Warum erlebt die Okla-Aktie am Mittwoch einen starken Ausverkauf?

Warum erlebt die Okla-Aktie am Mittwoch einen starken Ausverkauf?
Devesh Kumar
22. Okt. 2025, 19:19 PM
  • Oklo stürzt um 16% ab, nachdem die FT eine Bewertung von 20 Mrd. $ ohne Umsatz untersucht hat.
  • Analysten warnen vor "schaumigen" Preisen und einem jahrzehntelangen Weg zu Gewinnen.
  • Regulatorische, Treibstoffzugangs- und Verwässerungsrisiken trüben die kurzfristigen Aussichten.

Der Aktienkurs von Oklo (NYSE: OKLO) fiel am Mittwoch um über 16%, was eine erhöhte Handelsaktivität auslöste und die Aufmerksamkeit von Investoren und Analysten auf sich zog.

Der starke Intraday-Rückgang der Aktie trat an mehreren Börsen auf, was zu Volatilität bei Optionen und einem erhöhten Volumen im Vergleich zu den jüngsten Durchschnittswerten führte.

Marktbeobachter verdauen Unternehmenserklärungen und behördliche Einreichungen, während die Broker die Richtlinien aktualisieren.

Dieser plötzliche Schritt hat Fragen über die kurzfristigen Aussichten aufgeworfen und wird wahrscheinlich die Stimmung im breiteren Sektor der sauberen Energie beeinflussen.

Warum stürzt die Oklo-Aktie ab?

Der Hauptauslöser für den starken Rückgang der Okla-Aktie am Mittwoch ist ein Bericht der Nachrichtenagentur Financial Times, die die Bewertung des Atom-Startups in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar unter die Lupe nahm, obwohl es keine Einnahmen oder Betriebslizenzen hatte.

Mit dem Rückgang am Mittwoch verzeichnet die Oklo-Aktie einen wöchentlichen Rückgang von 30% und macht damit die jüngsten Gewinne zunichte, die die Aktien seit Jahresbeginn um über 500% steigen ließen.

Der Bericht der Financial Times hob große Bedenken hinsichtlich der Geschäftsmodelle von Oklo und seiner Verbindungen zu Politikern hervor.

Das im Silicon Valley ansässige Unternehmen, das kleine modulare Reaktoren mit flüssigem Natrium als Kühlmittel einsetzen will, muss noch die Genehmigung der Nuclear Regulatory Commission einholen oder verbindliche Stromverträge abschließen.

Es werden Fragen über den "Anschein von Unangemessenheit" in Bezug auf Oklos Zugang zu speziellem Reaktorbrennstoff aufgeworfen, zumal das ehemalige Oklo-Vorstandsmitglied Chris Wright jetzt als Trumps Energieminister fungiert.

Was sagen Analysten?

Die Stimmen an der Wall Street werden immer lauter zu den Bewertungssorgen.

Jim Cramer forderte die Anleger auf, Gewinne mitzunehmen, da die Aktie "zu weit und zu schnell gestiegen" sei, und nannte den Anstieg "den Höhepunkt der Spekulation".

Er wies darauf hin, dass Oklo fast 100 Millionen US-Dollar pro Jahr verbrennt, ohne dass es einen Umsatz hat, aber immer noch eine Bewertung von rund 23 Milliarden US-Dollar hat.

Goldman Sachs hat ebenfalls auf das Risiko hingewiesen und die Coverage auf "Neutral" begonnen und auf die "schaumige Bewertung" und die Abhängigkeit des Unternehmens von natriumgekühlter Reaktortechnologie hingewiesen, ein Design, das in der Vergangenheit Probleme hatte.

Die Nerven der Anleger lagen auch bei den Verkäufen.

ARK Invest verkaufte am Montag 53.353 Aktien im Wert von rund 8,5 Millionen US-Dollar, ein Zeichen dafür, dass die institutionelle Überzeugung ins Wanken geraten könnte.

Darüber hinaus haben Insider, darunter CEO Jacob DeWitte und CFO Craig Bealmear, während der Rallye mehr als 50 Millionen US-Dollar ausgezahlt.

Mit nur 226 Mio. $ an Barmitteln, einem negativen operativen Cashflow von 52,1 Mio. $ und einer hohen Burn-Rate schleichen sich die Befürchtungen einer zukünftigen Verwässerung ein.

Während Oklo sich die Unterstützung des Energieministeriums für drei fortschrittliche Anlagen zur Herstellung von Kernbrennstoffen sicherte und den ersten Spatenstich für sein Pilotprojekt in Idaho setzte, warnen Analysten, dass das Unternehmen die Rentabilität nicht vor etwa 2030 erreichen wird.

Der Rückgang der Okla-Aktie spiegelt die wachsende Skepsis wider, ob die aktuellen Bewertungen die Ausführungsrisiken im kapitalintensiven Nuklearsektor angemessen berücksichtigen.

Der Einbruch am Mittwoch markiert einen Realitätscheck für die hohen Bewertungen inmitten regulatorischer, finanzieller und politischer Unsicherheiten und erinnert die Anleger daran, dass die nukleare Innovation vor schwierigen, teuren Herausforderungen steht.