Warum erlebt die US-Seltenerdaktie heute einen starken Ausverkauf?

Warum erlebt die US-Seltenerdaktie heute einen starken Ausverkauf?
Devesh Kumar
15. Okt. 2025, 18:44 PM
  • USAR fällt um 11%, nachdem die Zweifel der Anleger an der Unterstützung durch die US-Regierung wieder aufkommen.
  • Die Spekulationen mehren sich, dass die Trump-Regierung die Partnerschaftspläne verzögern könnte.
  • Analysten warnen, dass die Bewertungen die Fundamentaldaten bei weitem übertreffen, da die Spannungen bei den Seltenen Erden anhalten.

Die Aktie der USA Rare Earth (NASDAQ: USAR) stürzte am Mittwoch stark ab und verzeichnete einen Rückgang von 11%.

Die Entwicklung erfolgte inmitten erneuter Zweifel an der anhaltenden Unterstützung durch die US-Regierung und der anhaltenden Volatilität auf dem Markt für Seltenerdmetalle.

Der Ausverkauf wurde vor allem durch die Besorgnis der Anleger über die jüngsten geopolitischen Spannungen und Spekulationen ausgelöst, dass die Trump-Regierung ihre Partnerschaft mit dem Unternehmen zurückfahren könnte.

Der Absturz am Mittwoch kam zu einem Zeitpunkt, an dem sich die US-Aktie der Seltenen Erden in den letzten Sitzungen aufgrund der zunehmenden Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China sehr gut entwickelt hat.

Seltene Erden in den USA: Befürchtungen über staatliche Unterstützung wiegen schwer

Die Anleger werden langsam nervös, was die Zukunft der US-amerikanischen Seltenerdaktie angeht, vor allem, weil es immer noch keine klaren Anzeichen für eine solide staatliche Unterstützung gibt.

Die Trump-Regierung hat sich lautstark dafür ausgesprochen, die amerikanische Lieferkette für Seltene Erden zu stärken, über das Verteidigungsministerium 400 Millionen US-Dollar in MP Materials zu stecken und sogar Pläne für Preisuntergrenzen in Umlauf zu bringen, aber USA Rare Earth hat noch keine formellen Vereinbarungen getroffen.

CEO Barbara Humpton sagte kürzlich, dass die Gespräche mit den Bundesbehörden noch andauern, aber ohne konkrete Zusagen die Anleger nicht zuversichtlich seien.

Dieses Unbehagen hat nach Berichten über große Insiderverkäufe, vor allem durch den ehemaligen Insider Michael Blitzer, der über 2 Millionen Aktien abgestoßen hat, nur noch zugenommen.

Es ist die Art von Schritt, bei der sich die Aktionäre fragen, was Insider wissen könnten, was die Öffentlichkeit nicht weiß.

Bei dem Ausverkauf geht es nicht nur um unternehmensspezifische Sorgen, sondern auch um das, was auf dem breiteren Markt für Seltene Erden passiert.

Chinas jüngste Exportbeschränkungen haben die globalen Lieferketten erschüttert, insbesondere für US-Technologie- und Rüstungshersteller, die auf diese kritischen Mineralien angewiesen sind.

Während diese geopolitischen Schritte zunächst die Preise für Seltene Erden in die Höhe trieben, hielt der Optimismus nicht an.

Viele fragen sich nun, ob Washingtons Unterstützung über MP Materials hinausgehen wird.

Das jüngste Versprechen von Finanzminister Scott Bessent, Preisuntergrenzen einzuführen, könnte eine gewisse Erleichterung bringen, aber für USA Rare Earth, das immer noch keine offizielle Unterstützung durch die Regierung hat, reicht das nicht aus, um die Nerven zu beruhigen.

Die Mischung aus politischer Unsicherheit, Insiderverkäufen und globalen Handelsspannungen hält den Druck auf die Aktie aufrecht.

Bewertung und Marktstimmung unter Druck

Die US-amerikanische Seltenerdaktie hat in diesem Jahr einen massiven Aufwärtstrend erlebt und ist im Jahr 2025 um über 200 % gestiegen , da die Begeisterung der Anleger über die potenzielle staatliche Unterstützung des Unternehmens und die Dynamik des Seltenerdmarktes auf dem Höhepunkt ist.

Technisch gesehen befindet sich die Aktie im überkauften Bereich, wobei dem jüngsten Einbruch Volumenspitzen vorausgingen und technische Indikatoren wie der RSI auf eine Überhitzung hindeuten.

Die Analysten warnen seit einiger Zeit davor, dass die Bewertungen die Fundamentaldaten übertreffen, wobei der Umsatz bei null liegt und die Kursziele meist zwischen 15 und 22 US-Dollar liegen, was weit unter den jüngsten Handelsniveaus bei 35 US-Dollar liegt.

Diese Diskrepanz hat die Risikowahrnehmung erhöht, da die allgemeine Marktvolatilität, steigende Zinsen und Sektorrotationen spekulative Aktien belasten.