Die japanische SBI Group kooperiert mit Chainlink Labs, um die Tokenisierung zu fördern

Die japanische SBI Group kooperiert mit Chainlink Labs, um die Tokenisierung zu fördern
Diya Poddar
06. Nov. 2025, 10:22 AM
  • Im Rahmen der Partnerschaft wird auch das ACE von Chainlink untersucht, um die Einhaltung der Vorschriften in mehreren Rechtsordnungen zu gewährleisten.
  • Die neue Infrastruktur von Chainlink, CRE und Confidential Compute, verbessert den Datenschutz und die Bereitschaft des Unternehmens.
  • Die Zusammenarbeit steht im Einklang mit Japans Vorstoß für die regulierte Expansion digitaler Vermögenswerte in Asien.

Die japanische SBI Group, die ein Vermögen von über 78,65 Milliarden US-Dollar (12,1 Billionen Yen) verwaltet, hat ihre Blockchain-Ambitionen durch eine strategische Allianz mit Chainlink Labs vertieft.

Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Einführung von tokenisierten realen Vermögenswerten, Cross-Chain-Zahlungen und Stablecoin-Verifizierung in ganz Asien zu beschleunigen.

Es signalisiert auch, wie sich traditionelle Finanzinstitute darauf vorbereiten, die Blockchain-Infrastruktur in die globalen Märkte zu integrieren, da Chainlink seine institutionelle Reichweite inmitten der Einführung neuer Technologien und der Verknappung der Liquidität in seinem nativen LINK-Token erweitert.

SBI Digital Markets (SBIDM), der Digital-Asset-Arm der Gruppe, wird das Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) von Chainlink integrieren. Das System ermöglicht die sichere Bewegung von tokenisierten Vermögenswerten sowohl über öffentliche als auch über private Blockchains.

CCIP Private Transactions wird es SBIDM ermöglichen, konforme, datenschutzkonforme Transaktionen durchzuführen, ohne vertrauliche Daten wie Transaktionsbeträge oder Details zur Gegenpartei preiszugeben.

SBIDM prüft auch die Automated Compliance Engine (ACE) von Chainlink, ein Framework, das entwickelt wurde, um richtlinienbasierte Compliance in mehreren Ländern durchzusetzen.

Gemeinsam werden CCIP und ACE den Plan von SBIDM untermauern, ein umfassendes Ökosystem für digitale Vermögenswerte aufzubauen, das die Ausgabe, Abwicklung und den Sekundärhandel von tokenisierten Wertpapieren unterstützt.

Diese Zusammenarbeit baut auf früheren Arbeiten zwischen der SBI Group und Chainlink auf, einschliesslich der Beteiligung am Project Guardian der Monetary Authority of Singapur an der Seite von UBS Asset Management.

Die Initiative demonstrierte erfolgreich, wie die Blockchain-Automatisierung die Fondsmanagementprozesse vereinfachen und den Verwaltungsaufwand reduzieren kann.

Die Partnerschaft fällt mit der Einführung von zwei großen Chainlink-Technologien zusammen: Chainlink Runtime Environment (CRE) und Chainlink Confidential Compute (CC).

CRE dient als vereinheitlichende Orchestrierungsschicht, die die bestehenden Dienste von Chainlink verbindet, darunter Oracles, CCIP, Proof of Reserve und ACE.

In der Zwischenzeit führt Confidential Compute, das voraussichtlich im Jahr 2026 eingeführt wird, die datenschutzorientierte Ausführung von Smart Contracts für Unternehmenskunden ein.

Die Technologie wird vertrauliche Transaktionen in Sektoren wie tokenisierten Fonds, privaten Kreditmärkten und Delivery versus Payment (DvP)-Abrechnungen erleichtern, Bereiche, in denen die institutionelle Akzeptanz schnell zunimmt.

Zum wachsenden Kundenstamm von Chainlink gehören bereits globale Finanznamen wie SWIFT, Mastercard, Euroclear, UBS und ANZ. Dies stärkt seine Rolle als Brücke zwischen Blockchain und konventionellem Finanzwesen.

Die Ankündigung kommt zu einem volatilen Zeitpunkt für den nativen Token von Chainlink, LINK. LINK ist im vergangenen Monat um 36,7% gefallen, zeigte aber kürzlich Anzeichen einer Stabilisierung und wurde bei Redaktionsschluss bei 14,89 $ gehandelt, was einem Anstieg von 0,41% innerhalb von 24 Stunden entspricht.

Quelle: CoinMarketCap

Mehr als 80 Millionen Token oder etwa 11 % des zirkulierenden Angebots wurden in diesem Jahr zurückgezogen, was auf eine wachsende Präferenz für Selbstverwahrung und langfristiges Halten hindeutet.

Die Akkumulation von Walen hat ein Mehrjahreshoch erreicht, was auf einen geringeren Verkaufsdruck und ein wiedergewonnenes Vertrauen in die langfristigen Fundamentaldaten von LINK hindeutet.

Experten weisen darauf hin, dass institutionelle Partnerschaften und ein schrumpfendes Devisenangebot günstige Bedingungen für eine Preiserholung schaffen könnten, wenn die Marktnachfrage anzieht.

Breitere Auswirkungen auf die institutionelle Blockchain-Einführung

Für die SBI Group stellt die Partnerschaft einen strategischen Schritt zum Aufbau einer Infrastruktur dar, die in der Lage ist, traditionelle Märkte mit Blockchain-basierten Finanzen zu verbinden.

Es steht auch im Einklang mit Japans wachsender regulatorischer Offenheit für digitale Vermögenswerte, einschließlich Plänen für Yen-gestützte Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere.

Wenn die Integration der Chainlink-Technologie durch SBI in großem Maßstab durchgeführt wird, könnte sie einen Wendepunkt für die institutionelle Blockchain-Nutzung in Asien markieren und den Weg für automatisierte Compliance, grenzüberschreitende Abwicklung und tokenisierte Kapitalmärkte ebnen.

Der Erfolg der Partnerschaft wird davon abhängen, wie effektiv die beiden Unternehmen Prototypen in regulierten Umgebungen in produktionsreife Systeme umsetzen können.

Während Marktbeobachter vorsichtig bleiben, hat die Kombination aus institutionellen Kooperationen, wachsender Infrastruktur und rückläufigem Token-Angebot von Chainlink die Voraussetzungen für eine potenzielle Dynamik geschaffen.

Ob diese Entwicklungen eine langfristige Rallye aufrechterhalten können, bleibt abzuwarten.