Trumps neuer Lkw-Zoll von 25 % zielt auf Importe aus Mexiko, Kanada und Deutschland ab

Trumps neuer Lkw-Zoll von 25 % zielt auf Importe aus Mexiko, Kanada und Deutschland ab
Deepali Singh
07. Okt. 2025, 07:29 AM
  • Trump verhängt einen neuen Zoll von 25 Prozent auf alle großen Lkw-Importe.
  • Die deutliche Eskalation in seinem Handelskrieg wird am 1. November beginnen.
  • Damit sollen US-Unternehmen vor "unlauterem Wettbewerb von außen" geschützt werden.

In einer bedeutenden und überraschenden Eskalation seiner protektionistischen Handelsagenda hat Präsident Donald Trump angekündigt, dass alle mittelschweren und schweren Lkw, die in die Vereinigten Staaten importiert werden, ab dem 1. November mit einem erdrückenden Zoll von 25 Prozent belegt werden.

Der Schritt, der nach Angaben des Präsidenten notwendig ist, um amerikanische Unternehmen vor "unfairer Konkurrenz von außen" zu schützen, eröffnet eine neue und brisante Front in seinem globalen Handelskrieg und wird sich direkt auf einige der engsten Verbündeten Amerikas auswirken.

Die Ankündigung, die Trump auf seiner Social-Media-Plattform machte, war eine deutliche und plötzliche Erklärung.

"Ab dem 1. November 2025 werden alle mittelschweren und schweren Lkw, die aus anderen Ländern in die Vereinigten Staaten kommen, mit einem Zollsatz von 25 Prozent belegt", schrieb Trump, ohne weitere Details zu nennen.

Ein Tief für "enge Partner", ein Schub für heimische Giganten

Der neue Zoll ist ein direkter Schlag für eine Vielzahl ausländischer Hersteller und Exporteure, eine Liste, die ironischerweise von Amerikas Verbündeten und engsten Handelspartnern dominiert wird.

Die fünf wichtigsten Quellen für importierte Lkw in die Vereinigten Staaten sind Mexiko, Kanada, Japan, Deutschland und Finnland.

Die US-Handelskammer hatte die Regierung zuvor öffentlich aufgefordert, die neuen Zölle nicht zu verhängen, und darauf hingewiesen, dass diese Nationen "Verbündete oder enge Partner der Vereinigten Staaten sind, die keine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen".

Aber für das Weiße Haus ist dies eine Frage der innenwirtschaftlichen Verteidigung.

Der Präsident argumentierte, die neuen Zölle seien notwendig, um die Fairness wiederherzustellen, und würden amerikanischen Produktionsgiganten wie den Paccar-eigenen Unternehmen Peterbilt und Kenworth sowie dem Freightliner von Daimler Truck direkt zugute kommen.

"Diese Zölle sind notwendig, um die Fairness wiederherzustellen und unsere Arbeiter zu schützen", sagte Trump.

Eine Freihandelszone unter Beschuss

Der neue Zoll ist besonders störend für die hochintegrierte nordamerikanische Autoindustrie.

Mexiko, der größte Einzelexporteur dieser Fahrzeuge in die USA, hat seine Auslieferungen seit 2019 auf rund 340.000 Einheiten pro Jahr verdreifacht.

Im Rahmen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens werden diese Lkw zollfrei transportiert, solange sie bestimmte regionale Anforderungen an den Inhalt erfüllen.

Die neue Abgabe von 25 Prozent droht diese Regelung zu kippen, was sich direkt auf die großen Autohersteller auswirkt, die ihre Lieferketten um die Freihandelszone herum aufgebaut haben.

Die Chrysler-Muttergesellschaft Stellantis, die ihre schweren Ram-Lkw und Nutzfahrzeuge in Mexiko produziert, hat Berichten zufolge beim Weißen Haus Lobbyarbeit geleistet, um die hohen Zölle zu vermeiden.

In der Zwischenzeit ist die schwedische Volvo Group dabei, eine riesige 700-Millionen-Dollar-Fabrik für schwere Lkw in Monterrey, Mexiko, zu bauen, eine Großinvestition, die nun direkt in der Schusslinie steht.

Während Indien, das in anderen Sektoren das Ziel von Trumps Zorn auf Zölle war, dieses Mal verschont bleiben wird, da es keine Lkw in die USA exportiert, ist der neue Schritt ein starkes und beunruhigendes Signal.

Der Handelskrieg, so scheint es, ist noch lange nicht vorbei; Es geht nur darum, neue Fronten zu finden, an denen man kämpfen kann.