Kleinanleger zeigen Anzeichen von Ermüdung, nachdem sie den Bullenmarkt getragen haben, sagt die BofA

Kleinanleger zeigen Anzeichen von Ermüdung, nachdem sie den Bullenmarkt getragen haben, sagt die BofA
Ananthu C U
13. Nov. 2025, 20:24 PM
  • Institutionen verkauften in diesem Jahr Aktien im Wert von 67 Mrd. USD, da Kleinanleger die Märkte weiter steigen ließen.
  • Einzelhändler bleiben wichtige Dip-Käufer, was dazu beiträgt, die Bullenmarktrallye 2025 aufrechtzuerhalten.
  • Anzeichen einer Müdigkeit im Einzelhandel gibt es, da die Institutionen ihre Verkäufe von Tech-Aktien verstärken.

Professionelle Anleger nehmen Gewinne mit, da der US-Aktienmarkt seinen Rekordlauf fortsetzt, so dass Einzelhändler einen Großteil des Schwungs in den anhaltenden Bullenmarkt mitnehmen müssen.

Aber selbst die Widerstandsfähigkeit von Kleinanlegern verlangsamt sich, so die Bank of America (BofA)

Laut den Kundenflussdaten der BofA haben Hedgefonds und andere institutionelle Kunden im Jahr 2025 Aktien im Wert von mehr als 67 Milliarden US-Dollar verkauft, darunter sowohl Einzelaktien als auch börsengehandelte Fonds.

Dies ist die stärkste Runde institutioneller Verkäufe seit den ersten Monaten des Bullenmarktes vor drei Jahren.

Die Daten der BofA deuten darauf hin, dass professionelle Anleger zwar vorsichtiger geworden sind – unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich der Bewertungen, der Zinsentwicklung und geopolitischer Risiken –, dass aber Privatanleger die beständigsten Käufer des Marktes geblieben sind und bei Rückschlägen eingesprungen sind, um die Rallye aufrechtzuerhalten.

Die Widerstandsfähigkeit der Kleinanleger, ein Verhalten, das sich während des Aufschwungs nach der Pandemie entwickelt hat, hat sich gut ausgezahlt.

Mit ihren stetigen Zuflüssen während des Einbruchs lagen sie vor vielen institutionellen Anlegern, die sich angesichts der Unsicherheit im Zusammenhang mit Zinssenkungen und globalen Konflikten, einschließlich der in Gaza, der Ukraine und dem Iran, für Vorsicht entschieden haben.

Einzelhändler zeigen Anzeichen von Ermüdung

Die BofA stellte fest, dass die Begeisterung der Einzelhändler allmählich nachlässt, mit ersten Anzeichen von Ermüdung nach der unerbittlichen Aufwärtsdynamik des Marktes.

In der ersten Novemberwoche kam es zu den größten Nettoverkäufen von Technologieaktien durch Hedgefonds seit zwei Jahren, was auf ein wachsendes Unbehagen über die hohen Bewertungen von Megacap-Tech-Aktien hindeutet.

Trotz der stetigen Käufe der Kleinanleger zu Beginn des Jahres könnten selbst sie Zurückhaltung zeigen, da die wichtigsten Indizes mit Rekordhochs flirten.

In der Zwischenzeit veräußern professionelle Anleger weiterhin Positionen – insbesondere im Technologiesektor, der seit 2020 einen Großteil der Marktgewinne verursacht hat.

Tech-Aktien stehen unter Bewertungsdruck

Nach Angaben der BofA verkauften Hedgefonds und Großinvestoren in der ersten Novemberwoche Technologieaktien im Wert von mehr als 5 Mrd. $, der größte Ausverkauf auf Sektorebene seit Juli 2023.

Technologieaktien waren die am stärksten verkauften Aktien im SandP 500, was die wachsende Besorgnis widerspiegelt, dass die Bewertungen ein unhaltbares Niveau erreicht haben.

Der breitere Markt hat in gleicher Weise reagiert.

Der SandP 500 fiel am 4. November um mehr als 1%, selbst nachdem Palantir Technologies stärker als erwartete Quartalsergebnisse vorgelegt hatte.

Analysten stellten fest, dass die hohe Bewertung von Palantir – trotz solider Fundamentaldaten – das derzeitige Unbehagen des Marktes gegenüber hochpreisigen Technologietiteln unterstreicht.

Der Stratege der Deutschen Bank, Jim Reid, bezeichnete den jüngsten Abschwung als "Risk-off-Schritt" und verwies auf zunehmende Spekulationen, dass sich der Aktienmarkt einer Korrektur nähern könnte.

Er wies darauf hin, dass die "Magnificent 7"-Gruppe der Large-Cap-Tech-Aktien zwar weiter zulegt, der gleichgewichtete SandP 500 im Oktober jedoch zum ersten Mal seit sechs Monaten zurückging, was das wachsende Konzentrationsrisiko auf dem Markt unterstreicht.

Selbst als sich die Wall Street am 5. November erholte, blieben die Bewertungssorgen bestehen, insbesondere nach den jüngsten Quartalsergebnissen von AMD.

Dennoch ist der Einfluss der Kleinanleger nach wie vor erheblich.

Ihr anhaltendes Engagement hat dazu beigetragen, die Märkte in diesem Jahr durch mehrere Rückgänge zu stabilisieren, insbesondere bei Megacap-Technologieaktien und spekulativeren Marktbereichen.

In den letzten Monaten des Jahres 2025 steht die Wall Street vor einem Überzeugungstest: ob die Kleinanleger die Rallye fortsetzen werden – oder ob die institutionelle Vorsicht einen Wendepunkt für die nächste Phase des Bullenmarktes signalisieren wird.