Europa-Bulletin: Stablecoins auf einer Linie, Europas Linke unter Strom, Angst vor Atomwaffen steigt
- Großbritannien und die USA koordinieren die Aufsicht über Stablecoins.
- Mamdanis Sieg in New York stärkt das Selbstvertrauen der europäischen Linken.
- Hier ist ein Blick auf die wichtigsten Entwicklungen in der Region am Mittwoch.
Die politische und wirtschaftliche Landschaft Europas verändert sich inmitten globaler Unsicherheiten. Das Vereinigte Königreich und die USA arbeiten daran, die Stablecoin-Vorschriften im Zuge der Entwicklung des digitalen Finanzwesens anzugleichen.
In der Politik stärkt der Sieg von Zohran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in New York Europas Linke in einer Zeit zunehmender rechter Dynamik.
In der Zwischenzeit nehmen die geopolitischen Spannungen zu, da Russland die Bereitschaft signalisiert, die Atomtests wieder aufzunehmen, und der Energieriese Ørsted mit Rückschlägen konfrontiert ist, die mit der US-Politik und dem Druck in der Lieferkette zusammenhängen.
Ein Blick auf die wichtigsten Entwicklungen in der Region am Mittwoch.
Großbritannien und USA streben eine Angleichung der Stablecoins an
Die stellvertretende Gouverneurin der Bank of England, Sarah Breeden, hat hervorgehoben, wie wichtig es für das Vereinigte Königreich und die USA ist, bei den Stablecoin-Regeln zusammenzuarbeiten.
Da das Vereinigte Königreich am 10. November aktualisierte Stablecoin-Vorschriften veröffentlichen wird, wies sie darauf hin, dass die Bank of England aktiv mit der US-Notenbank spricht und beide Regierungen versuchen, ihre Regulierungsansätze aufeinander abzustimmen.
Die neuen Vorschläge des Vereinigten Königreichs zielen speziell auf systemische Stablecoins ab, d. h. auf die Arten, die für alltägliche Zahlungen weit verbreitet sein könnten und daher einen großen Einfluss auf das Finanzsystem haben könnten.
Stablecoins, die nicht als systemisch gelten, werden stattdessen von der Financial Conduct Authority beaufsichtigt, von der erwartet wird, dass sie einen leichteren Ansatz verfolgen wird.
Insgesamt besteht das Ziel darin, Innovationen im digitalen Zahlungsverkehr zu fördern und gleichzeitig Leitplanken zu setzen, um potenzielle Risiken auf dem Kryptomarkt zu vermeiden.
Die Botschaft ist klar: Wenn Stablecoins Teil der Mainstream-Finanzwelt sein sollen, müssen die Hauptakteure auf derselben Seite stehen.
Mamdanis Sieg inspiriert Europas Linke
Der Sieg von Zohran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in New York City hat linken Parteien in ganz Europa Auftrieb gegeben.
Sein Wahlkampf hat gezeigt, dass mutige, progressive Ideen auch in einer Zeit, in der rechte Parteien vielerorts an Boden gewinnen, immer noch den Durchbruch schaffen können.
Mamdani konzentrierte sich auf Dinge wie strengere Mietpreiskontrollen, höhere Steuern für Reiche und breitere soziale Gerechtigkeit – Ideen, die eindeutig mit den Wählern in Verbindung stehen, die mit steigenden Lebenshaltungskosten und wachsender Ungleichheit zu kämpfen haben.
Jetzt machen sich Parteien wie die Linke in Deutschland und die Grünen in Großbritannien Notizen.
Sie interessieren sich vor allem für seinen Organisationsstil an der Basis und seine Bereitschaft, in wirtschaftlichen Fragen klar zu sein, ohne vor einer offeneren Einwanderungspolitik zurückzuweichen.
Putin bereitet sich auf mögliche Atomtests vor
Der russische Präsident Wladimir Putin hat hohe Beamte angewiesen, mit der Planung für die Möglichkeit einer Wiederaufnahme von Atomwaffentests zu beginnen, was Russland seit 1991 nicht mehr getan hat.
Dies geschieht kurz nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump angedeutet hatte, dass die USA in Betracht ziehen könnten, dasselbe zu tun und mehr als 30 Jahre ohne solche Tests zu beenden.
Putin machte deutlich, dass Russland nicht zuerst handeln würde; sie würden die Tests nur wieder aufnehmen, wenn die USA sich tatsächlich daran halten.
Dennoch forderte er die Ministerien auf, genau zu beobachten, was Washington tut, und mit einer koordinierten Antwort bereit zu sein.
Russische Verteidigungsbeamte haben auch darauf hingewiesen, dass ihr Testgelände in Nowaja Semlja in der Arktis bereits vorbereitet ist, falls es dazu kommen sollte.
Sicherheitsexperten befürchten, dass selbst die Diskussion über eine Rückkehr zu Atomtests die globalen Spannungen erhöhen und möglicherweise andere Länder dazu ermutigen könnte, ihre eigenen Programme wieder aufzunehmen.
Kurz gesagt, dies könnte der Beginn einer besorgniserregenden neuen Phase in der globalen Nuklearpolitik sein.
Ørsted von politischen Hürden in den USA betroffen
Ørsted, der weltweit größte Betreiber von Offshore-Windparks, verzeichnete im dritten Quartal 2025 einen Nettoverlust von 1,70 Milliarden dänischen Kronen (etwa 265 Millionen US-Dollar).
Das Hauptproblem? Steigende Zölle und neue regulatorische Hürden in den USA unter der Trump-Regierung.
Trumps Handelspolitik und die Pause bei neuen Offshore-Windlizenzen haben die Projekte verlangsamt, wobei das Revolution Wind-Projekt eines der am stärksten betroffenen Projekte ist.
Hinzu kommt, dass Ørsted mit höheren Kosten und anhaltenden Problemen in der Lieferkette zu kämpfen hat, was den Druck noch erhöht.
Die Verluste des Unternehmens waren zwar geringer als von Analysten erwartet, aber das EBITDA blieb immer noch hinter den Prognosen zurück.
Die umfassendere Schlussfolgerung daraus ist, dass Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien derzeit vor einigen ernsthaften Herausforderungen stehen, von sich verändernden politischen Klimabedingungen bis hin zur globalen wirtschaftlichen Unsicherheit.
Als Reaktion darauf plant Ørsted, seine Belegschaft bis 2027 um rund 2.000 Mitarbeiter zu reduzieren, um Kosten zu senken und den Betrieb zu stabilisieren.
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