Micron-Aktien steigen um 3% nach UBS-Hochstufung auf 245 $ angesichts des knappen DRAM-Angebots

Micron-Aktien steigen um 3% nach UBS-Hochstufung auf 245 $ angesichts des knappen DRAM-Angebots
Ananthu C U
16. Okt. 2025, 14:34 PM
  • UBS hebt das Kursziel von Micron auf 245 $ an und signalisiert damit ein Aufwärtspotenzial von 28% angesichts des knappen DRAM-Angebots.
  • Die Nachfrage nach KI und Smartphones führt zu DRAM-Engpässen und verbessert die Gewinnaussichten von Micron.
  • UBS sieht einen nachhaltigeren Speicherzyklus, da HBM die Kapazitäten in der Chipindustrie neu gestaltet.

Die Aktie von Micron Technology könnte laut UBS weiter steigen, da der Halbleitermarkt mit einem zunehmenden Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage konfrontiert ist.

Die Investmentbank bekräftigte ihr "Buy"-Rating für den Chiphersteller und hob ihr 12-Monats-Kursziel von 225 $ auf 245 $ pro Aktie an.

Die neue Prognose impliziert eine potenzielle Rallye von 28% gegenüber dem Schlusskurs von Micron am Mittwoch von 191,94 $.

UBS-Analyst Timothy Arcuri nannte einen zunehmenden Mangel an DRAM-Chips (Dynamic Random Access Memory) und die steigende Nachfrage aus verschiedenen Sektoren als Hauptgründe für die Wachstumsaussichten von Micron.

Die Aktie legte nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel um 3% zu.

Knappes DRAM-Angebot steigert Preis- und Rentabilitätsaussichten

In seiner Mitteilung an die Kunden sagte Arcuri, dass die DRAM-Lieferengpässe immer akuter werden, was zu einer höheren Preissetzungsmacht und einer potenziellen Gewinnsteigerung für Speicherhersteller wie Micron führt.

"Unsere jüngste Runde von Branchenchecks deutet auf ein sehr robustes Nachfrageumfeld hin, das auf akute und sich verschlimmernde DRAM-Lieferengpässe trifft", schrieb er.

"Vor dem Hintergrund dieser angespannten Lieferbedingungen sehen wir eine weitere Stärkung der Rentabilität bei Core-DRAMs."

Die Versorgungskrise kommt zu einer Zeit, in der die Halbleiterindustrie bereits mit sich ändernden Produktionsprioritäten konfrontiert ist, wobei ein Großteil der verfügbaren Kapazität in Speicher mit hoher Bandbreite (HBM) umgeleitet wird, eine wichtige Komponente für künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentrumsanwendungen.

Nachfrageschub durch KI und Smartphones

UBS betonte, dass die Nachfrage nach DRAM in mehreren Endmärkten wächst.

Insbesondere US-amerikanische Hyperscaler – große Cloud-Service-Provider wie Amazon, Microsoft und Google – treiben die Nachfrage nach Speicherchips voran, die für KI-Training und datenintensive Workloads verwendet werden.

Arcuri wies auch auf eine erneute Stärke im Smartphone-Sektor hin, wo die Hersteller nach einem anhaltenden Einbruch die Komponentenbestellungen hochfahren.

Der Nachfrageschub wurde jedoch nicht ausreichend durch neues Angebot gedeckt.

"Die meisten neuen DRAM-Bits sind derzeit noch für HBM-Anwendungen (High Bandwidth Memory) vorgesehen", erklärt Arcuri.

Das bedeutet, dass traditionelle DRAM-Kunden – wie z. B. Hersteller von PCs und Mobilgeräten – mit Einschränkungen konfrontiert sind, da sich die Produktion auf margenstärkere HBM-Chips verlagert.

Ein dauerhafter Speicherzyklus voraus

Der UBS-Bericht betonte, dass sich dieser Zyklus als widerstandsfähiger erweisen könnte als frühere Booms und Busts im Speicherbereich, was vor allem darauf zurückzuführen ist, wie die HBM-Kapazitäten den Markt umgestalten.

"Alles in allem bekräftigen wir unsere seit langem vertretene Ansicht, dass der Zyklus dieses Mal wahrscheinlich dauerhafter sein wird, da HBM den traditionellen Speichermarkt 'verdrängt'."

sagte Arcuri. Er fügte hinzu, dass "der größte, wenn nicht sogar der gesamte Kapazitätszuwachs in der gesamten Branche bis 2027 wahrscheinlich an HBM gehen wird".

Dieser strukturelle Wandel wird es den Speicheranbietern laut UBS ermöglichen, sich auf höherwertige Märkte zu konzentrieren, was die historische Volatilität der Branche verringern könnte.

Die Aktien von Micron sind seit Jahresbeginn bereits um mehr als 128% gestiegen, was das wachsende Vertrauen der Anleger in die Fähigkeit des Unternehmens widerspiegelt, von diesen günstigen Trends zu profitieren.

Angesichts der anhaltenden Angebotsengpässe und der anhaltenden Nachfrage nach KI ist Micron nach Ansicht von UBS gut positioniert, um seinen Aufwärtstrend in den kommenden Monaten fortzusetzen.