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EU verspricht 11,5 Milliarden Euro für Südafrika, während sich der Wettlauf um grüne Energie verschärft

EU verspricht 11,5 Milliarden Euro für Südafrika, während sich der Wettlauf um grüne Energie verschärft
Diya Poddar
10. Okt. 2025, 11:55 AM
  • 8,7 Mrd. EUR zur Finanzierung von Projekten für grünen Wasserstoff und Mineralien.
  • Teil des EU-Plans für nachhaltige Investitionen Global Gateway.
  • Stärkung der Rolle Südafrikas in der globalen Lieferkette für saubere Energie.

Die Europäische Union hat einen Investitionsplan in Höhe von 11,5 Milliarden Euro für Südafrika angekündigt, der im Rahmen ihrer umfassenderen Strategie zur Sicherung kritischer Mineralien und zur Stärkung der Lieferketten auf Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Verkehr und Gesundheitswesen abzielt.

Die neue Verpflichtung unterstreicht Europas Bestreben, seine Abhängigkeit von Importen aus China zu verringern und gleichzeitig die wirtschaftlichen Partnerschaften mit der am stärksten industrialisierten Volkswirtschaft Afrikas zu stärken.

Die EU-Delegation in Südafrika bestätigte den Plan in einer am späten Donnerstag veröffentlichten Erklärung und bezeichnete den Schritt als Teil eines gemeinsamen Bestrebens, den globalen Übergang zu nachhaltiger Energie und digitaler Infrastruktur anzuführen.

Finanzierung zur Sicherung der Rohstofflieferkette in Afrika

Von den 11,5 Milliarden Euro werden rund 8,7 Milliarden Euro durch Mischfinanzierungen – eine Mischung aus öffentlichem und privatem Kapital – bereitgestellt, wobei der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Anlagen zur Verarbeitung kritischer Mineralien und zur Herstellung von grünem Wasserstoff liegt.

Südafrika, das bereits Platingruppenmetalle exportiert, die für saubere Energietechnologien unerlässlich sind, wird eine zentrale Rolle dabei spielen, Europa bei der Erreichung seiner Dekarbonisierungsziele zu unterstützen.

Durch Investitionen in den grünen Wandel in Südafrika will die EU die Rohstoffe schützen, die für Batterien, Windturbinen und Solaranlagen unerlässlich sind.

Ein Großteil der Mittel wird in die mit dem Bergbau verbundene Infrastruktur, saubere Verkehrskorridore und klimaresistente Projekte fließen, die extremen Wetterereignissen standhalten können.

Was sonst noch gefördert wird

Neben Mineralien und Wasserstoff werden mit den Finanzierungen auch Projekte in den Bereichen Verkehr, öffentliche Gesundheit und Impfstoffproduktion unterstützt, die die Lehren aus der COVID-19-Pandemie widerspiegeln.

Dies markiert eine Verschiebung hin zur Stärkung der afrikanischen Kapazitäten für die lokale Impfstoffherstellung und zur Verringerung der Abhängigkeit von externen Lieferanten.

Die jüngste Zusage folgt auf eine bereits im März angekündigte Zusage von 4,7 Milliarden Euro, obwohl die EU nicht klarstellte, ob die neuen Mittel zusätzlich oder teilweise zu diesem ursprünglichen Betrag bereitgestellt werden.

Zusammen positionieren die Initiativen Südafrika als strategischen Partner im Global Gateway-Programm der EU, das darauf abzielt, weltweit bis zu 300 Milliarden Euro für nachhaltige Infrastruktur- und digitale Konnektivitätsprojekte zu mobilisieren.

Ein Schritt im breiteren Wettbewerb der EU mit China

Die Investition unterstreicht die wachsende Dringlichkeit Europas, seine Ressourcen- und Versorgungsnetze angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs mit China um die Bodenschätze Afrikas zu diversifizieren.

Pekings "Belt and Road"-Initiative dominiert seit langem die Infrastrukturfinanzierung auf dem gesamten Kontinent, und der Ansatz der EU stellt ein Gegengewicht dar und bietet afrikanischen Ländern partnerschaftliche Modelle, die öffentliche Finanzen mit privaten Investitionen kombinieren.

Südafrikas reichhaltige natürliche Ressourcen, seine robuste industrielle Basis und seine politische Stabilität machen das Land zu einem zentralen Partner für den grünen Wandel der EU.

Für Europa ist die Sicherung des Zugangs zu den kritischen Mineralien Afrikas nicht nur eine wirtschaftliche Priorität, sondern auch eine geopolitische Notwendigkeit im globalen Wettlauf um die Führungsrolle im Bereich der sauberen Energie.

Klimaziele mit wirtschaftlichen Chancen in Einklang bringen

Der Plan der Europäischen Union unterstützt auch Südafrikas eigene gerechte Energiewende – eine Bemühung, von Kohlekraft auf erneuerbare Energien umzusteigen, ohne Arbeitsplätze oder wirtschaftliche Stabilität zu opfern.

Die Partnerschaft stellt Finanzierungen für nachhaltige Infrastruktur bereit, die Emissionen reduzieren und gleichzeitig Arbeitsplätze und technologisches Know-how in erneuerbaren Sektoren schaffen kann.

Durch die Verknüpfung von grünen Finanzierungen mit industrieller Entwicklung soll die Initiative langfristige Vorteile für beide Regionen bringen.