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Rennen um den Fed-Vorsitz verengt sich auf fünf Sitze, da Bessent Reform und Unabhängigkeit abwägt

Rennen um den Fed-Vorsitz verengt sich auf fünf Sitze, da Bessent Reform und Unabhängigkeit abwägt
Diya Poddar
10. Okt. 2025, 16:18 PM
  • Die Liste umfasst Bowman, Waller, Hassett, Warsh und Rieder.
  • Die Amtszeit von Jerome Powell endet im Mai, was die Dringlichkeit eines Nachfolgers erhöht.
  • Rick Rieders Außenseiterprofil spricht Bessents Reformagenda an.

Das Rennen um den nächsten Chef der US-Notenbank nimmt Gestalt an, da Finanzminister Scott Bessent die Kandidatenliste nach einer Reihe von ausführlichen Interviews, die jeweils bis zu zwei Stunden dauerten, von 11 auf fünf kürzte, wie aus einem CNBC-Bericht hervorgeht.

Die Entscheidung, die für Januar erwartet wird, wird bestimmen, wie die Fed unter der Regierung von Präsident Donald Trump die Inflationskontrolle, die Zinspolitik und die Unabhängigkeit ausbalanciert.

Auf der Shortlist stehen die stellvertretende Vorsitzende für Aufsicht, Michelle Bowman, Gouverneur Christopher Waller, der Direktor des National Economic Council, Kevin Hassett, der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh und der Chief Investment Officer von BlackRock Fixed Income, Rick Rieder.

Der nächste Vorsitzende könnte zunächst als Fed-Gouverneur nominiert werden, bevor er später die Spitzenrolle übernimmt, fügte der Bericht hinzu.

Die Überprüfung der Trump-Ära rückt die Unabhängigkeit der Fed in den Fokus

Das diesjährige Auswahlverfahren findet unter außergewöhnlichem politischen Druck statt.

Die häufige Kritik von Präsident Trump an der geldpolitischen Haltung der Fed und seine offene Forderung nach niedrigeren Zinsen haben die Autonomie der Zentralbank in Frage gestellt.

Die Kontroverse verschärfte sich, nachdem er die Gouverneurin der Fed, Lisa Cook, wegen angeblichen Hypothekenbetrugs entlassen hatte, was sie bestreitet.

Der Oberste Gerichtshof wird ihre Berufung im Januar anhören, nachdem untergeordnete Gerichte die Entlassung blockiert hatten.

Diese Entwicklungen haben den Einsatz für die bevorstehende Ernennung erhöht.

Die Amtszeit des scheidenden Vorsitzenden Jerome Powell endet im Mai, und die Wahl seines Nachfolgers wird darüber entscheiden, ob die Fed ihre Unabhängigkeit bewahren kann, wenn sich die Prioritäten des Weißen Hauses verschieben.

Die Reiseverpflichtungen des Finanzministers, einschließlich der Treffen der Weltbank und des IWF in Washington in der nächsten Woche, gefolgt von einer Asienreise mit Trump, könnten die endgültigen Entscheidungen bis nach Thanksgiving verzögern.

Ziel ist es, kurz darauf eine reduzierte Auswahlliste für die Prüfung durch den Präsidenten vorzulegen.

Ein strategischer Ansatz für Amtszeiten und Amtszeiten

Eine wichtige Verfahrensfrage, die den Zeitpunkt der Ernennung bestimmt, ist die Dauer der verfügbaren Fed-Sitze.

Powell hat derzeit zwei Jahre vor Schluss einen Gouverneurssitz inne, während ein anderer Sitz – der von Adriana Kugler geräumt und nun von Stephen Miran besetzt wird – eine volle Amtszeit von 14 Jahren bis Januar bietet.

Der neue Lehrstuhl könnte zunächst für diesen längerfristigen Sitz nominiert werden, um Stabilität und Kontinuität zu gewährleisten.

Obwohl das Finanzministerium nicht bestätigt hat, welcher Weg gewählt wird, unterstreicht die Überlegung eine breitere strategische Bemühung, den institutionellen Einfluss in den nächsten zehn Jahren zu festigen.

Die Handhabung des Prozesses durch die Regierung – die Veröffentlichung der Kandidatennamen im Zuge der Entwicklung der Liste – markiert eine Abkehr von dem Ermessensspielraum, der normalerweise mit der Ernennung von Zentralbanken verbunden ist.

Rick Rieder macht mit Reformbestrebungen auf sich aufmerksam

Unter den Anwärtern soll Rick Rieder von BlackRock Bessent beeindruckt haben.

Rieder, der für seine analytischen Einblicke in die Anleihenmärkte und monetären Trends bekannt ist, ist der einzige Kandidat ohne vorherige Fed-Erfahrung.

Seine mögliche Nominierung signalisiert laut CNBC eine Präferenz für Perspektiven außerhalb des traditionellen politischen Kreises.

Bessents jüngster Essay über die Fed-Reform liefert weiteren Kontext. Er kritisierte die Zentralbank dafür, dass sie ihr Mandat über ihre Kernziele hinaus ausweitet.