Oracle-Aktie sinkt aufgrund von Margenbedenken: Diese beiden Ereignisse könnten sie auf neue Höchststände treiben

Oracle-Aktie sinkt aufgrund von Margenbedenken: Diese beiden Ereignisse könnten sie auf neue Höchststände treiben
Wajeeh Khan
08. Okt. 2025, 05:47 AM
  • Die Oracle-Aktie rutscht nach einem Bericht ab, was Bedenken hinsichtlich der Cloud-Margen des Unternehmens aufkommen lässt.
  • Die Oracle World und der Analystentag nächste Woche könnten diese Bedenken zerstreuen.
  • Die ORCL-Aktie notiert derzeit rund 130% höher als ihr bisheriges Jahrestief.

Oracle Corp (NYSE: ORCL) schloss am Dienstag deutlich niedriger, nachdem ein Bericht der Tech-Publikation – The Information – Bedenken hinsichtlich der Cloud-Margen des Unternehmens geäußert hatte.

Der oben erwähnte Bericht deutet darauf hin, dass der Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) von Oracle – angetrieben von Nvidia-Chips und neuen Rechenzentren – kapitalintensiver sein könnte als ursprünglich von der Wall Street erwartet.

Die Anleger reagierten negativ auf den Bericht von The Information, da er einen möglichen Rückgang der Rentabilität von ORCL signalisierte.

Während der Cloud-Backlog (RPO) des Unternehmens im vergangenen Monat um 529 % gestiegen ist, haben Analysten lange Zeit die Sichtbarkeit der Renditen und die langfristige Margenentwicklung in Frage gestellt.

Der Ausverkauf am Dienstag markiert eine erneute Prüfung des Übergangs von Oracle von einem margenstarken Software- zu einem margenschwächeren Cloud-Service-Unternehmen.

Der an der NYSE notierte Riese hat jedoch für nächste Woche zwei große Veranstaltungen geplant, die einige der Bedenken ausräumen und die Oracle-Aktie von hier aus nach oben treiben könnten.

Oracle World könnte der ORCL-Aktie Rückenwind verleihen

Die "Oracle World" startet nächste Woche in Las Vegas und bietet dem Unternehmen eine hochkarätige Gelegenheit, das Narrativ neu zu gestalten.

Bei der jährlichen Veranstaltung werden Safra Catz und Mike Sicilia zusammen mit Larry Ellison voraussichtlich die Ambitionen von Oracle in Bezug auf künstliche Intelligenz , die Roadmap für die Cloud-Infrastruktur und den Ausbau des Rechenzentrums vorstellen.

Die Anleger werden genau darauf achten, wie ORCL die steigenden Kosten für Nvidia-Chips, Arbeit und – was am wichtigsten ist – Strom bewältigen will.

Die Frage, woher Oracle die Energie für sein weitläufiges Rechenzentrum beziehen könnte, ist zu einem zentralen Bestandteil der Margendebatte geworden.

Wenn die Führungskräfte eine skalierbare und kosteneffiziente Infrastrukturstrategie überzeugend skizzieren können, könnte dies dazu beitragen, das Vertrauen in die langfristige Rentabilität des Unternehmens – und damit auch in die ORCL-Aktie – wiederherzustellen.

Ellison wird sich wahrscheinlich auf die Rolle von Oracle als wichtiger Wegbereiter für KI-Workloads stützen und dabei den Schwerpunkt auf strategische Partnerschaften und technische Differenzierung legen.

Oracle World könnte sich als bullischer Katalysator erweisen, wenn der Tech-Riese operative Disziplin und einen klaren Weg zur Margenerholung zeigt.

Analyst Day könnte Oracle-Aktie auf Rekordniveau treiben

Im Anschluss an die Oracle World wird das Unternehmen am Donnerstag seinen Analystentag veranstalten – ein eher finanziell ausgerichtetes Forum, bei dem die schwierigsten Fragen der Wall Street im Mittelpunkt stehen werden.

Auf der Veranstaltung werden Experten die Führungskräfte von ORCL wahrscheinlich über die Wirtschaftlichkeit des OpenAI-Deals, den Zeitplan für die Margenverbesserung und den ROI seiner Cloud-Investitionen unter Druck setzen.

Jüngste Berichte zeigten eine Bruttomarge von 14 % bei einem Umsatz von 900 Millionen US-Dollar – weit unter den Margen von 70 %, die Investoren einst mit dem Legacy-Softwaregeschäft von Oracle in Verbindung brachten.

Dieses Ereignis bietet ORCL die Möglichkeit, die Erwartungen neu zu kalibrieren und Transparenz über die Rentabilität des sonstigen Gesamtergebnisses, die Umwandlung des Auftragsbestands und die Kapitalallokation zu schaffen.

Auch hier gilt: Wenn das Management auf dem Analystentag einen glaubwürdigen Plan für die Margenausweitung in den nächsten sechs bis zwölf Monaten vorlegen kann, könnte dies die Bedenken der Anleger zerstreuen und die optimistische Stimmung in Bezug auf die Oracle-Aktie neu entfachen.

Aber die Wall Street wird bei diesen Ereignissen sicherlich nach Klarheit suchen – nicht nur nach Vision.

Warum der Einbruch von Oracle eine Kaufgelegenheit sein könnte

Trotz des Gegenwinds bei den Margen bleibt die Oracle-Aktie eines der überzeugendsten Unternehmen im Bereich der KI-Infrastruktur für Unternehmen.

Das Wachstum des Cloud-Auftragsbestands – plus 500 % – deutet auf eine robuste Nachfrage hin, und die strategische Positionierung des Unternehmens neben OpenAI und Nvidia gibt ihm einen Platz am Tisch in der nächsten Welle der technologischen Transformation.

Der jüngste Ausverkauf könnte daher eher auf kurzfristige Unruhe als auf strukturelle Schwäche zurückzuführen sein.

Die Umstellung von ORCL auf die Cloud steckt noch in den Kinderschuhen, und wenn sich die Wirtschaftlichkeit der Rechenzentren verbessert und die KI-Workloads skalieren, könnten die Margen folgen.

Für langfristig orientierte Anleger bietet der Rückgang die Möglichkeit, in eine Legacy-Tech-Aktie mit neuer Relevanz und mehrjährigem Wachstum einzusteigen.

Das Konsensrating der Wall Street "Overweight" für Oracle-Aktien geht ebenfalls mit einem durchschnittlichen Ziel von 337 $ einher, was auf ein Aufwärtspotenzial von fast 20% hindeutet.