Chinas Fabrikeinbruch verschärft sich, da die Exportaufträge schwächer werden

Chinas Fabrikeinbruch verschärft sich, da die Exportaufträge schwächer werden
Diya Poddar
31. Okt. 2025, 09:54 AM
  • Die Fabrikproduktion und die Auftragseingänge gingen in den wichtigsten Sektoren zurück.
  • Der PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe stieg leicht auf 50,1, fiel jedoch auf 50,0.
  • Das BIP-Wachstum verlangsamte sich im 3. Quartal auf 4,8% und damit auf den schwächsten Stand seit einem Jahr.

Chinas verarbeitendes Gewerbe rutschte im Oktober weiter in die Kontraktion, was den Druck auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt unterstreicht, da die schwache globale Nachfrage und die erneuten Handelsspannungen mit Washington die Produktion belasten.

Das National Bureau of Statistics berichtete, dass sein offizieller Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe von 49,8 im September auf 49,0 gefallen ist.

Es war der niedrigste Wert seit sechs Monaten und der sechste Monat in Folge unter der 50er-Schwelle, die Wachstum von Schrumpfung trennt.

Rückgang der Fabriken deutet auf schwache Nachfrage hin

Der jüngste PMI-Wert verfehlte die mittlere Prognose von 49,6, was darauf hindeutet, dass die Erholungsdynamik des Vorquartals nachlässt.

Die Teilindizes, die die Produktion, die Auftragseingänge, die Rohstoffbestände und die Beschäftigung abbilden, gingen im Oktober zurück, was auf einen breiten Vertrauensverlust im gesamten Industriesektor hindeutet.

Die schwachen Exportaufträge haben sich als eines der deutlichsten Anzeichen für Stress erwiesen.

Viele Fabriken hatten zuvor ihre Lieferungen vor einer möglichen Eskalation der Zölle aus den Vereinigten Staaten beschleunigt, aber da weniger Aufträge aus Übersee in der Pipeline sind, sehen sich die Produzenten mit engeren Margen und einer Verlangsamung der Kapazitätsauslastung konfrontiert.

Dies deutet auf einen tieferen Abschwung im verarbeitenden Gewerbe hin, der sich bis ins letzte Quartal des Jahres erstrecken könnte.

Dienstleistungssektor hält sich stabil

Im Gegensatz dazu stieg der PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe, der das Baugewerbe und den Dienstleistungssektor abbildet, im Oktober leicht auf 50,1 von 50,0 im September.

Die Zahl spiegelt ein moderates Wachstum in den Bereichen Transport, Gastgewerbe und kulturelle Aktivitäten wider, das vorübergehend durch den achttägigen Feiertag der Goldenen Woche in China Anfang des Monats angekurbelt wurde.

Der NBS Composite PMI, der sowohl das verarbeitende als auch das nicht-verarbeitende Gewerbe umfasst, fiel jedoch von 50,6 im Vormonat auf 50,0, was darauf hindeutet, dass die allgemeinen Geschäftsbedingungen stagnieren.

Der breitere Wert deutet auf eine fragile Dynamik hin, auch wenn Peking weiterhin Anstrengungen unternimmt, das Wachstum durch gezielte fiskalische Maßnahmen und Infrastrukturinvestitionen zu stabilisieren.

Wachstumssorgen nehmen angesichts der politischen Unsicherheit zu

Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 4,8% und damit so langsam wie seit einem Jahr nicht mehr, was die Befürchtung aufkommen lässt, dass die jüngsten Stabilisierungsmaßnahmen nicht ausreichen könnten, um dem zunehmenden externen und inländischen Gegenwind entgegenzuwirken.

Die Anlageinvestitionen schrumpften in den ersten neun Monaten des Jahres um 0,5 %, der erste Rückgang seit 2020, wie aus von Wind Information zusammengestellten Daten hervorgeht.

Große Industrieunternehmen verzeichneten im Oktober jedoch einen Gewinnanstieg von 21,6 % gegenüber dem Vorjahr, da der nachlassende Preisverfall und staatliche Maßnahmen zur Kontrolle von Überkapazitäten zur Stützung der Margen beitrugen.

Trotz dieser Verbesserung bleibt das Gesamtbild uneinheitlich, da der anhaltende Immobilienabschwung und der schwache Arbeitsmarkt die Konsumausgaben weiterhin dämpfen.

Waffenstillstand bietet begrenzte Erleichterung

China und die Vereinigten Staaten haben am Donnerstag nach Monaten des erneuten Zolldrucks einen vorübergehenden Waffenstillstand im Handel geschlossen.

Das Abkommen beinhaltet die Verpflichtung der USA, die Zölle von 20 % auf chinesische Waren im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Fentanyl zu halbieren, während China die großflächigen Käufe amerikanischer Agrarprodukte wie Sojabohnen wieder aufnehmen wird.

Peking erklärte sich außerdem bereit, seine Exportbeschränkungen für Seltene Erden für ein Jahr auszusetzen und weitere Schritte zu unternehmen, um den Export von Chemikalien, die bei der Fentanylproduktion verwendet werden, einzudämmen.

Beide Seiten einigten sich darauf, im gleichen Zeitraum auf die Hafenanlegegebühren für die Schiffe der jeweils anderen Seite zu verzichten.

Während das Abkommen das unmittelbare Risiko einer Eskalation verringert hat, haben Analysten davor gewarnt, dass es zu einer umfassenden Lösung in strukturellen Fragen wie Technologietransfer und Taiwan führt, was den Waffenstillstand anfällig für erneute Spannungen macht.