Apple stützt sich auf China, um die Lieferkette inmitten der US-Zollrisiken zu stabilisieren

Apple stützt sich auf China, um die Lieferkette inmitten der US-Zollrisiken zu stabilisieren
Diya Poddar
15. Okt. 2025, 09:43 AM
  • Apple spendet während des Besuchs an die Tsinghua-Universität.
  • Foxconn bleibt trotz des Drucks in der indischen Produktion entscheidend.
  • Peking drängt auf Beschränkungen für Technologietransfers nach Indien und Vietnam.

Apple Inc. bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen politischem Druck aus Washington und der wirtschaftlichen Realität seiner Abhängigkeit von der chinesischen Produktion.

Während seines letzten Besuchs in China bekräftigte CEO Tim Cook das langfristige Engagement des Unternehmens in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt und signalisierte, dass Apple die lokalen Partnerschaften weiter stärken wird, auch wenn es seine Aktivitäten in anderen Ländern ausweitet.

Bloomberg berichtet, dass sich Cook am Mittwoch mit Li Lecheng, dem chinesischen Minister für Industrie und Informationstechnologie, getroffen hat.

Der Minister ermutigte Apple, eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Zulieferern zu pflegen. Cook reagierte mit dem Versprechen, "die Zusammenarbeit zu verstärken" und die Investitionen im Land auszuweiten.

China ist nach wie vor Apples größter Markt außerhalb der Vereinigten Staaten und ein wichtiger Knotenpunkt für die Montage seiner iPhones und anderer Geräte.

Apple stärkt seine Beziehungen zu China und expandiert gleichzeitig in andere Länder

Der jüngste Schritt von Apple unterstreicht die Herausforderungen, vor denen seine globalen Diversifizierungspläne stehen.

Trotz der jüngsten Bemühungen, die Abhängigkeit von China zu verringern, einschließlich des Hochfahrens der Produktion in Indien und der Erkundung neuer Aktivitäten in Vietnam, verlässt sich das Unternehmen für den Großteil seiner iPhone-Montage immer noch auf chinesische Partner wie die Foxconn Technology Group und Luxshare Precision Industry Co.

Während seiner Reise besuchte Cook den Apple Store in Shanghai und traf den Künstler Kasing Lung, den Schöpfer der beliebten Figur Labubu.

Er kündigte auch eine Spende an die Tsinghua-Universität an, eine der besten akademischen Einrichtungen Chinas, die die langfristige Präsenz von Apple im Land stärkt.

In der Zwischenzeit investiert das Unternehmen weiter in die Vereinigten Staaten und erweitert die Produktionskapazitäten für zukünftige Produktlinien.

Apple hat auch mit den Vorbereitungen für die Herstellung neuer Smart-Home-Geräte in Vietnam begonnen, ein Schritt, der das Produktionsrisiko inmitten der Handelsunsicherheit streuen soll.

Geopolitik erschwert Apples Diversifizierung

Cooks Besuch findet zu einer Zeit statt, in der US-Präsident Donald Trump erneut damit gedroht hat, Zölle auf im Ausland hergestellte Produkte zu erheben, einschließlich der von Apple hergestellten.

Die möglichen Zölle könnten in China hergestellte Geräte betreffen, die weiterhin das globale Produktionsnetzwerk von Apple dominieren.

Peking wiederum hat die Unternehmen ermutigt, das Tempo der Produktionsverlagerungen zu verlangsamen. Laut Bloomberg haben chinesische Beamte die Regulierungsbehörden und die lokalen Regierungen mündlich aufgefordert, den Technologietransfer und den Export von Ausrüstung in Länder wie Indien und Vietnam einzuschränken.

Diese Schritte zielen offenbar darauf ab, die Abwanderung fortschrittlicher Produktionskapazitäten aus China zu verhindern.

Indiens Ambitionen stehen vor frühen Herausforderungen

Auch Apples Diversifizierung nach Indien hat frühe Rückschläge erlitten. Anfang des Jahres schickte Foxconn Hunderte von chinesischen Ingenieuren aus seinen indischen iPhone-Werken zurück nach China und verdeutlichte damit die operativen Hürden bei der Replikation des gut etablierten chinesischen Fertigungsökosystems.

Trotzdem bleibt die Expansion von Apple in Indien Teil seiner umfassenderen langfristigen Strategie.

Aber im Moment deuten die jüngsten Entwicklungen darauf hin, dass die unmittelbare Priorität des Unternehmens darin liegt, einen reibungslosen Betrieb in China aufrechtzuerhalten – ein Schlüssel zu seinem globalen Umsatz und seiner Produktpipeline – auch wenn es versucht, geopolitische Risiken anderswo zu mindern.