Nvidia-CEO Jensen Huang plant neue Partnerschaften in Asien, da die Handelsgespräche zwischen den USA und China bevorstehen

Nvidia-CEO Jensen Huang plant neue Partnerschaften in Asien, da die Handelsgespräche zwischen den USA und China bevorstehen
Ananthu C U
28. Okt. 2025, 20:10 PM
  • Jensen Huang treibt die Asien-Strategie von Nvidia inmitten der Tech-Spannungen zwischen den USA und China voran.
  • Nvidia unterzeichnet neue KI-Chip-Verträge mit Samsung, Hyundai und der SK Group.
  • Trumps Asiengespräche könnten über den Zugang von Nvidia zum chinesischen Markt im Wert von 50 Milliarden US-Dollar entscheiden.

Der Vorstandsvorsitzende der Nvidia Corp., Jensen Huang, hielt am Dienstag eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede in der US-Hauptstadt, da die Anleger Klarheit über die Fähigkeit des Unternehmens suchten, seine fortschrittlichen Chips angesichts der sich ändernden Handelspolitik nach China zu verkaufen.

Die Rede fiel mit der Asienreise von Präsident Donald Trump und den laufenden Bemühungen zusammen, die Technologiebeziehungen zwischen den USA und China neu zu kalibrieren und die Voraussetzungen für mögliche Entwicklungen zu schaffen, die die Zukunft des globalen Halbleiterhandels prägen könnten.

Nvidia baut Regierungsbeziehungen mit GTC-Veranstaltung in Washington aus

Huang sprach auf der GTC-Veranstaltung von Nvidia, die zum ersten Mal in Washington, D.C., stattfand, vor einem überfüllten Publikum – ein strategischer Schritt, der das wachsende Engagement des Unternehmens mit Regierungsbehörden und Rüstungsunternehmen unterstreicht.

Die Abkehr vom traditionellen Veranstaltungsort im Silicon Valley signalisiert die Absicht von Nvidia, die Beziehungen im politischen und bundesstaatlichen Technologiesektor zu stärken.

Die Veranstaltung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich Trump auf sein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Ende dieser Woche vorbereitet, wobei der Fluss fortschrittlicher Technologien – insbesondere der KI-Chips von Nvidia – voraussichtlich ein wichtiger Diskussionspunkt sein wird.

Unter dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden schränkten die US-Exportbeschränkungen den Verkauf der leistungsstärksten Chips von Nvidia nach China ein.

Während Trump diese Beschränkungen während seiner zweiten Amtszeit zunächst aufrechterhielt, änderte er im Juli seinen Kurs und eröffnete den eingeschränkten Zugang wieder.

Huang hat argumentiert, dass China eine 50-Milliarden-Dollar-Chance darstellt, die für die Finanzierung von Forschung und Entwicklung in den USA entscheidend ist, was den Wettbewerbsvorteil von Nvidia im Bereich KI untermauert.

Stärkung der Partnerschaften in ganz Südkorea

Während die USA und China weiterhin mit Handelsspannungen zu kämpfen haben, arbeitet Huang auch daran, die Präsenz von Nvidia in Südkorea zu vertiefen – Asiens viertgrößte Volkswirtschaft und ein wichtiger Akteur in der globalen Halbleiterlieferkette.

Einem Bloomberg-Bericht zufolge plant Huang, neue Verträge mit großen koreanischen Konglomeraten bekannt zu geben, darunter Samsung Electronics Co., Hyundai Motor Group und SK Group.

Die Verträge werden die Entwicklung der KI-Infrastruktur in Südkorea unterstützen und Unternehmen, die KI-Rechenzentren und -Modelle bauen, eine zuverlässige GPU-Versorgung bieten.

Die SK Group, zu der auch der Chiphersteller SK Hynix Inc. gehört, investiert 7 Billionen Won (ca. 4,9 Milliarden US-Dollar) in ein neues KI-Rechenzentrum, und die Beteiligung von Nvidia könnte eine wichtige Rolle bei seiner Entwicklung spielen.

Die Ankündigungen werden vor Huangs Auftritt auf dem APEC-CEO-Gipfel in Gyeongju am Freitag erwartet.

Der Zeitpunkt dieser Partnerschaften steht im Einklang mit Trumps Plan, ein weitreichendes Kooperationsabkommen mit Südkorea zu unterzeichnen, das künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Biotechnologie und 6G-Technologie abdeckt.

Nvidia steht nach wie vor im Zentrum eines globalen Booms der KI-Infrastruktur, der in den kommenden Jahren voraussichtlich 1 Billion US-Dollar übersteigen wird.

Unternehmen wie OpenAI und Oracle Corp. investieren stark in Rechenzentren, um KI-Anwendungen der nächsten Generation zu unterstützen.

Während dieser Anstieg die Bewertungen und den Optimismus in die Höhe getrieben hat, haben Analysten den Wahnsinn mit der Dotcom-Ära verglichen und vor einer möglichen Überhitzung gewarnt, da die Einführung von KI im Mainstream nur langsam voranschreitet.

Um die Dynamik aufrechtzuerhalten, hat Huang das Konzept der "souveränen KI" gefördert und die Nationen ermutigt, inländische KI-Fähigkeiten zu entwickeln.

Südkorea zum Beispiel plant, sich bis 2030 200.000 Hochleistungs-GPUs zu sichern – eine Anstrengung von 3 Milliarden US-Dollar, die mit der Vision von Nvidia übereinstimmt.

Unterdessen verliert Nvidia in China weiter an Boden, wo staatliche Richtlinien die Bestellungen für mehrere seiner wichtigsten Chips gestoppt und seinen Marktanteil von 95 % auf praktisch null reduziert haben.

Während sich Trump auf sein Treffen mit Xi Jinping Ende dieser Woche vorbereitet, werden die Anleger genau beobachten, ob der zukünftige Zugang von Nvidia zu chinesischen Käufern Teil umfassenderer Handelsgespräche wird – was möglicherweise die Entwicklung des Unternehmens in einem der größten Technologiemärkte der Welt neu gestalten könnte.