Europa-Bulletin: Russische Bedrohungswarnung, Dänemarks Sozialverbot für Teenager, FTSE-Einbruch

Europa-Bulletin: Russische Bedrohungswarnung, Dänemarks Sozialverbot für Teenager, FTSE-Einbruch
Devesh Kumar
07. Nov. 2025, 17:53 PM
  • Deutscher General warnt Russland, dass es schon morgen auf NATO-Territorium angreifen könnte.
  • Dänemark plant, soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren zu verbieten, um die psychische Gesundheit zu schützen.
  • Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen in der Region heute.

Ein hochrangiger deutscher General schlägt Alarm und warnt davor, dass Russland jederzeit einen begrenzten Schlag auf NATO-Territorium starten könnte, sogar schon morgen.

In Dänemark treibt die Regierung einen mutigen Plan voran, soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren zu verbieten, als Teil einer wachsenden globalen Bemühung, junge Nutzer vor den psychischen Folgen des ständigen Scrollens zu schützen.

Unterdessen beendeten die britischen Märkte die Woche im Minus, da Fluggesellschafts- und Immobilienaktien den FTSE nach unten zogen, obwohl ITV mit einem potenziellen Mediendeal in Höhe von 1,6 Mrd. £ Schlagzeilen machte.

Und in Deutschland meldete der neu unabhängige Autoteilehersteller Aumovio einen starken Gewinnrückgang, konnte aber immer noch die Prognosen übertreffen – ein solides Debüt nach der Trennung von Continental.

Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen in der Region heute.

Deutscher General warnt vor möglichem russischen Angriff

Ein hochrangiger deutscher General, Generalleutnant Alexander Sollfrank, zieht mit einer eindringlichen Warnung die Augenbrauen hoch: Er sagt, Russland könne schon morgen einen kleinen, begrenzten Angriff auf NATO-Territorium starten, wenn es das wolle.

Sollfrank betonte, dass ein solcher Schritt wahrscheinlich schnell und auf eine bestimmte Region beschränkt sein würde und kein ausgewachsener Krieg, da Russland immer noch tief in der Ukraine verwurzelt sei.

Dennoch warnte er, dass Moskau noch über genügend Feuerkraft verfüge: starke Luft- und Atomstreitkräfte, frische Truppenverstärkung und genügend Panzer, um einen kurzen, gezielten Angriff durchzuführen.

Ob Russland diesen Schritt unternehme oder nicht, hänge wirklich davon ab, wie entschlossen die Abschreckungshaltung der NATO im Moment sei.

Er wies auch auf Russlands anhaltenden Einsatz hybrider Kriegsführung hin, d. h. auf Dinge wie Cyberangriffe und Desinformation, als Teil einer umfassenderen Einschüchterungskampagne gegen den Westen.

Und obwohl ein kurzfristiger Angriff wahrscheinlich begrenzt wäre, sind NATO-Beamte besorgt, dass Russlands wachsende militärische Aufrüstung bis 2029 den Weg für etwas viel Größeres ebnen könnte.

Dänemark verbietet soziale Medien für Teenager

Dänemark unternimmt einen mutigen Schritt, um die psychische Gesundheit von Kindern zu schützen. Die Regierung hat gerade einen Plan angekündigt, soziale Medien für Kinder unter 15 Jahren zu verbieten.

Eltern können Ausnahmen für 13- und 14-Jährige machen, aber das Ziel ist klar: Kindern eine Pause vom endlosen Scrollen zu gönnen.

Digitalisierungsministerin Caroline Stage Olsen führt den Schritt an und schließt sich der Besorgnis von Premierministerin Mette Frederiksen an, die sagt, dass soziale Medien die Zeit und das Wohlbefinden der Kinder stehlen.

Im Durchschnitt verbringen dänische Kinder etwa 2 Stunden und 40 Minuten pro Tag mit Apps wie Snapchat, YouTube, Instagram und TikTok.

Der Vorschlag muss noch vom Parlament gebilligt werden, hat aber bereits breite Unterstützung in allen Parteien. Dänemarks Plan folgt dem Beispiel Australiens, das im vergangenen Jahr ein ähnliches Social-Media-Verbot für Minderjährige eingeführt hat.

FTSE fällt, IAG und Rightmove rutschen ab

Britische Aktien beendeten die Woche am Freitag mit einem Minus, nachdem sie durch die Schwäche der wichtigsten Namen nach unten gezogen wurden.

Die International Airlines Group (IAG) fiel um 8,4 %, nachdem sie vor einer schwachen Nachfrage in den USA gewarnt hatte, während der FTSE 100 um 0,8 % nachgab und der Midcap-Index 0,5 % verlor.

Der Aktienkurs von Rightmove fiel um 12,5%, nachdem das Unternehmen ein langsameres Gewinnwachstum signalisiert hatte und Großbanken wie HSBC und Barclays jeweils um rund 1% nachgaben.

Positiv zu vermerken ist, dass die Aktien von ITV um 13,9% stiegen, da Berichte über einen möglichen Verkauf der Mediensparte im Wert von 1,6 Mrd. £ berichtet wurden.

In der Zwischenzeit beließ die Bank of England die Zinsen stabil bei 4%, aber die Händler wetten bereits auf eine mögliche Zinssenkung im Dezember.

Aumovio-Gewinn sinkt, übertrifft aber Prognosen

Der bereinigte Betriebsgewinn des deutschen Autozulieferers Aumovio sank im dritten Quartal um 30 % und damit zum ersten Mal seit der Abspaltung von Continental.

Das Unternehmen übertraf dennoch die Erwartungen und erzielte einen Gewinn von 150 Mio. € gegenüber der Prognose der Analysten von 142 Mio. €.

Der Umsatz sank um 6,4 % auf 4,5 Mrd. € und lag damit knapp unter den Schätzungen. Trotz des Rückgangs sagte CEO Philipp von Hirschheydt, dass Aumovio seine Stärke als neues unabhängiges Unternehmen unter Beweis stelle.

Mit Blick auf die Zukunft senkte Aumovio seine Umsatzprognose für 2025 auf 18 bis 19 Mrd. € (von 18 bis 20 Mrd. €), beließ aber die Prognose für die Gewinnmarge bei rund 5 %, was Vertrauen in seine langfristige Strategie signalisiert.