UBS prognostiziert, dass der SandP 500 trotz Bewertungsbedenken im Jahr 2026 7.500 Punkte erreichen wird

UBS prognostiziert, dass der SandP 500 trotz Bewertungsbedenken im Jahr 2026 7.500 Punkte erreichen wird
Ananthu C U
10. Nov. 2025, 20:28 PM
  • UBS geht davon aus, dass der SandP 500 bis 2026 die Marke von 7.500 Punkten erreichen wird, mit einem Gewinnwachstum von 14%, angeführt von Technologiewerten.
  • KI-Aktien erholen sich, da Nvidia, Palantir, Broadcom und Oracle den Marktoptimismus steigern.
  • UBS warnt vor einer kurzfristigen Verlangsamung durch die Trump-Zölle, bevor das Wachstum im Jahr 2026 wieder einsetzt.

Auch wenn die Anleger angesichts der überzogenen Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) vorsichtig werden, bleibt UBS dabei, dass der technologiegetriebene Bullenmarkt noch Spielraum nach oben bietet.

Laut dem jüngsten Ausblick des Unternehmens könnte der SandP 500 bis 2026 auf 7.500 steigen, was vor allem auf das Gewinnwachstum und die anhaltende Führungsrolle von Technologieaktien zurückzuführen ist.

UBS sieht Aufwärtspotenzial von 12% vor sich

Arend Kapteyn, Global Head of Economics and Strategy Research bei UBS, skizzierte in einer Mitteilung an die Kunden das Basisszenario der Bank und prognostizierte, dass der SandP 500 gegenüber seinem aktuellen Niveau um rund 12% steigen wird.

Die Prognose basiert auf einem geschätzten Anstieg der Unternehmensgewinne um 14 % bis 2026, wobei fast die Hälfte dieses Wachstums aus dem Technologiesektor kommen dürfte.

"Der Anstieg des SandP 500 auf 7.500 im Jahr '26 [is] auf ein Gewinnwachstum von ~14 % zurückzuführen, fast die Hälfte davon aus dem Technologiesektor", schrieb Kapteyn.

Der Index ist in diesem Jahr bereits um mehr als 15 % gestiegen, was auf starke Unternehmensergebnisse und die Begeisterung für KI-bezogene Investitionen zurückzuführen ist.

Der Ausblick bleibt positiv, räumte aber auch möglichen Gegenwind ein.

Die Bewertungen haben den höchsten Stand seit vier Jahrzehnten erreicht, was die Befürchtung aufkommen lässt, dass der Markt kurzfristigen Turbulenzen bevorstehen könnte.

Kapteyn sagte, dass der Markt einen "kleinen negativen" Einfluss haben könnte, wenn sich die Anleger an das aktuelle Umfeld der hohen Preise anpassen.

KI-Aktien erholen sich nach jüngsten Verlusten

Am Montag zeigte der breitere Markt eine erneute Dynamik, da KI-gebundene Aktien frühe Gewinne anführten.

Nvidia und Palantir Technologies kletterten um mehr als 5 % bzw. 8 %, während Broadcom und Oracle ebenfalls zulegten.

Die Erholung trug dazu bei, die Rückgänge der letzten Woche auszugleichen, als zunehmende Sorgen über hohe Bewertungen den Sektor unter Druck setzten.

Die Anleger schienen ermutigt durch die Anzeichen, dass der rekordverdächtige Shutdown der US-Regierung bald zu Ende gehen könnte, was eine der Unsicherheiten milderte, die die Stimmung belasteten.

KI-bezogene Unternehmen, die im vergangenen Jahr die Haupttreiber der Marktrallye waren, haben erneut ihren Einfluss auf die allgemeine Marktrichtung unter Beweis gestellt.

Kapteyn merkte an, dass KI-Aktien zwar weiterhin dominieren, eine "Verbreiterung und Stärkung des Wachstums" jedoch ab dem zweiten Quartal 2026 wahrscheinlich ist.

Er warnte jedoch davor, dass der Markt in naher Zukunft auf eine "Bremsschwelle" stoßen könnte, da die Zölle von Präsident Donald Trump das US-Wirtschaftswachstum vorübergehend bremsen.

Zölle könnten zu vorübergehender Verlangsamung führen

UBS rechnet in den nächsten vier bis fünf Monaten mit einer «Schwäche» der Weltwirtschaft, da sich die neuen Zölle auf die Inlandspreise und die weltweiten Exporte auswirken.

Das Unternehmen geht davon aus, dass sich der US-Markt in diesem Zeitraum konsolidieren wird, wobei eine Outperformance für hochwertige Unternehmen erwartet wird.

"Der Markt sollte sich konsolidieren und hochwertige Aktien sollten sich überdurchschnittlich entwickeln", schrieb Kapteyn.

"Ab Ende des ersten Quartals sollten wir eine Ausweitung der Rallye in Richtung zyklischer Werte von geringerer Qualität sehen."

Trotz kurzfristiger Herausforderungen ist UBS weiterhin von der Stärke der Weltwirtschaft überzeugt.

Das Unternehmen geht davon aus, dass sich das Wachstum im Jahr 2026 fortsetzen wird, wenn sich die Handelsbedingungen stabilisieren und sich die Unternehmensgewinne weiter verbessern, was die Voraussetzungen für einen weiteren Aufwärtstrend im lang anhaltenden Bullenmarkt schafft.