Europäische Märkte eröffnen: Aktien fallen, da das Pfund aufgrund eines schwachen britischen Arbeitsmarktberichts um 0,4% fällt

Europäische Märkte eröffnen: Aktien fallen, da das Pfund aufgrund eines schwachen britischen Arbeitsmarktberichts um 0,4% fällt
Deepali Singh
14. Okt. 2025, 09:47 AM
  • Die europäischen Aktien haben niedriger eröffnet und damit die positive Dynamik vom Montag wieder wettgemacht.
  • Das britische Pfund ist nach einem schwachen britischen Arbeitsmarktbericht um 0,4 Prozent gefallen.
  • Die britische Arbeitslosenquote stieg im August auf schätzungsweise 4,8 Prozent.

Der fragile Optimismus, der die europäischen Märkte zu Beginn der Woche befriedigt hatte, ist verschwunden, da eine neue Dosis besorgniserregender Wirtschaftsdaten aus dem Vereinigten Königreich und das anhaltende Gespenst eines Handelskriegs zwischen den USA und China die Aktien am Dienstag auf einen breiten Rückzug geschickt haben.

Der positive Schwung vom Montag ist völlig verflogen. Der paneuropäische Stoxx 600 eröffnete fest im Minus, wobei die wichtigsten Börsen auf dem gesamten Kontinent alle im negativen Bereich lagen.

Dieser Stimmungsumschwung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Markt auf eine Woche mit wichtigen Sitzungen und einem wichtigen neuen Bericht über die Gesundheit der Weltwirtschaft vorbereitet.

Ein Arbeitsmarkt steckt in der Sackgasse fest

Der unmittelbarste Katalysator für die Besorgnis des Marktes ist ein enttäuschender Beschäftigungsbericht aus Großbritannien.

Daten des Office for National Statistics zeigten, dass die Arbeitslosenquote in den drei Monaten bis August auf schätzungsweise 4,8 Prozent gestiegen ist, ein Wert, der etwas höher war als von Ökonomen erwartet.

Der Bericht wurde als deutliches Zeichen für einen stagnierenden Arbeitsmarkt gewertet.

"Es hat sich in einem Muster eingependelt, in dem die Einstellungsbereitschaft schwach bleibt, aber die Arbeitsplatzverluste begrenzt sind – ein schwieriges Umfeld für Arbeitslose und Neueinsteiger – während diejenigen, die einen Job haben, mit größerer Wahrscheinlichkeit an Ort und Stelle bleiben", sagte Jack Kennedy, leitender Ökonom bei Indeed.

Die Marktreaktion ließ nicht lange auf sich warten: Das britische Pfund fiel sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Euro um 0,4 Prozent.

Die Daten haben auch alle verbleibenden Hoffnungen auf eine kurzfristige Zinssenkung durch die Bank of England so gut wie zunichte gemacht, wobei Kennedy feststellte, dass "die nächste Zinssenkung der Bank of England bis 2026 vom Tisch zu sein scheint".

Ein anhaltender Handelskrieg, eine Warnung der Unternehmen

Diese binnenwirtschaftliche Düsternis wird durch die anhaltenden und zutiefst verwirrenden Signale von der Handelsfront zwischen den USA und China noch verstärkt.

Die Märkte bleiben nach dem Schleudertrauma von Präsident Donald Trump, am Wochenende des Schleudertraumas, in dem er zunächst mit einer massiven neuen Welle von Zöllen drohte, um später zu suggerieren, dass die Beziehungen zu China "in Ordnung sein werden".

Diese tiefgreifende Unsicherheit ist ein starker Gegenwind für einen Markt, der verzweifelt nach Klarheit sucht.

Um der Sitzung eine weitere Vorsichtsmaßnahme hinzuzufügen, veröffentlichte der britische Ölriese BP am Dienstag ein neues Update der Prognosen.

Das Unternehmen warnte, dass es für das kommende dritte Quartal "Anpassungsposten nach Steuern im Zusammenhang mit Wertminderungen" von bis zu 500 Millionen Dollar erwarte, ein deutlicher Schock, der die defensive Stimmung des Marktes noch verstärkt.

Jetzt, da sich die Finanzführer der Welt in Washington zur Jahrestagung des IWF und der Weltbank treffen, wartet ein nervöser Markt auf die Veröffentlichung des jüngsten IWF-Berichts über den Weltwirtschaftsausblick, ein Dokument, das ein frisches und umfassendes Urteil über die Gesundheit einer Weltwirtschaft abgeben wird, die immer mehr Anzeichen von Spannungen zeigt.