KI-Aktien: Warum das Ende des Shutdowns der US-Regierung keine guten Nachrichten brachte

KI-Aktien: Warum das Ende des Shutdowns der US-Regierung keine guten Nachrichten brachte
Wajeeh Khan
13. Nov. 2025, 20:28 PM
  • Präsident Trump hat ein Finanzierungsgesetz unterzeichnet, um den Shutdown der US-Regierung zu beenden.
  • Aber die Arbeitslosen- und Inflationsdaten für Oktober werden möglicherweise nie veröffentlicht.
  • Hier ist der Grund, warum das Fehlen makroökonomischer Daten KI-Aktien heute schadet.

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am späten Mittwoch ein Finanzierungsgesetz , um den 43-tägigen Regierungsstillstand offiziell zu beenden und den Betrieb in allen Bundesbehörden wiederherzustellen.

Für die Anleger hat die Wiedereröffnung jedoch nicht die Klarheit gebracht, die sie sich erhofft hatten. Nach Angaben von Beamten des Weißen Hauses werden die Arbeitslosen- und Inflationsdaten für Oktober überhaupt nicht veröffentlicht.

Dieses Datenvakuum erschüttert die Märkte, insbesondere heute wachstumsstarke Sektoren wie künstliche Intelligenz (KI) und Quantencomputing.

Die Aktien von Nvidia, Broadcom, Rigetti und IonQ wurden am Donnerstag alle niedriger gehandelt, da die Händler mit der Unsicherheit über die Gesundheit des Arbeitsmarktes und die geldpolitische Richtung zu kämpfen hatten.

Ohne neue makroökonomische Signale fliegen die Anleger im Blindflug – und KI-Aktien, die von zukunftsorientiertem Vertrauen leben, tragen die Hauptlast.

Warum die monatlichen Arbeitslosendaten für KI-Aktien wichtig sind

KI-Aktien reagieren besonders empfindlich auf Arbeitsmarkttrends, da sie genau an der Schnittstelle von Automatisierung, Unternehmensausgaben und wirtschaftlicher Produktivität liegen.

Arbeitslosendaten helfen Anlegern zu beurteilen, ob Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen, expandieren oder sich zurückziehen – all dies beeinflusst die Nachfrage nach KI-Infrastrukturen und -Dienstleistungen.

Ohne die Arbeitslosendaten vom Oktober fehlen den Analysten wichtige Informationen für die Modellierung des Investitionsverhaltens von Unternehmen, was besonders für Unternehmen wie Nvidia und Broadcom problematisch ist, deren Chips Rechenzentren und KI-Workloads antreiben.

Wenn sich die Zahl der Neueinstellungen verlangsamt oder die Entlassungen zunehmen, könnte dies auf eine schwächere Unternehmensnachfrage hindeuten.

Kurz gesagt, das Fehlen monatlicher Arbeitslosendaten lässt die Anleger im Unklaren – und in einem unsicheren Umfeld leiden Tech-Aktien mit hohem Beta wie KI tendenziell als erstes.

Fehlende Inflationsdaten – und noch größeres Risiko für KI-Aktien

Der fehlende Inflationsbericht stellt eine noch größere Herausforderung dar. KI-Aktien sind sehr zinssensitiv, da sie sich auf langfristige Wachstumsprognosen stützen und oft zu hohen Bewertungen gehandelt werden.

Wenn die Inflation hartnäckig bleibt – und die US-Notenbank nicht über die Daten verfügt, um das Gegenteil zu bestätigen – könnte sie sich dafür entscheiden, eine Zinssenkung auf ihrer Dezember-Sitzung zu verschieben oder abzusagen.

Das würde die Kreditkosten hoch halten und Technologieunternehmen unter Druck setzen, die für Innovation und Expansion auf billiges Kapital angewiesen sind.

Darüber hinaus bedeutet der Mangel an VPI-Daten, dass die Anleger die Verbraucherpreistrends nicht in Echtzeit beurteilen können, die für die Prognose des Verhaltens der Fed entscheidend sind.

In diesem Vakuum stützen sich die Händler auf private Umfragen und alternative Indikatoren, von denen viele auf eine Abkühlung der Nachfrage, aber eine anhaltende Inflation hindeuten.

Diese Mehrdeutigkeit ist Gift für KI-Aktien, die klare makroökonomische Signale benötigen, um ihre Premium-Multiplikatoren zu rechtfertigen.

Bis die Fed wieder volle Transparenz erlangt, könnte der Sektor unter Druck bleiben – unabhängig von der Entscheidung über den Shutdown.

Fazit

Der Shutdown der US-Regierung mag vorbei sein, aber die fehlenden makroökonomischen Daten haben KI-Aktien in der Schwebe gelassen.

Ohne Berichte über Arbeitslosigkeit und Inflation bleibt der Weg für die Zinspolitik – und die Bewertungen von Technologiewerten – unklar.

Solange die Anleger keinen Zugang zu verlässlichen Wirtschaftsindikatoren erhalten, dürfte die Volatilität in wachstumsstarken Sektoren wie KI und Quantencomputing anhalten, wobei die Stimmung eher von Spekulationen als von Substanz bestimmt wird.