Trump kündigt zusätzliche Zölle von 100 % gegen China an, um Exporte von "kritischer Software" zu kontrollieren

Trump kündigt zusätzliche Zölle von 100 % gegen China an, um Exporte von "kritischer Software" zu kontrollieren
Devesh Kumar
11. Okt. 2025, 06:09 AM
  • Neuer Zoll von 100 % auf alle chinesischen Waren ab dem 1. November 2025.
  • Der Schritt folgt auf Chinas neue Beschränkungen für Exporte von Seltenen Erden.
  • USA verschärfen Exportkontrollen für "kritische Software".

US-Präsident Donald Trump kündigte am Freitag weitreichende neue Zölle gegen China an und erklärte einen zusätzlichen Zoll von 100 % auf alle chinesischen Waren sowie strengere Kontrollen für Exporte kritischer US-Software ab dem 1. November 2025.

Trump sagt, der Schritt sei eine direkte Reaktion auf Chinas "außerordentlich aggressive" Handelstaktiken, insbesondere auf Pekings neue Pläne, die Exportkontrollen für eine breite Palette von Produkten, einschließlich Seltenerdmineralien, zu verschärfen.

Es wird erwartet, dass die Entwicklung die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt verschärfen und die anhaltenden Unsicherheiten für die globalen Märkte verschärfen wird.

Was steckt hinter Trumps jüngsten Zöllen gegen China?

Ein Handelskrieg zwischen den USA und China ist nichts Neues. Die Rivalität braut sich seit Jahren zusammen, und in den letzten zehn Jahren haben sich beide Seiten gegenseitig mit Zöllen und Gegenmaßnahmen belegt.

Bereits 2018 verhängten die USA hohe Zölle auf chinesische Importe, die bei Waren im Wert von rund 360 Milliarden US-Dollar bis zu 25 % betrugen, bevor sich die Lage kurzzeitig abkühlte.

Jetzt, mit diesem neuen Zoll von 100 % zusätzlich zu den bestehenden, werden die durchschnittlichen Zölle auf ein Niveau von etwa 130 % steigen, das seit dem Höhepunkt des Handelskriegs nicht mehr erreicht wurde.

Die jüngste Runde deckt Berichten zufolge so ziemlich alles ab: Elektronik, Maschinen, Haushaltswaren und Kleidung, wobei es bisher keine Anzeichen für Ausnahmen gibt.

Was Trump am Freitag dazu veranlasst hat, zusätzliche Zölle anzukündigen, ist die Ankündigung Pekings, weitreichende Exportkontrollen für Seltenerdmineralien und Produktionstechnologien zu verhängen, die für die globale Technologie- und Verteidigungsindustrie von entscheidender Bedeutung sind.

Der US-Präsident kritisierte Chinas Vorgehen scharf und bezeichnete es als "außerordentlich aggressiv", um durch die Beschränkung des Zugangs zu kritischen Materialien Einfluss auf den internationalen Handel zu gewinnen.

Die neuen Zölle, die am 1. November in Kraft treten, sollen Chinas Schritt zurückschlagen und die wirtschaftlichen und nationalen Interessen der USA schützen.

Aber die Dinge haben sich schnell aufgeheizt, da sowohl Washington als auch Peking sich gegenseitig unfaire Taktiken vorwerfen, und beide deuten an, dass weitere Vergeltungsmaßnahmen auf dem Weg sein könnten.

Einschränkung von Softwareexporten: Technik im Fadenkreuz

Interessanterweise kündigte Donald Trump neben neuen Zöllen auch Exportkontrollen für sogenannte "kritische Software" an, die etwa zur gleichen Zeit in Kraft treten sollen.

Dies geschieht Wochen, nachdem China Nvidia-Chips verboten und strenge Zollkontrollen durchgesetzt hat , was Experten als Wettlauf mit künstlicher Intelligenz zwischen den beiden Supermächten bezeichnen.

Die Beamten haben noch nicht genau gesagt, welche Arten von Software betroffen sein werden, aber sie haben angedeutet, dass sie fortschrittliche Technologien abdecken wird, die mit Verteidigung, KI, Telekommunikation, Logistik und High-End-Fertigung verbunden sind.

Der Schritt spiegelt frühere Bemühungen wider, den Verkauf von Chip- und KI-Technologien an chinesische Unternehmen zu blockieren, die als Sicherheitsbedrohungen angesehen werden.

Das Hauptanliegen besteht darin, zu verhindern, dass sensible in den USA hergestellte Software wie Verschlüsselungstools, Designprogramme und Plattformen für maschinelles Lernen zur Stärkung von Chinas militärischer oder industrieller Macht verwendet wird.