Trump verpasst Friedensnobelpreis 2025: Norwegen bereitet sich auf diplomatische Turbulenzen vor

Trump verpasst Friedensnobelpreis 2025: Norwegen bereitet sich auf diplomatische Turbulenzen vor
Devesh Kumar
10. Okt. 2025, 12:36 PM
  • Nobelkomitee lehnt Trump trotz seines Vorstoßes für einen Waffenstillstand zwischen Israel und Gaza ab.
  • Norwegen betont die Unabhängigkeit des Ausschusses angesichts möglicher Gegenreaktionen der USA.
  • Beamte befürchten, dass Trumps Reaktion die Beziehungen zwischen den USA und Norwegen belasten könnte.

US-Präsident Donald Trump wurde bei der Verleihung des Friedensnobelpreises 2025 übergangen, und die Entwicklung hat in Norwegen Besorgnis ausgelöst.

Das norwegische Nobelkomitee gab am Freitag bekannt, dass der diesjährige Friedensnobelpreis an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado verliehen wird.

Berichten zufolge sind die Beamten in Oslo nervös und bereiten sich darauf vor, wie der US-Präsident die Nachricht aufnehmen könnte.

In den normalerweise ruhigen Hallen des Nobelkomitees ist die Spannung hoch, da Diplomaten, Analysten und Politiker darauf warten, was Trump als nächstes tut.

Trumps starkes Streben nach dem Preis, gepaart mit seiner umstrittenen internationalen Bilanz, schürt die Angst vor möglichen diplomatischen Konsequenzen.

Norwegische Beamte befürchten, dass seine Reaktion Spannungen auslösen könnte, die die Beziehungen zwischen den USA und Norwegen und die diplomatische Stabilität Europas bedrohen.

Politische Implikationen sind in Oslo zu spüren

Norwegens Regierung tut ihr Bestes, um sich von der Entscheidung, wer den Friedensnobelpreis erhält, zu distanzieren, und Beamte haben diese Botschaft immer wieder wiederholt und darauf bestanden, dass das Nobelkomitee völlig unabhängig arbeitet.

Aber nicht alle sind zuversichtlich, dass die Botschaft bei Donald Trump ankommen wird.

Kirsti Bergstø, Vorsitzende der Sozialistischen Linkspartei Norwegens, betonte die Unabhängigkeit des Nobelkomitees, äußerte sich aber besorgt darüber, dass Donald Trump sich dieser Tatsache bewusst sei.

Zu Hause sind die Politiker beunruhigt darüber, wie Trump reagieren könnte. Viele erinnern sich noch an seine früheren Drohungen mit Zöllen und Sanktionen gegen US-Verbündete, wenn er sich gekränkt fühlte.

Die Medien in Norwegen und Europa stellen die Ablehnung als ernsthaftes diplomatisches Risiko dar und schüren Spekulationen, dass Trump durch Handel, NATO-Dialog oder starke Erklärungen Vergeltung üben könnte.

Jüngste Berichte zeigen, dass Trump den norwegischen Finanzminister Jens Stoltenberg anrief, angeblich um über Zölle zu sprechen, aber es dauerte nicht lange, bis das Gespräch direkt auf seine Ambitionen auf den Friedensnobelpreis kam.

Es ist ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr er an den Preis gedacht hat.

Jetzt, da Oslo mit den Bemühungen jongliert, die US-Zölle von 15 Prozent auf norwegische Exporte zu lockern, und seine riesigen Staatsinvestitionen in Amerika verwaltet, bereiten sich die Beamten darauf vor.

Sowohl öffentliche Vergeltung als auch hinter den Kulissen von Trumps Seite scheinen reale Möglichkeiten zu sein, die Norwegen in höchster Alarmbereitschaft halten.

Friedensnobelpreis 2025: Warum Trump übergangen wurde?

Das Nobelkomitee traf seine endgültige Entscheidung Anfang dieser Woche, noch vor Trumps öffentlichkeitswirksamem Vorstoß für einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas, von dem seine Anhänger gehofft hatten, dass er seine Chancen erhöhen würde.

Experten weisen jedoch darauf hin, dass solche geopolitischen Schritte in letzter Minute einfach nicht Teil der Überlegungen des Ausschusses waren.

Stattdessen lag der Fokus auf Trumps Gesamtbild: Er zog sich aus globalen Verträgen zurück, schürte Spaltungen unter den Verbündeten und eine Vielzahl von innenpolitischen Kontroversen, die nicht genau mit den Qualitäten übereinstimmten, die der Nobelpreis traditionell würdigt.

Seine sehr öffentliche Lobbyarbeit, mit der Behauptung, er habe den Preis "verdient", und die Kontaktaufnahme mit norwegischen und internationalen Persönlichkeiten hat möglicherweise mehr Schaden als Nutzen angerichtet und seine Kampagne eher politisch erscheinen lassen, als dass er zu den langjährigen Normen der Unparteilichkeit des Komitees passt.