bundesbehörden geht.

Was sagt der Insurrection Act?

Der Insurrection Act gibt dem Präsidenten die Befugnis, US-Militärtruppen in amerikanische Städte zu schicken, aber nur unter bestimmten Bedingungen, z. B. wenn es einen Aufstand oder eine Rebellion gibt oder wenn die normale Strafverfolgung die Bundesgesetze nicht aufrechterhalten kann.

In gewisser Weise setzt es den Posse Comitatus Act außer Kraft, der es dem Militär normalerweise verbietet, sich an der zivilen Strafverfolgung zu beteiligen.

Normalerweise bräuchte der Präsident eine Anfrage oder Zustimmung der Gouverneure der Bundesstaaten, bevor er eingreifen kann.

Aber hier ist der Haken: Das Gesetz erlaubt es dem Präsidenten auch, auf eigene Faust zu handeln, wenn die Staats- oder Kommunalpolitiker nicht für Ordnung sorgen können. Das ist der Punkt, an dem die Dinge kontrovers werden.

Das Gesetz wurde nicht oft angewendet; Das letzte Mal war 1992 während der Unruhen in Los Angeles.

Im Moment gibt es immer noch viele juristische Debatten darüber, was eigentlich als "Aufstand" gilt, und jeder Versuch, Truppen in Städten wie Portland oder Chicago einzusetzen, wird mit ziemlicher Sicherheit auf unmittelbare gerichtliche Anfechtungen stoßen.

Politische Folgen und öffentliche Reaktionen

Die Vorstellung, dass Präsident Donald Trump sich auf den Insurrection Act beruft, hat im ganzen Land einen Feuersturm der Kritik ausgelöst. Gouverneure, Gesetzgeber und Bürgerrechtsgruppen wehren sich vehement.

Der Gouverneur von Illinois, J.B. Pritzker, nahm kein Blatt vor den Mund. Er nannte die Idee, Truppen in Städte zu schicken, eine "Invasion" und beschuldigte die Trump-Regierung, Chaos zu schüren, nur um den Einsatz militärischer Gewalt zu rechtfertigen.

Beamte in Chicago und Oregon haben bereits rechtliche Schritte eingeleitet, um jegliche Truppenverlegung zu verhindern, mit dem Argument, dass die Unruhen, auf die der Präsident hinweist, einfach nicht dem rechtlichen Standard eines Aufstands oder einer Rebellion entsprechen.

Auch Bürgerrechtsgruppen hissen rote Fahnen und warnen davor, dass die Militarisierung der Strafverfolgung im Inland die Lage noch viel schlimmer machen, die Gewalt schüren, das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben und die bürgerlichen Freiheiten ernsthaft gefährden könnte.